Wilderei-News

15.12.2017

Kamerun: Die Waldelefanten bluten aus

Großer Elfenbeinfund in Kamerun © Serges Menye
Großer Elfenbeinfund in Kamerun © Serges Menye

Innerhalb weniger Wochen wurden in Kamerun hunderte von Elefantenstoßzähne beschlagnahmt: Gerade Mitte Dezember waren es 256 und 89 Elefantenschwänze, die von Parkrangern des Dja Wildlife Reserve gefunden wurden. Es ist der dritte große Fund in diesem Jahr. Zuvor wurden schon 159 beziehungsweise 158 Stoßzähne sichergestellt. Schon alleine diese Zahlen zeigen die Größenordnung an Wilderei, mit der wir es in Zentralafrika zu tun haben.

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Rentiere © I. Kobilyakov
Rentiere © I. Kobilyakov

Eine der letzten großen Populationen wilder Rentiere ist zur Zielscheibe von Wilderern geworden. In der Region Taimyr im Norden Russlands werden jährlich ca. 80.000 bis 100.000 Tiere getötet. Ranger finden immer wieder wahre Schlachtfelder vor. Die Rentierherden sind stark bedroht und der WWF Russland benötigt unsere Hilfe. Die Tiere werden vor allem aus zwei Gründen gewildert. Die jungen, gut durchbluteten Geweihe sind in der Traditionellen Chinesischen Medizin begehrt. Den Rentieren werden oft bei lebendigem Leib die Geweihe abgeschnitten. Sie verenden qualvoll. Außerdem gelten die Zungen in asiatischen Ländern als Delikatesse.

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Tigerfelle © WWF Canon / Adam Oswell
Tigerfelle © WWF Canon / Adam Oswell

Weltberüchtigt wurde es durch Drogen: Das „Goldene Dreieck“. Jetzt ist das Grenzgebiet zwischen Thailand, Laos und Myanmar einer der weltweit übelsten Umschlagplätze für illegale Wildtierprodukte. Die Gegend beheimatet inzwischen Casinos, Einkaufszentren und Märkte.

Viele Touristen zieht es nach Mong La and Tachilek in Myanmar, in die Grenzregion von Boten oder die „Golden Triangle Special Economic Zone“ in Laos. Es sind vor allem Chinesen und Vietnamesen. Sie finden dort Glücksspiel und Prostitution. Und zu kaufen gibt es dort alles.

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Neu bestimmter Tapanuli-Orang-Utan © Maxime Aliaga
Neu bestimmter Tapanuli-Orang-Utan © Maxime Aliaga

Im Norden der indonesischen Insel Sumatra haben Wissenschaftler eine neue Orang-Utan-Art entdeckt. Die neue Spezies, die nach ihrer Heimatregion auf den Namen Tapanuli-Orang-Utan (Pongo tapanuliensis) getauft wurde, gilt mit nur 800 Individuen nun als die seltenste Menschenaffen-Art der Welt.

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Flusspferde © Pat Anderson
Flusspferde © Pat Anderson

Flusspferde geraten immer stärker ins Visier von Wilderern. Wurden die Tiere früher vor allem wegen ihres Fleisches gejagt, haben es die Hippo-Killer nun verstärkt auf ihre Zähne abgesehen. Die sind nämlich wie die Stoßzähne von Elefanten aus Elfenbein.

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Orang-Utan-Baby © arco images / minden pictures
Orang-Utan-Baby © arco images / minden pictures

Der Lebensraum der Menschenaffen, die ausschließlich auf den Inseln Sumatra und Borneo vorkommen, wird immer enger. In den letzten 30 Jahren fielen mehr als die Hälfte des Orang-Utan-Waldes auf Borneo der Säge oder dem Feuer zum Opfer. Schätzungen des WWF Indonesien von 2016 gehen von nur noch 54.000 Orang-Utans auf Borneo aus. Eine dramatische Entwicklung, die zum Aussterben der Orang-Utans führen wird, wenn wir nichts dagegen unternehmen. Orang-Utans nähern sich immer wieder Dörfern und fressen dort Früchte von den Feldern, weil sie in den verbliebenen zerstückelten und isolierten Regenwäldern nicht mehr genug Nahrung finden. Dies führt einerseits zu Konflikten mit den Dorfbewohnern, andererseits haben Wilderer so leichtes Spiel. Erwachsene Orang-Utans werden getötet, ihr Fleisch gegessen oder weiterverkauft. Junge Orang-Utans hingegen sind eine begehrte Ware auf dem illegalen Weltmarkt für Wildtiere.

