Sechs Ranger in Virunga getötet

Es war ein schlimmer Tag in der langen Geschichte des Virunga-Nationalpark: Fünf Ranger und ein Fahrer wurden am Montag, 9. April 2018 getötet. Ein siebtes Team-Mitglied wurde schwer verwundet und wird versorgt. Wie die Verwaltung des Nationalparks mitteilte, wurden die Ranger aus dem Hinterhalt angegriffen, während sie durch das Schutzgebiet patrouillierten. Hintergründe über die Täter sind bislang nicht bekannt. Es wird vermutet, dass es sich um Rebellen handelt, die im Park wilderten.

175 tote Ranger

Der Vorfall lässt die tragische Gesamtzahl gefallener Wildhüter in Virunga auf 175 ansteigen. „Wir sind unglaublich traurig über den Verlust unserer Kollegen“, sagt Chief Warden Emmanuel de Merode, der Direktor des Virunga Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo. „Virunga hat damit außerordentlich tapfere Ranger verloren. Es unerträglich, dass die Ranger in Virunga weiter bei der Verteidigung unserer gemeinsamen Erbes den höchsten Preis überhaupt bezahlen müssen.“

Der Virunga Park wurde 1925 gegründet. Es ist der älteste Nationalpark Afrikas etwa dreimal so groß wie Luxemburg. Gorillas, Elefanten, Flusspferde und unzählige andere Arten: Der Park ist berühmt für die größte Population der gefährdeten Berggorillas. Mit seinen hunderten von bedrohten Arten gelten die Virungas als einer der wichtigsten Orte für den Artenschutz überhaupt.

Verschiedene bewaffnete Gruppen

Virunga ist durch verschiedene bewaffnete Rebellen- und Banditengruppen bedroht, die alle auch an der Wilderei beteiligt sind. In den letzten Monaten droht die Demokratische Republik Kongo wieder zurückzufallen in die Zustände des schrecklichen Bürgerkriegs, der zwischen 1997 und 2003 fünf Millionen Menschen das Leben kostete.

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