Täglich das eigene Leben aufs Spiel setzen

Elefanten und Löwen sind besonders charismatische Tiere. Auch für die Menschen in Simbabwe haben sie große Bedeutung. Der Hwange-Nationalpark ist daher der ganze Stolz des Landes. Diesen zu beschützen, ist die Aufgabe der Wildtier-Ranger. Ein Beruf, der viele Gefahren birgt.

Wenn Wildtier-Ranger Schlagzeilen schreiben, sind diese selten positiv. Dann ist meistens etwas Schlimmes passiert. So wie im August 2015, als eine Gruppe Touristen von einem Löwen im Hwange-Nationalpark angegriffen wurde. Für die Besucher endete der Safari-Schock glimpflich, ihr Wildführer jedoch überlebte diesen Arbeitstag nicht. Die Zeitung feierten ihn als einen Helden. Nun kannte die ganze Welt seinen Namen: Quinn Swales, der Guide, der nur 40 Jahre alt wurde.

Auch der Name des Rangers Lovemore Mpeki Maphosa stand in der Zeitung. Er war 61 Jahre alt und ein alter Hase in seinem Beruf, kannte den Hwange-Nationalpark so gut wie kaum jemand sonst. Im Jahr 2013 wurde er von einem Elefanten auf einer Patrouille getötet.

Aus Liebe zur Natur

Trotz aller Gefahren liebt Simon M. seinen Beruf. Er hat in Südafrika studiert und wurde als Jahrgangsbester ausgezeichnet. Inzwischen arbeitet er als Senior Ranger im Hwange-Nationalpark. Er ist dafür verantwortlich, die Anti-Wilderei-Patrouillen zu koordinieren, Einsätze zu planen und zu organisieren. “Damit jeder Einzelne genau weiß, was er zu tun hat, sagt er.

Im März 2014, vor seiner Zeit in Hwange, verfolgte er Wilderer. Nach über 50 Kilometern konnte er sie mit seinem Team stellen. Diese dachten jedoch nicht daran, sich zu ergeben. Im Gegenteil – sie eröffneten das Feuer. “Da auch wir bereit waren, bis zum Äußersten zu gehen, entwickelte sich eine heftige Schießerei. Ein Wilderer kam dabei ums Leben, ein weiterer wurde schwer verwundet.” Ihm selbst passierte nichts. Im Truck der Wilderer fanden sie Elefantenstoßzähne mit einem Gewicht von fast 700 Kilogramm – ein grausamer Anblick.

Das Erbe von Simbabwe bewahren

Selbst solche Erfahrungen schrecken ihn nicht ab, jeden Tag seinen gefährlichen Beruf auszuüben. “Es macht mich sehr stolz, zum Team zu gehören. Ich wurde dafür ausgebildet und ausgesucht, das Nationalerbe von Simbabwe zu beschützen. Wir sind diejenigen, die es für kommende Generationen bewahren sollen – das fasziniert mich.”

Die Ökologin Lovelater S. vom WWF Simbabwe © WWF

Die Ökologin Lovelater S. vom WWF Simbabwe © WWF


Auch Lovelater S. kennt die Geschichten über die tragischen Unfälle ihrer Kollegen. Sie selbst steckte zum Glück noch niemals in einer wirklich gefährlichen Situation. “Einen verärgerten Elefanten habe ich auch mal erlebt, aber das war es auch schon”, sagt sie. Die Ökologin Lovelater ist wissenschaftliche Leiterin im Hwange-Nationalpark. Oftmals sitzt sie mehrere Tage lang im Feld und zählt Tierbestände, die sich an den Wasserlöcher treffen.

Ranger in Hwange: Niemals etwas anderes tun

“Ich liebe die Natur. Und zu wissen, dass ich dazu beitrage, diese Vielfalt zu erhalten, macht mich stolz und glücklich. Ich glaube, dieses Gefühl könnte mir kein anderer Job auf der Welt geben”, sagt Lovelater.

Lovelater und Simon sind sich einig, dass die Menschen in Deutschland vom Hwange-Nationalpark erfahren müssen. Sie sollten wissen, was die Ranger hier leisten, um dieses Paradies zu bewahren. “Unsere Arbeit wird viel effektiver, wenn wir nur ein paar Leute mehr hätten, die gut ausgebildet und ausgerüstet sind“, sagt Simon. “Wir werden alles dafür tun, die Naturschätze des Hwange-Nationalparks zu erhalten. Aber dafür brauchen wir jede Hilfe, die wir bekommen können.”

Unterstütze die Arbeit der Ranger in Simbabwe und rette mit uns zusammen die Elefanten vor den Wilderern.

Ausbildung

Wir schulen Anti-Wilderer-Patrouillen im Hwange-Nationalpark.

Ausrüstung

Wir bauen ein neues Kommunikationsnetzwerk auf.

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