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Spitzmaulnashorn in Südafrika © Martin Harvey / WWF
Spitzmaulnashorn in Südafrika © Martin Harvey / WWF

Auch am 22. September, dem Welt-Nashorn-Tag, sterben wieder zu viele Nashörner einen sinnlosen Tod durch Wilderei. Jeden Tag werden allein in Südafrika drei Nashörner getötet – mehr als tausend im Jahr. Die seltenen Dickhäuter sind massiv von der Wildereikrise betroffen, die Afrika vor rund zehn Jahren erfasst hat. Über 7100 der Tiere fielen der illegalen Jagd kontinentweit seitdem zum Opfer. „Die Wildtiermafia fällt in die ländlichen Gebieten ein, wo der Staat an vielen Fronten überfordert ist. Trotz erheblicher Bemühungen fehlen oftmals die Ressourcen, um es mit den hochgerüsteten Banden aufzunehmen“, sagt Katharina Trump, Referentin für Wildartenkriminalität beim WWF Deutschland.

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Konfisziertes Elfenbein in Vietnam © Jamie Cotten / WWF
Konfisziertes Elfenbein in Vietnam © Jamie Cotten / WWF

Über 20.000 Elefanten werden pro Jahr in Afrika wegen ihrer Stoßzähne getötet. In vielen Regionen des Kontinents sind die Tiere deswegen nur noch selten anzutreffen – und das wirkt sich mittlerweile auch auf das lokale Geschäft mit dem Elfenbein aus. Das zeigt eine Studie von TRAFFIC mit Unterstützung des WWF über die lokalen Märkte in fünf zentralafrikanischen Ländern. Dort ist der Preis des „weißen Goldes“ in den letzten zehn Jahren um 20 bis 60 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Menge des offen angebotenen Elfenbeins deutlich zurückgegangen. Stattdessen beobachten die Umweltschützer eine Verlagerung des Handels in den Untergrund und ein Fokus auf den Export des Roh-Elfenbeins nach Asien, wo sich höhere Erlöse erzielen lassen.

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Die Natur im Fadenkreuz – auch in Deutschland. Streng geschützte Wildtiere wie Wölfe, Luchse oder Greifvögel stehen auf der Abschussliste von Kriminellen. Wer sind diese Täter? Warum werden sie nur äußerst selten gefasst? Und was treibt sie an? Bitte hilf dem WWF, Fälle von Straftaten gegen geschützte Wildtiere aufzuklären.

Teile uns deine Beobachtungen oder Verdachtsmomente mit, auch anonym! Dafür steht die Telefonnummer 0800 – 1020 340 oder das Meldeformular zur Verfügung.

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Zero Poaching © WWF / James Morgan
Zero Poaching © WWF / James Morgan

Im Rahmen unserer Wilderei-Arbeit befragen wir die deutsche Bevölkerung, um mehr über das Wissen und die Einstellung gegenüber der Wildarten-Kriminalität zu erfahren.

Wir möchten alle Interessierten herzlich dazu einladen, an dieser Umfrage teilzunehmen. Es dauert nur wenige Minuten und erfolgt anonymisiert. Das Ziel der Umfrage ist, unsere Arbeit noch besser gestalten zu können. Aufgelöst werden die Fragen am Ende übrigens nicht.

