Schneeleopard: Bestand stabilisiert

Rund 500 bis 1000 Schneeleoparden leben noch in der Mongolei. Zu deren Schutz sammelten die staatlichen Ranger und Inspektoren der Provinz Khovd in einer zweimonatigen Kampagne „Sichere Berge für wilde Tiere“ insgesamt 438 Fallen ein.

Eine eingesammelte Falle rettet wahrscheinlich zehn Wildtiere vor dem sicheren Tod. Mehr als 400 Fallen haben unsere Ranger bereits konfisziert. Das gibt dem Schneeleoparden wieder eine reelle Überlebenschance“, sagt WWF-Projektleiter Markus Radday. Aus den eingesammelten Fallen baute der Künstler Bat-Erdene Olonbayar eine Skulptur, die in Khovd nun als Mahnmal an zentraler Stelle errichtet wurde.

Halsbänder mit Satellitenanschluss

Darüber hinaus haben WWF-Kollegen im Baatarkhairkhan-Gebirge Kamerafallen aufgestellt. So gelang erstmals eine Videoaufnahme einer Schneeleopardenmutter mit vier Jungen.

Im Jargalant-Gebirge tragen nun vier Schneeleoparden Halsbänder mit Satellitensendern. So können erstmals großflächig die Bewegungsmuster der Tiere studiert werden. Mit Hilfe dieser Daten kann der WWF den Schutz der Großkatzen jetzt besser planen und konzentrieren. Die Senderdaten zeigen, dass die Streifgebiete der Tiere relativ klein sind. Das bedeutet, dass die Leoparden genügend Beutetiere auf kurzen Distanzen erlegen können.

Der WWF hat außerdem zwölf Hirten zu Rangern ausgebildet, fördert die Ausbildung von Zoll- und Polizeimitarbeitern und baut sein Informanten-Netzwerk aus, um illegale Aktivitäten auf Schwarzmärkten zu unterbinden. Die größte Schwierigkeit bei der Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Handels in der Mongolei ist deren zunehmend professionelle Organisation durch mafiöse Banden, die vor Gewalt nicht zurückschrecken.

Wilderei bleibt gefährlich

In Russland hat der WWF die Schneeleoparden gezählt. Nach der Auswertung von Kamerafallen, Ausscheidungen und Spuren schätzen die Kollegen vor Ort die Gesamtzahl an Schneeleoparden im Land auf 70 Tiere und damit als stabil ein. „Die Schneeleoparden haben sich in Russland behauptet“, freut sich Markus Radday. „Doch ihre Zahl ist noch sehr gering. Denn noch werden Schneeleoparden ebenso weiter illegal gejagt wie ihre wichtigsten Beutetiere, die Bergziegen. Deshalb müssen wir die Wilderei weiter bekämpfen.

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