Neue Hoffnung für den Sumatra-Tiger

Die Erde auf Sumatra brennt. Die Menschen verfeuern ihren wertvollen Wald. Tumorartig fressen sich illegale Bergwerke in die letzten verbliebenen Tigergebiete. Nur noch geschätzt 20 Tiger leben im WWF-Schutzgebiet Rimbang Baling – und selbst diese Zahl ist ungewiss. Doch es gibt neue, wunderbare Hoffnung.

Abholzung, Brände, Wilderei. In den Tigerschutzgebieten auf Sumatra bündeln sich die schlimmsten Gefahren für den Tiger. 2015 war besonders schlimm. Die verheerenden Waldbrände, die von Ende Juni bis November wüteten, machten auch nicht vor dem Rimbang-Baling-Wildtierreservat halt, wo der WWF für das Überleben der letzten Sumatra-Tiger kämpft.

Warum es auf Sumatra brennt

Fast immer sind die Brände Menschenwerk. Durch Brandrodung soll aus Regenwald Land für Plantagen, Weiden und Felder werden – oder es entstehen neue Minen zum illegalen Abbau von Rohstoffen. Nach Angaben des indonesischen Forstministeriums fielen in Indonesien allein im vergangenen Jahr mehr als 1,7 Millionen Hektar den Flammen zum Opfer – eine Fläche 19-mal größer als Berlin. Monatelang lag fast ganz Sumatra im Rauch.

Wilderer im Feuer

Man möchte meinen, dass solch eine Extremsituation schon Unglück genug ist. Aber nein – gerade solch eine Katastrophe wird von Wilderern gnadenlos ausgenutzt. Sie gehen in die verrauchten und dadurch menschenleeren Wälder, um Fallen auszulegen und ihrem illegalen Treiben nachzugehen. Doch trotz der Gefahr für Leib und Leben ließen sich auch unsere „Tigerschutzeinheiten“ nicht abschrecken. Tag und Nacht kontrollierten sie die Tigergebiete. Dabei entfernten sie hunderte von Schlingenfallen, mit denen Wilderer gerne Wildschweine, Malaienbären und eben auch Tiger fangen. Illegal geschlagenes Holz wurde kubikmeterweise beschlagnahmt und ein Wilderercamp zerstört – eindrückliche Beweise, wie wichtig der unermüdliche Einsatz vor Ort ist.

Hoffnungsschimmer Tigerbabys

Bei der Auswertung der Kamerafallen zeigte sich im Januar ein großer Hoffnungsschimmer für den Tigerschutz: Lief da doch glatt eine Tigermutter mit ihren drei Babys durchs Bild. Eine Sensation! Die Tiger scheinen also doch noch genug Beute und Partner zu finden, so dass sie sich vermehren. Einen besseren Ansporn zum Weiterkämpfen kann es gar nicht geben.

Das Ziel: Bis 2018 soll die Zahl der Tiger in Rimbang Baling auf 30 steigen. 350 neue Kamerafallen werden in diesem Jahr installiert, um das Monitoring zu verbessern und die Schutzmaßnahmen weiter zu verschärfen. Weitere Wildhüter werden ausgebildet und kommen zum Einsatz. Die aus Einheimischen bestehende „Tigerschutzeinheit“ und den „Gemeinde-Trupp“ haben wir in den letzten Monaten nochmals aufgestockt.

Die einheimische Bevölkerung soll noch aktiver in den Tigerschutz eingebunden werden. Mit 13 Dörfern werden alternative Einkommensquellen entwickelt, vor allem durch Ökotourismus. Die Lebensbedingungen der Bevölkerung werden durch Solar- und Biogasanlagen verbessert. Die Dörfer soll dadurch nicht nur „resistenter“ gegen die Wilderei als scheinbar lukratives Geschäft werden – sie sind tragende Säulen im Kampf gegen das Aussterben des Sumatra Tigers. Und können hoffentlich auch eine Brandmauer gegen das Abfackeln des Waldes sein, den sie wie wir alle brauchen. Nicht nur der Tiger.

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Aufklärung

Wir müssen die enorme Nachfrage nach Tigerprodukten stoppen.

Tigerschutz

Wir setzen Ranger ein, die Tiger aus Fallen befreien und Wilderer überführen.

Ausstattung

Wir statten Ranger für den Kampf gegen die Wilderei in Schutzgebieten aus.

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