Saola-Waldrind und Rotschenkel-Kleideraffe brauchen Schutz

Die Region im Grenzgebiet Mittelvietnam und Südlaos ist für Biologen eine wahre Fundgrube. Seit 1997 wurden dort über 1500 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt und wissenschaftlich erfasst. Bereits in den 1990er Jahren war der WWF im Bach-Ma-Nationalpark in Vietnam aktiv. Seitdem wurden in Mittelvietnam weitere Schutzgebiete ausgewiesen, unter anderem auch zwei Gebiete, in denen das erst 1992 entdeckte und vom Aussterben bedrohte Vietnamesische Waldrind Saola vermutet wird. Mittlerweile bilden die beiden Saola-Schutzgebiete wichtige Mosaiksteine eines über 200.000 Hektar großen Schutzgebietsnetzwerks, das sich bis nach Laos erstreckt. Davon profitiert nicht nur das Saola, denn in der Heimat des Saola, den bis 2000 Meter hohen Gipfeln der zentralannamitischen Kette im Herzen Vietnams und Laos, leben auch andere seltene Arten wie der Rotschenkel-Kleideraffe und Nördlicher Gelbwangen-Schopfgibbon.

Waldhüter gegen Wilderer

Trotz der Ausweisung der Schutzgebiete ist die größte Gefahr noch nicht gebannt. Wir müssen vor allem die Wilderei und den illegalen Handel mit Buschfleisch beenden, sonst nützt das beste Reservat nichts. Buschfleisch ist vor allem bei Städtern und vietnamesischen Touristen begehrt, die es als Delikatesse betrachten. Wie hoch der Wildereidruck auf die Schutzgebiete ist, wird beim Blick auf die Statistik deutlich. Über 80.000 Drahtschlingen haben die Mitarbeiter in den letzten Jahren aus den zwei Saola-Schutzgebieten geholt! Aber: Die intensiven Patrouillen zeigen Wirkung, denn die Zahl der unschädlich gemachten Fallen nimmt ab. Die Wilderer haben als Antwort auf die Präsenz der Waldhüter zwar ihre Strategie geändert und legen ihre Fallen in schwierig zu erreichenden Gebieten aus. Aber durch die Satelliten-gestützte Positionsmarkierung unserer Patrouillen wissen wir sehr genau, wo die neuen Wilderei-Hotspots sind und agieren entsprechend.

Alternative Einkommensquellen für die Bevölkerung

Doch nicht nur in den Schutzgebieten sind wir aktiv. Der WWF hat eine Reihe von Maßnahmen initiiert, um den Druck auf die Wälder in den Pufferzonen zu reduzieren. Ein Ansatzpunkt ist die Generierung von einkommensschaffenden Maßnahmen, damit die arme Bevölkerung vor Ort eine Alternative zu den illegalen Aktivitäten hat. Zum Beispiel unterstützen wir die Bevölkerung bei der Aufforstung von einheimischen Baumarten und der Anlage von Baumschulen. Des Weiteren ermöglichen wir Anreicherungspflanzungen von Rattan und Medizinpflanzen in so genannten Gemeindewäldern. Diese Forstprodukte können nach einiger Zeit von der Bevölkerung geerntet und verkauft werden. Das staatliche Schutzgebietspersonal wird durch 40 Gemeinde-Waldhüter unterstützt und im Rahmen von Waldschutzverträgen bekommen Haushalte einen kleinen finanziellen Beitrag für die Kontrolle von Waldgebieten außerhalb der Schutzgebiete.

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Fiese Fallen: Meist verfangen sich die Tiere mit den Läufen. Darauf zieht sich die Falle zu und es gibt kein Entkommen mehr. Bis die Wilderer endlich die Falle kontrollieren, müssen die Tiere oft noch elendiglich leiden, bis sie vom Tod erlöst werden.

Schildkröte in der Schlingfalle © WWF Vietnam

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