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Südafrika: Drei tote Nashörner – pro Tag

2017 wurden in Südafrika 1028 Nashörner gewildert. Der flächendeckende Einsatz im Kampf gegen die Wildereikrise ist dringend nötig.

In Südafrika leben rund 80 Prozent der afrikanischen Nashörner. Alleine hier wurden 2017 1028 Nashörner gewildert, wie das South African Department of Environmental Affairs bekannt gab. Das sind fast drei pro Tag. Im Vergleich zum Vorjahr mit 1054 getöteten Tieren waren es erneut minimal weniger.

Etwas weniger – und viel zu hoch

„Die aktuellen Zahlen sind aber noch immer untragbar hoch für die Bestände der afrikanischen Nashörner“, sagt WWF-Expertin Katharina Trump. Sie hat sich erst vor kurzem in Südafrika ein Bild von der Lage gemacht. Sie ist überzeugt: „Konzentrierte Bemühungen zeigen lokal zwar erste Erfolge, doch größtenteils verlagert sich die Wildereiproblematik dadurch nur in andere Regionen.“

Die Wilderei verlagert sich

Im Kruger-Nationalpark werden insgesamt weniger Nashörner gewildert, außerhalb dafür mehr. Dort, wo weniger überwacht wird. Wo das Risiko geringer ist und der Gewinn dadurch höher. Im Kampf gegen die Wilderer braucht es dringend einen flächendeckenden, koordinierten Einsatz.

Doppelter Ansatz

Es ist nach wie vor die Nachfrage aus Asien, welche die Wildereikrise in Afrika anfeuert. Für Elfenbein und das medizinisch völlig wirkungslose Nashorn-Horn werden hohe Preise gezahlt. Eine effektive und ganzheitliche Anti-Wilderei-Arbeit muss Wilderei direkt vor Ort verhindern, zum anderen aber auch die Nachfrage in den Abnehmermärkten wie Vietnam reduzieren. Sinkt die Nachfrage, nimmt das den Druck auf die wenigen verbleibenden Tiere. Insbesondere in Südafrika.

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