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Elfenbeinzerstörung im Central Park © John Angelillo / picture alliance / newscom
Elfenbeinzerstörung im Central Park © John Angelillo / picture alliance / newscom

Im Central Park, mitten im Herzen New Yorks, wurde am 4. August ein deutliches Zeichen gegen die außer Kontrolle geratene Elefanten-Wilderei gesetzt. Insgesamt wurden rund zwei Tonnen Elfenbein im Wert von 4,5 Millionen US-Dollar zunächst aufgebahrt und anschließend für immer zerstört. Unzählige kleinere und größere Skulpturen, Schmuckstücke, Devotionalien und Accessoires wurden in einer Presse zermahlen. Darunter befanden sich auch zwei kunstvoll geschnitzte Elfenbeintürme im Wert von 850.000 Dollar.

Die Stadt New York will mit dieser symbolischen Aktion deutlich machen, dass der Elfenbeinschmuggel eine Straftat ist und dass Stoßzähne keine Schmuckstücke sind, außer an einem lebenden Elefanten. Das zerstörte Elfenbein wurde von Behörden im Jahr 2015 während verschiedener Razzien auf New Yorker Schwarzmärkten aufgegriffen.

Tiger © iStock / Getty Images
Tiger © iStock / Getty Images

Nicht nur am 29. Juli, dem Welt-Tiger-Tag, sollten wir an die majestätischen Raubkatzen denken. Denn täglich ist das Leben der letzten freilebenden Tiger in Gefahr. Der illegale Handel mit Tigerprodukten hat weiterhin Hochkonjunktur. Tiger werden getötet, verstümmelt und als vermeintliche Apotheke ausgeschlachtet! Die Lage in den südostasiatischen Tigerstaaten Indonesien, Malaysia, Thailand und Myanmar ist besonders kritisch.

Doch es gibt Hoffnung: In Bhutan, Nepal und Russland zeigt unsere langjährige Tiger-Schutzarbeit Wirkung. Die Tiger vermehren sich langsam wieder. Auch in Indien geht es bergauf. Das ist vor allem den Rangern zu verdanken, die sich jeden Tag teilweise unter schwierigsten Bedingungen für das Überleben der Tiger einsetzen.

Erfahre mehr über das Leben der Ranger in den WWF-Schutzgebieten und schütze Tiger!

Ranger © Ranjan Ramchandani / WWF
Ranger © Ranjan Ramchandani / WWF

In den 1950er Jahren erlangten die Eastern Plains Berühmtheit als „Serengeti Asiens“. Tiger, Leoparden, Elefanten, sogar der legendäre Waldochse, das Kouprey, waren hier beheimatet. Doch seitdem ist in Kambodscha viel passiert – wilde Tiger wurden hier zuletzt im Jahr 2007 gesichtet, das Kouprey ist schon viel länger ausgestorben. Die Regierung Kambodschas hat nun einen ehrgeizigen Plan entwickelt: das Land der Khmer soll bis zum Jahr 2022 wieder Tigerland werden.

Deshalb wird die Arbeit der Ranger umso wichtiger. Jeder Einzelne wird benötigt, um das Schutzgebiet zu bewachen. Denn „Wildlife Crime“ – also Wilderei, Schmuggel und illegaler Handel mit wilden Tieren und Pflanzen – ist außer Kontrolle geraten. Spezialisierte Banden hinterlassen derzeit eine regelrechte Spur der Zerstörung in der sogenannten „Eastern Plains“-Landschaft, dem besterhaltenen Trockenwald-Gebiet der Mekong-Region – also der Länder Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam.

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Tigerfellverbrennung © WWF Nepal
Tigerfellverbrennung © WWF Nepal

Je seltener die Tiere sind, desto höhere Preise erzielen sie auf Schwarzmärkten – ganz egal, ob es sich dabei nur um Teile von ihnen handelt. Nepal gilt seit einigen Jahren als Vorreiter im Kampf gegen die Wilderei. Nun hat der Himalaja-Staat erneut ein starkes Zeichen für den Artenschutz gesetzt und über 4000 konfiszierte Wildtierteile verbrannt – darunter auch zahlreiche Tigerfelle. Teile von insgesamt 48 verschiedenen, streng geschützten Tierarten wurden dabei angezündet.

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Walhai und Taucher © Jürgen Freund / WWF
Walhai und Taucher © Jürgen Freund / WWF

Bereits jede vierte Hai- und Rochenart ist vom Aussterben bedroht. Häufigster Grund: rücksichtslose Überfischung. Zugleich wird das Tauchen und Schnorcheln mit diesen Tieren immer beliebter und ist heutzutage eine Millionen Euro schwere Industrie. Dies erzeugt zusätzlichen Druck, kann aber auch positive Effekte entfalten. Der WWF hat zusammen mit Project Aware und Manta Trust den ersten weltweiten Verhaltenskodex für nachhaltigen Tourismus mit Haien und Rochen veröffentlicht.

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Schneeleopard © naturepl.com / Francois Savigny / WWF
Schneeleopard © naturepl.com / Francois Savigny / WWF

Der WWF hat in Russland die äußerst seltenen Schneeleoparden gezählt. Ergebnis: Insgesamt 43-47 Individuen der Großkatzen liefen den Umweltschützern in die Kamerafallen. Auf Basis dieser Zahlen schätzt der WWF die Gesamtzahl an Schneeleoparden im Land auf 70 Tiere und damit als stabil ein. „Die Schneeleoparden haben sich in Russland behauptet“, freut sich Markus Radday, Fachmann für Großkatzen beim WWF Deutschland. „70 Tiere sind aber immer noch eine sehr geringe Zahl. Wir müssen weiter an ihrem Schutz arbeiten und vor allem die Wilderei stoppen. Sowohl Schneeleoparden fallen ihr zum Opfer, aber auch Bergziegen, ihre wichtigsten Beutetiere.“

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Beschlagnahmtes Elfenbein © James Morgan / WWF
Beschlagnahmtes Elfenbein © James Morgan / WWF

Das EAGLE-Network (Eco-Activists for Governance and Law Enforcement) bringt Wilderer hinter Schloss und Riegel. Wir haben mit dem Mitbegründer Alain Ononino gesprochen, der erklärt warum er dafür James-Bond-Ausrüstung braucht.

„Wir dürfen uns bei der Bekämpfung der Wilderei nicht darauf beschränken, Tiere zu schützen. Man muss sich Wege überlegen, wie man am effektivsten Wilderei bekämpft. Sind die gut, schützt man sehr viele Tiere damit. In enger Zusammenarbeit mit dem EAGLE-Network versuchen wir es den Wilderern und Schmugglern möglichst schwer zu machen – und sie möglichst vor Gericht verurteilen zu lassen.“

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Sogar Elefantenkälber werden in Myanmar für ihre Haut gewildert © Aung Myo Chit CRC / SCBI
Sogar Elefantenkälber werden gewildert © Aung Myo Chit CRC / SCBI

Ein Hilferuf ereilt uns vom WWF Myanmar: Elefanten werden wegen ihrer Haut grausam gewildert. Es leben nur noch 2000 wilde Elefanten. Wenn wir jetzt nicht handeln und die Wilderei weiter voranschreitet, werden die Elefanten in ein bis zwei Jahren aussterben. Die Elefanten werden mit Giftpfeilen gejagt und verenden nach ein bis zwei Tagen. Ihr Tod ist langsam und qualvoll – vor allem aber sinnlos. In Myanmar und China wächst der Irrglaube, dass Elefantenhaut bei Hautkrankheiten hilft. Die Wilderer ziehen den Elefanten die Haut ab und verkaufen sie auf dem Schwarzmarkt. Seit 2013 wurden 110 gehäutete Elefanten gefunden. In den ersten Monaten 2017 waren es bereits zwanzig grausam getötete Tiere in den wichtigsten Rückzugsgebieten Bago Yoma und Ayeyarwady. Die Wilderei muss gestoppt werden!

