Happy Birthday, Gorilla-Zwillinge!

Wann genau der Geburtstag ist, wissen wir nicht. Aber am Morgen des 25. Januars 2016 sahen unsere WWF-Mitarbeiter Gorilla-Mama Malui im dichten Regenwald mit einem Baby auf dem Arm. Kurz darauf die noch größere Überraschung: Malui säugte zwei Babys an ihrer Brust. Zwillinge bei unserer Gorilla-Gruppe im WWF-Projektgebiet Dzanga-Sangha! Eine Sensation, denn bei Gorillas sind Mehrlingsgeburten noch seltener als bei Menschen. Auf Vorschlag unserer indigenen BaAka-Mitarbeiter wurden die winzigen Gorilla-Babys Inganda und Inguka genannt.

Ein Jahr später haben sich die beiden gut entwickelt, berichtet WWF-Gorilla-Expertin Ilka Herbinger. Sie konnte die beiden vor Ort in Dzanga-Sangha beobachten. Seit der Geburt der Zwillinge bleibt die Gruppe immer dicht zusammen und die stolzen Eltern zeigen einen starken Beschützerinstinkt. Vor allem Mutter Malui ist sehr fürsorglich. Stets achtet sie darauf, dass keines ihrer Kinder sich zu weit von ihr entfernt. Die Zwillinge trauen sich inzwischen, zwei Meter hoch zu klettern und sie holen sich schon ganz alleine saftige Nauclea-Früchte. Sie hangeln sich sogar auf ihren imposanten Vater Makumba hoch, der sie geduldig gewähren lässt.

Was den Gorillas gefährlich wird

Das Gedeihen der Gorilla-Zwillinge ist alles andere als selbstverständlich. Die Kindersterblichkeit unter Gorillas ist hoch. Krankheiten und Auseinandersetzungen mit benachbarten Gruppen können ihnen ebenso gefährlich werden wie Leoparden. Wenn sie alt genug sind, in ein bis zwei Jahren, werden sie auch gegen den milzbrandähnlichen Erreger vorbeugend geimpft werden, an dem einer ihrer Brüder starb.

Die größte Bedrohung für die Zwillinge jedoch geht von Wilderern aus. Ranger des Schutzgebietes sind unermüdlich dabei, Schlingfallen aus dem Wald zu holen und Wilderer festzunehmen. Die BaAka-Mitarbeiter des WWF begleiten die Gorilla-Gruppe der Zwillinge täglich. Die Hilfe der indigenen BaAka, um die Gorillas an die Anwesenheit von Ökotouristen zu gewöhnen, ist ein wichtiges Signal in der Region. Lebende Tiere sind wertvoll, eine Hoffnung auf die Zukunft. Inganda und Inguka brauchen noch etwa zehn Jahre, bis sie ausgewachsen sind und ihre eigene Familie gründen. Gemeinsam mit den BaAka werden wir auch in Zukunft alles dafür tun, dass Inganda und Inguka soweit kommen.

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