Mehr Schutz für mehr Tiger

Die Zahl aller Tiger in der Wildnis ist nach neuen Schätzungen erstmals wieder angestiegen – von 3.200 auf 3.890 Tiere. Das ist auch ein Erfolg langfristig angelegter WWF-Projektarbeit – und deiner Unterstützung.

Der WWF unterstützt nicht nur die Regierungen der 13 Tigerverbreitungsländer, sondern bindet auch lokale Gemeinden in Schutzmaßnahmen ein, um die Wilderei zu bremsen und die Tigerbestände wieder zu erhöhen.

Dazu gehört die Sicherung ausreichender Beutetierbestände wie in der Amur-Region genauso wie die Entwicklung alternativer Einkommensquellen für lokale Gemeinden in Tigernähe wie in Zentral-Sumatra.

Korridore sichern, Staatsanwälte schulen

In Nepal und Indien (Chitwan-Parsa-Valmiki-Komplex) wurde ein umfassendes Überwachungssystem eingerichtet, um die Wanderrouten der Tiger ausfindig zu machen und mögliche Mensch-Tier-Konflikte zu entschärfen. Wir arbeiten an einer räumlichen Trennung zwischen den Korridoren und den Aufenthaltsorten von Menschen und Nutztieren. Zusätzlich richten wir einen Entschädigungsfonds ein und stellen Sofort-Hilfe-Teams zusammen für den Fall, wenn ein Tiger ein Nutztier reißt.

In Zentral-Sumatra (Indonesien) wurde vom WWF ein umfassendes Monitoring durchgeführt, weil es noch immer keine staatliche Tiger-Zählung gibt. Auch haben wir Staatsanwälte geschult und investigative Maßnahmen gegen den Wildtierhandel durchgeführt.

Darüber hinaus hat der WWF Hinweise auf Wilderer den Behörden übermittelt und diese zugleich im Umgang mit dem Thema Wildtier-Kriminalität rechtlich geschult. 2016 wurden daraufhin mehrere Personen wegen Wildtierhandel überführt und zu vier Jahren Haft verurteilt – die bislang höchsten Haftstrafen in der indonesischen Provinz Riau.

Mehr Rangerstationen, mehr Aufklärung

In der Dawna-Tenasserim-Landschaft an der Grenze von Thailand und Myanmar konnte durch den großflächigen Einsatz von Anti-Wilderer-Patrouillen, die Errichtung weiterer Rangerstationen, die großflächige Installation von Kamerafallen im Wald sowie intensive Aufklärungsarbeit der Schutz für Tiger und anderer bedrohter Arten vor Wilderei und illegalem Handel verbessert werden. Mittlerweile wurden im nordöstlichen Bereich der Landschaft wieder 16 Tiger inklusive sechs Jungtieren gezählt.

Vier Wege gegen Wilderei

Das Fazit von Tiger-Experte Michael Zika: „Vier Dinge sind wichtig, um einen dauerhaften Erfolg gegen die Wilderei zu erzielen. Wir müssen erstens den Menschen gute Lebensbedingungen ermöglichen und alternative Einkommensquellen entwickeln. Zweitens müssen die Tiger-Staaten konsequent ihre Gesetze einhalten und Wilderei auch bestrafen. Drittens müssen wir durch intelligente Landnutzungsplanungen den Tieren und Menschen ausreichend Zugang zu natürlichen Ressourcen gewähren, um Konflikte weitgehend zu vermeiden. Und viertens müssen wir es schaffen, die Nachfrage nach Wildtierprodukten in den Konsumentenländern zu verringern.“

Die Zahl der Tiger bis zum Jahr 2022 auf 6.400 Exemplare zu erhöhen, bleibt ein ehrgeiziges Ziel, das wir weiterhin gemeinsam mit den Regierungen, der Bevölkerung und anderen Organisationen mit aller Kraft erreichen wollen. Dazu müssen einige Tigerverbreitungsstaaten aber endlich ihre Hausaufgaben zum Tigerschutz machen und zugleich den Kampf gegen die Wilderei deutlich verstärken.

Hilf mit, die Tiger zu retten.

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Aufklärung

Wir müssen die enorme Nachfrage nach Tigerprodukten stoppen.

Tigerschutz

Wir setzen Ranger ein, die Tiger aus Fallen befreien und Wilderer überführen.

Ausstattung

Wir statten Ranger für den Kampf gegen die Wilderei in Schutzgebieten aus.

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