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Elefanten in der Serengeti © Donna Archer
Elefanten in der Serengeti © Donna Archer

In fast der Hälfte aller UNESCO-Weltnaturerbestätten werden bedrohte Arten gewildert, wird illegal Holz geschlagen oder illegal gefischt. Bereits vierzehn Stätten stehen auf der Liste des Welterbes in Gefahr. Das zeigt die am Dienstag veröffentlichte WWF-Studie „Not for Sale“. Die Naturschutzorganisation ruft daher weltweit zur engeren Zusammenarbeit im Kampf gegen den illegalen Handel mit Tier- und Pflanzenarten auf. Die internationale Staatengemeinschaft dürfe nicht tatenlos dabei zusehen, wie Wilderer das Welterbe plündern und ausrauben, so die Warnung des WWF. Mehr zum Report >>>

Gehandeltes Nashorn in Vietnam © Robert Patterson / WWF Canon
Gehandeltes Nashorn in Vietnam © Robert Patterson / WWF Canon

Das Moratorium zum Verbot des nationalen Nashorn-Horn Handels wurde gestern vom südafrikanischen Verfassungsgericht gekippt. Innerhalb Südafrikas darf jetzt mit den Hörnern gehandelt werden. Sogar eine Legalisierung des Exports ins Ausland für den privaten Gebrauch ist im Gespräch. Der WWF findet das falsch.

„Die Entscheidung ist ein schwerer Rückschlag für den Schutz der Nashörner und wird die Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Handels erheblich erschweren“, kritisiert WWF-Expertin Katharina Trump. Das Urteil geht zurück auf die Klage zweier Farmer, die ihre Bestände an Nashorn-Horn verkaufen möchten. Die Befürworter argumentieren, dass ein freier nationaler Handel den Schutz der Tiere unterstützen könne.

Der WWF hält das für fadenscheinig. Wenn der Handel in Südafrika legalisiert wird und es Möglichkeiten für den Export gibt, droht sich ein Schlupfloch für den Handel mit illegalem Horn in die asiatischen Abnehmerländer zu öffnen – ähnlich wie beim Elfenbeinhandel. Durch die Möglichkeit legaler Exporte wird es erheblich schwerer, den illegalen Handel zu unterbinden. Ein kommerzieller Handel auf internationalem Niveau bleibt weiterhin durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES verboten. Mehr zum Nashorn >>>

Gewilderter Elefant © WWF
Gewilderter Elefant © WWF

Eine Schnitzerei aus Elfenbein? Arznei aus Tigerknochen? Oder eine Prise Nashornpulver, um den Brummschädel nach der langen Partynacht zu bekämpfen? Vor allem in Asien boomt die Nachfrage nach solchen Produkten. Die astronomischen Preise, die dafür auf dem Schwarzmarkt gezahlt werden, machen den illegalen Handel mit bedrohten Arten enorm lukrativ. Zusammen mit illegalem Holzeinschlag und anderen Umweltverbrechen gehört die Wildartenkriminalität zum viertgrößten Verbrechen weltweit, hinter dem Handel mit Drogen, Warenfälschungen und Menschen. Allein der weltweite Umsatz mit dem illegalen Verkauf von Wildarten liegt Schätzungen zufolge jedes Jahr bei 9–23 Milliarden US-Dollar. Jährlich fallen dem Handel unzählige Tiere und Pflanzen zum Opfer: 2016 wurden rund 20.000 afrikanische Elefanten und allein in Südafrika über 1000 Nashörner für ihre Körperteile getötet. Vom meistgehandelten Säugetier weltweit, dem Schuppentier, wurden Schätzungen zufolge zwischen 2000–2016 durchschnittlich unglaubliche 70.000 Individuen im Jahr für den illegalen Markt gewildert. Erfahre mehr >>>

Rotkehlchen © iStock / Getty Images
Rotkehlchen © iStock / Getty Images

Allein im Herbst 2016 sollen Wilderern auf der beliebten Ferieninsel Zypern 2,3 Millionen Singvögel zum Opfer gefallen sein. Vor allem Mönchsgrasmücken und Rotkehlchen wurden illegal gefangen und als Delikatesse namens „ambelopoulia“ serviert. Zypern ist für viele Zugvögel ein Zwischenstopp zwischen Europa und Afrika. Sie werden mit Netzen oder Leimruten gefangen. Laut den NGOs BirdLife Cyprus und Britain’s Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) ist die Wilderei so schlimm wie noch nie, Tendenz steigend. Am meisten gewildert wird auf der britischen Militärbasis Dhekelia. Umweltschutzgruppen fordern von der britischen Regierung ein schärferes Vorgehen. Das britische Verteidigungsministerium plant nach eigenen Angaben, mit verschärften „Verhaftungen, Beschlagnahmungen und Strafen“ gegen die Wilderer vorzugehen.

