Ranger in Hwange: Kilometerweit zum Notfall

Im Kampf gegen die Wilderer fehlt es den Rangern in Hwange an Autos, an Kommunikationsmöglichkeiten und nicht zuletzt auch an Kollegen. Der Schutz der Elefanten ist harte Arbeit. Die mangelhafte Ausrüstung erschwert diese erheblich.

Wenn mal wieder ein Elefant die Ernte zertrampelt, dann werden sie gerufen. Oder wenn Wilderer im Park entdeckt werden. Sie müssen auch Wildbestände überprüfen, Besucher betreuen, Schutzmaßnahmen umsetzen und wissenschaftliche Daten sammeln. Die Ranger im Hwange-Nationalpark haben viele Aufgaben.

100 Ranger für 45.000 Elefanten

Der Hwange-Nationalpark misst mit 14.651 km² Fläche fast genau so viel wie das Bundesland Schleswig-Holstein. Hier leben aber 45.000 Elefanten, 5.000 Büffel, 600 Löwen und 150 Wildhunde – beeindruckende Zahlen. Auf der Gegenseite stehen gerade einmal 100 Ranger, deren Job es ist, alles zu beschützen.

Wäre Hwange tatsächlich das Bundesland Schleswig-Holstein, würde ein Ranger im Notfall in seinen Dienstwagen steigen, eine asphaltierte Straße entlang fahren und schnell am Einsatzort sein. Bräuchte er Verstärkung, könnte er sie einfach über sein Mobiltelefon rufen. In kürzester Zeit würden die Kollegen, Veterinäre oder Polizisten zur Hilfe eilen.

Keine Straßen, keine Autos, keine Kommunikation

Für seine tägliche Arbeit hätte er einen Computer, der die gesammelten Daten erfasst und ausrechnet. In einem Büro würde er täglich E-Mails lesen und beantworten, sich so mit Kollegen rund um den Globus austauschen.


Im echten Hwange ist das nicht so einfach, damit angefangen, dass es keine asphaltierten Straßen gibt – persönliche Dienstwagen auch nicht. Ein paar PKW stehen in der Zentrale, der Großteil der Ranger ist jedoch zu Fuß unterwegs. Erste Sendemasten wurden schon installiert und erleichtern zumindest in einigen Gegenden die Kommunikation. Die gesammelten Daten müssen dennoch bearbeitet werden. Dafür stehen dem ganzen Team ein paar Computer zur Verfügung. Mit etwas Glück läuft Strom, mit etwas mehr Glück funktioniert das Internet.

Die Wünsche eines Rangers

Unter diesen Bedingungen ist es fast ein Wunder, was die Ranger in Hwange leisten. “Gerade bei Tieren wie Elefanten, die große Distanzen zurücklegen, brauchen wir Kommunikationsgeräte und Autos”, antwortet Lovelater S. auf die Frage, was sie und ihr Team am dringendsten benötigen. Außerdem wünscht sich die Wissenschaftliche Leiterin des Hwange Nationalparks mehr Kollegen. “Das schwierigste ist, mit den unseren wenigen Leuten, die wir haben, einen so großen Park zu untersuchen und in Stand zu halten.”

Mehr von allem für den Kampf gegen die Wilderer

“Wir brauchen mehr – von allem“, sagt Simon M., der Leiter einer Anti-Wilderei-Einheit. “Unsere Arbeit wird viel effektiver, wenn wir nur ein paar Leute mehr hätten, die gut ausgebildet und ausgerüstet sind.”

Weiterlesen

Unterstütze die Arbeit der Ranger in Simbabwe und rette mit uns zusammen die Elefanten vor den Wilderern.

Ausbildung

Wir schulen Anti-Wilderer-Patrouillen im Hwange-Nationalpark.

Ausrüstung

Wir bauen ein neues Kommunikationsnetzwerk auf.

Ich spende jetzt

Hilf den Elefanten-Rangern mit deiner Spende:

40 € tragen dazu bei, dass wir einen Sendemast mit Breitband-Antenne für die Anti-Wilderei-Patrouillen errichten können.

Ich spende einmalig

Mit 60 € kannst du die eintägige Schulung eines fünfköpfigen Ranger-Teams im Hwange Nationalpark finanzieren.

Ich spende einmalig

300 € kostet ein Funkgerät, das die Kommunikation zwischen den Anti-Wilderei-Patrouillen verbessert.

Ich spende einmalig

Schließe eine feste Freundschaft mit den Elefanten in Afrika. Schon ab 15 € im Monat bist du eine große Hilfe.

Ich werde Pate

Das sollen auch meine Freunde wissen: