Wunder im Regenwald

Tief im Dschungel der Zentralafrikanischen Republik ist ein Wunder geschehen. Im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet wurden im Januar 2016 Gorilla-Zwillinge geboren – gleich zwei gesunde Babys in einer unserer Gorilla-Gruppen. Zwillinge sind bei Gorillas sehr viel seltener als bei Menschen und dass beide Kinder bisher überlebt haben, ist eine extreme Rarität. Die Zwillinge entwickeln sich prächtig, doch sie schweben Tag für Tag in Gefahr.

Wilderei bedroht das Leben der Gorilla-Zwillinge

Ein Gorillajunges wird drei bis fünf Jahre gesäugt und ist dann noch einmal weitere fünf bis sieben Jahre von der Mutter abhängig „Das ist eine riesige Investition, die eine Gorilla-Mama für ihre Kinder leistet“, sagt Gorilla-Expertin Ilka Herbinger, die für den WWF das Schutzgebiet Dzanga-Sangha betreut. „Das ist wie bei uns Menschen.“ Doch die Hingabe könnte jederzeit, von einer Sekunde auf die andere, vergebens sein: Neben Lebensraumverlust und Krankheiten bedrohen auch Wilderer die Gorillas. „Ausgewachsene Tiere werden für ihr Fleisch gejagt. Buschfleisch von Menschenaffen gilt als Delikatesse. Gorilla-Babys werden von kriminellen Netzwerken an Zoos, überwiegend in Asien, an die Entertainment-Industrie oder an Privatpersonen verkauft.“ berichtet Herbinger. „Die verschleppten Waisenkinder sind schwer traumatisiert. Nicht selten werden sie apathisch und sterben vor Trauer.“

Doppeltes Glück

Den Gorilla-Zwillingen geht es zum Glück gut. Inganda und Inguka, diese schönen Namen haben die indigenen BaAka-Mitarbeiter zusammen mit deutschen WWF-Unterstützern ausgewählt. Bei allen ist die Freude groß: Mama Malui und Silberrücken Makumba kümmern sich hingebungsvoll um die verspielten Kleinen. „Das doppelte Mutterglück hilft Malui sicherlich, über ihre Kinder, die nicht überlebt haben, hinwegzukommen“, vermutet Herbinger. Die Biologin kennt die Makumba-Familie schon seit 16 Jahren. Malui hatte zwei Fehlgeburten, eines ihrer Kinder starb als Säugling. Vielleicht ist sie deshalb besonders fürsorglich und hält schützend ihre Hand über die beiden, pflückt sie sanft vom Baum, wenn sie zu hoch klettern und verfolgt jeden ihrer Schritte. Auch Papa Makumba lässt seinen Nachwuchs nicht aus den Augen und zeigt sich seit der Geburt besonders wachsam. Die älteren Geschwister Tembo und Sopo würden am liebsten den ganzen Tag mit dem Nachwuchs spielen. Manchmal schafft es Sopo, sich eines der Babys zu schnappen und trägt es stolz durch den Dschungel – bis es Mama Malui zu viel wird.

Hoffnungsträger für Dzanga-Sangha

Im Schutzgebiet leben nur noch rund 2200 der Westlichen Flachlandgorillas, zu denen auch die Makumba-Familie gehört. „Das mag sich zunächst viel anhören, doch früher gab es hier viel, viel mehr Gorillas“, erklärt Herbinger. Die Westlichen Flachlandgorillas sind stark gefährdet, ihr Bestand nimmt im gesamten Kongobecken immer weiter ab . Unter 500 Individuen wird der Genpool zu klein. Das Überleben der Art ist spätestens dann akut gefährdet. „Deshalb ist die Geburt der Zwillinge nicht nur für Makumba und Malui ein freudiges Ereignis, sondern auch ein Symbol der Hoffnung für die ganze Region“, sagt Herbinger.

Der WWF ist seit vielen Jahren in Dzanga-Sangha aktiv. Um den Wald zu retten. Um die Gorillas zu schützen. Um die Wilderei zu bekämpfen. Täglich sammeln Wildhüter kilometerweise Drahtschlingen ein, konfiszieren selbstgebaute Flinten und machen Wilderer dingfest. Damit der WWF die Gorillas von Dzanga-Sangha weiterhin und noch besser schützen kann, ist er auf die Hilfe von vielen Menschen angewiesen. Jeder kann etwas dafür tun, dass die Lebensräume unserer nahen Verwandten erhalten bleiben.

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