Glasaale © iStock / Getty Images
Glasaale © iStock / Getty Images

Die Zöllner am Londoner Flughafen Heathrow staunten nicht schlecht, als sie beim Blick in den Spezialkoffer eines Reisenden eine halbe Million Glasaale entdeckten. Schwarzmarktwert in Asien: über 1,1 Millionen Euro. Aus dem einstigen Arme-Leute-Essen ist eine begehrte Delikatesse nicht nur in Europa, sondern auch in Asien geworden. Der Aal gilt inzwischen als so stark bedroht, dass die EU 2010 den Export verboten hat. Der Europäische Aal ist auf Anhang II des Washingtoner Artenschutzabkommen gelistet: Er darf in die EU weder ein- noch ausgeführt werden. Doch der illegale Handel blüht. Griechische und spanische Behörden hoben ein kriminelles Netzwerk aus, das allein im vergangenen Jahr zehn Tonnen Aale illegal nach China exportiert haben soll. Bei Durchsuchungen in Griechenland und Spanien wurden 17 Personen festgenommen sowie zwei Tonnen Aale, Luxusautos sowie großen Mengen Bargeld und Gold beschlagnahmt. Das Netzwerk hatte Aale in vier Ländern gekauft, in den legalen Markt eingeschleust, mit falschen Dokumenten versehen und schließlich über Griechenland illegal als „Frischfisch“ nach Asien exportiert. Die Fälle machen deutlich, dass Wilderei leider auch mitten in Europa alltäglich ist.

Nashorn-Beschlagnahmung © Imago
Nashorn-Beschlagnahmung © Imago

Innerhalb nur weniger Tage haben Zollfahnder und Strafvollzugsbehörden in Asien und Afrika gleich mehrere große Mengen an Nashorn und Elfenbein aufgegriffen. Die aktuellen Fälle mit Verbindungen zwischen Thailand, Vietnam, Gambia, Malawi und Kamerun dokumentieren eindrucksvoll, wie vernetzt die Wildtiermafia arbeitet.

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Breitmaulnashorn © James Morgan / WWF USA
Breitmaulnashorn © James Morgan / WWF USA

In einem Pariser Zoo wurde ein Nashorn getötet und sein Horn abgesägt. Selbst in Europa sind die stark bedrohten Tiere nicht mehr vor Wilderern sicher. Dazu erklärt Katharina Trump, Wilderei-Expertin beim WWF Deutschland: „Die Nachricht von einem erschossenen Nashorn in einem Zoo bei Paris, dem mit der Kettensäge ein Horn abgetrennt wurde, schockiert uns. Nachdem vor einigen Jahren in europäischen Museen Hörner gestohlen wurden, hat die Skrupellosigkeit der Arten-Mafia ein neues Ausmaß erreicht. Europa darf nicht zum Drehkreuz für Wilderer werden. Die vermehrten, großen Aufgriffe von illegalem Elfenbein in ganz Europa und der nun aktuelle Fall eines erschossenen Zootieres sind extrem alarmierend. Bisher ist die Datenlage unklar und wir wissen zu wenig, um die Größe und Brisanz des Problems einschätzen zu können. Jedoch ist jedes gewilderte Nashorn, ob im Zoo oder in der freien Wildbahn, ist ein totes Nashorn zu viel.

Boniface Matthew Maliango © Terra Mater Factual Studios
Boniface Matthew Maliango © Terra Mater Factual Studios

Wilderei hat viele Gesichter, auch bei den Tätern. Es sind eben nicht nur die armen Teufel, die aus großer Not zum Gewehr greifen. Im Hintergrund stehen hartgesottene Kriminelle. Einer der schlimmsten wurde jetzt in Tansania zu einer hohen Haftstrafe verurteilt.

