Kampf gegen die Wilderei: Nepal verbrennt Tigerfelle

Je seltener die Tiere sind, desto höhere Preise erzielen sie auf Schwarzmärkten – ganz egal, ob es sich dabei nur um Teile von ihnen handelt. Nepal gilt seit einigen Jahren als Vorreiter im Kampf gegen die Wilderei. Nun hat der Himalaja-Staat erneut ein starkes Zeichen für den Artenschutz gesetzt und über 4000 konfiszierte Wildtierteile verbrannt – darunter auch zahlreiche Tigerfelle.

Wildtiere sind keine Ware

Teile von insgesamt 48 verschiedenen, streng geschützten Tierarten wurden dabei angezündet. Diese Wildtiere waren entweder durch Wilderei oder durch einen natürlichen Tod gestorben. Der Handel mit ihnen ist in jedem Fall durch die Washingtoner Artenschutzkonvention international verboten – aus diesem Grund wollte Nepal mit diesem Schritt deutlich machen, dass sie es ernst nehmen, die Wilderei zu bekämpfen. Die Idee dahinter: Wildtiere sind keine Ware.


Aus zwei großen Lagern wurden die Tierteile zusammengetragen. Sie stammten aus dem „Armed Forest Guard Training Centre Tikauli“ und dem Hauptquartier des Chitwan-Nationalparks. Zuvor wurde jeder einzelne Knochen, jedes Schmuck oder Kleidungsstück mit einem Barcode erfasst und aufgelistet. Auch beim Aufbahren – zwei große Schiffscontainer waren für den Transport notwendig – wurden diese Teile ein weiteres Mal auf unter Aufsicht der nepalesischen Armee auf Vollständigkeit überprüft.

Am Ende landeten alles auf einem fünf Meter breiten und 15 Meter langen Scheiterhaufen. Darunter: 67 Tigerfelle, 357 Nashornhörner, 418 Leopardenfelle und zwei Säcke mit Pangolinteilen. Auch Felle der extrem seltenen Roten Pandas, Nebelparder und Schneeleoparden wurden aufgebahrt.

Die Botschaft, die Nepal mit dieser Aktion in die Welt sendete, war klar: Wildlife Crime ist ein Verbrechen!

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