Man nennt ihn „Shetani“ – den Teufel. Laut lokaler Naturschutzorganisationen ließ er als Kopf mehrerer Wilderei-Syndikate tausende Elefanten wegen ihres Elfenbeins töten. Boniface Matthew Maliango, so sein richtiger Name, war gerade dabei, 118 Stoßzähne zu schmuggeln, als er gefasst wurde – vor laufender Kamera.

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Die Felle gewilderter Tiger in der Amur-Region © WWF Russland
Die Felle gewilderter Tiger in der Amur-Region © WWF Russland

In Russland muss ein Wilderer erstmals eine hohe Geldstrafe von 150.000 US-Dollar zahlen. Er hatte sechs Amur-Tiger sowie zahlreiche Bären und Vögel illegal gejagt und getötet. Der Prozess gegen den Mann dauerte fast fünf Jahre und beinahe wäre der Wilderer sogar straffrei davongekommen, da das Bezirksgericht sein Vergehen als verjährt einstufte. Das Landesgericht von Primorsky verurteilte den Wilderer dann aber glücklicherweise doch noch zu einer hohen Geldstrafe von 150.000 US-Dollar. Es ist das erste Mal, dass in Russland eine Strafe dieser Größenordnung für Wilderei verhängt wurde – ein großer Erfolg für den Naturschutz und das russische Umweltrecht.

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Larvenroller in der Schlingfalle © WWF Vietnam
Larvenroller in der Schlingfalle © WWF Vietnam

Die vietnamesische Provinz Thua Thien Hue ist ein Hotspot sowohl der Artenvielfalt als auch der Wilderei. Hier leben zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tierarten. Ihr Fleisch ist für viele reiche Geschäftsleute eine Delikatesse und der Verzehr gilt als Statussymbol. Kein Wunder also, dass die Wilderei in den Schutzgebieten rasant zunimmt.

Flächendeckend legen Wilderer grausame Schlingfallen aus, mit denen sie alles erlegen, was in den Wäldern zu kriegen ist. Seit Beginn unseres Engagements in Vietnam stärken wir darum gezielt die Wildhüter. Denn sie sind unsere wichtigsten Verbündeten beim Schutz der großen Artenvielfalt in dieser Region. In den letzten sechs Jahren haben sie 86.584 Fallen aus den Wäldern geholt.

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Wann genau der Geburtstag ist, wissen wir nicht. Aber am Morgen des 25. Januars 2016 sahen unsere WWF-Mitarbeiter Gorilla-Mama Malui im dichten Regenwald mit einem Baby auf dem Arm. Kurz darauf die noch größere Überraschung: Malui säugte zwei Babys an ihrer Brust. Zwillinge bei unserer Gorilla-Gruppe im WWF-Projektgebiet Dzanga-Sangha! Eine Sensation, denn bei Gorillas sind Mehrlingsgeburten noch seltener als bei Menschen.

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Wilderei ist nach wie vor einer der größten Bedrohungen für den Amur-Tiger. Dieser junge Tiger wurde schwer verwundet gefunden. Offenbar gelang es ihm nur knapp, Wilderern zu entkommen. Das etwa fünf bis sieben Monate alte Jungtier wurde in die Auffangstadion Alekseevka gebracht und dort versorgt. Sein Zustand ist ernst. Jetzt liegt er in der Quarantänebox und wird rund um die Uhr überwacht.

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Diese Schneeleoparden-Babys sind nicht nur unglaublich niedlich: Sie sind eine Weltpremiere. Noch nie zuvor wurde eine Vierlingsgeburt bei Schneeleoparden in der freien Natur beobachtet oder gar dokumentiert. Die sensationellen Aufnahmen wurden von einer WWF-Kamerafalle im Altai-Gebirge der Westmongolei aufgenommen, südlich der Provinzhauptstadt Khovd – wenige Kilometer entfernt von den Jargalant-Bergen, wo der WWF Mongolei in den letzten Jahren Schneeleoparden besenderte.

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Elfenbein © Folke Wulf / WWF
Elfenbein © Folke Wulf / WWF

China wird den nationalen Handel mit Elfenbein und dessen Verarbeitung bis Ende 2017 komplett verbieten. Das gab der Staatsrat der Volksrepublik am Freitag in Peking bekannt. Der WWF begrüßt die Entscheidung als Meilenstein für den Elefantenschutz: „China ist heute der weltweit größte legale Elfenbeinmarkt. Seine Schließung ist eine wichtige Voraussetzung, um das Abschlachten der Elefanten aufzuhalten. Es ist auch ein wichtiges Signal an die weltweit organisierte Wilderei, dass ihr Geschäft keine Zukunft hat“, so Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. Erfahre mehr >>>

Neben China hat auch Hong Kong bereits Anfang Dezember seinen Plan zur Schließung der nationalen Elfenbeinmärkte offiziell bestätigt: bis Ende 2021 soll hier der Handel mit Vorerwerbs-Elfenbein komplett verboten werden.

Teilnehmer des Anti-Wilderei-Trainings für Staatsanwälte in Mozambique © WWF
Teilnehmer des Anti-Wilderei-Trainings für Staatsanwälte © WWF

Bei der Verfolgung von Wilderern fehlt es im bitterarmen Mosambik oft an vielem. Nicht nur an Rangern oder Ausrüstung. Häufig scheitert Wildereibekämpfung aber auch an der fehlenden Strafverfolgung. Mal fehlen Polizisten, mal Gesetze, mal schlicht Wissen. In Mosambik bildet der WWF jetzt Staatsanwälte weiter.

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Gorilla-Dame Wusa wird medizinisch versorgt © C. Whittier / WWF
Gorilla-Dame Wusa wird medizinisch versorgt © C. Whittier / WWF

Wilderer jagen in den Wäldern um das WWF-Projekt Dzanga-Sangha auch mit Schlingenfallen. Verfangen sich Gorillas darin, ist es für sie oft das Todesurteil. Außer sie haben Schutzengel – wie Gorillaweibchen Wusa. Wusa konnte sich zwar aus der Schlinge befreien, doch die Drahtschlinge hatte sich tief in das Handgelenk des Menschenaffen geschnitten und schnürte ihren Arm ab. Die klaffende Wunde fing an sich zu entzünden. Eine Verletzung dieser Art führt häufig zum völligen Absterben der gesamten Hand, kann eine Blutvergiftung nach sich ziehen und letztlich das Todesurteil für den Gorilla bedeuten.

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Tiger-Verdopplung durch Straßenbau gefährdet © Indraneel Dani
Tiger-Verdopplung durch Straßenbau gefährdet © Indraneel Dani

Im Jahr 2010 beschlossen alle 13 Tiger-Staaten, bis 2022 die wildlebenden Tiger zu verdoppeln. Jetzt ist Halbzeit und es sieht gut aus für das große Ziel. Nun zeigt eine aktuelle Studie, dass die erhoffte Tigerverdopplung stark gefährdet ist: Lineare Infrastrukturen – dazu gehören vor allem Straßen, aber auch Eisenbahnlinien, Pipelines, Leitungen, Zäune und Kanäle – bedrohen nicht nur das Ziel der Tigerverdopplung, sondern sie gefährden auch den grundsätzlichen Fortbestand der Tigerpopulationen.

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Monitoring mit Wärmebildkamera © James Morgan / WWF USA
Monitoring mit Wärmebildkamera © James Morgan / WWF USA

Mithilfe von Wärmebildkameras und einer speziellen Computersoftware konnte der WWF in Ostafrika in den letzten Monaten zahlreiche Wilderer aufspüren. Die Ranger bekommen mit den Kameras und der Software nun die Hilfe, die sie so dringend benötigen. Selbst bei absoluter Finsternis können sie Wilderer nun bis auf eine Meile Entfernung entdecken. Wir zeigen dir, wie die moderne Technologie den Rangern bei ihrer Arbeit hilft.

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Prinz William auf der Conference on the Illegal Wildlife Trade
Prinz William auf der Conference on the Illegal Wildlife Trade

Die Conference on the Illegal Wildlife Trade in Hanoi war die Dritte in Folge im Verlauf der letzten drei Jahre, die ausschließlich die Themen Wilderei und illegaler Artenhandel thematisierte. An der Konferenz nahmen über 40 Regierungsvertreter teil und es wurden Selbstverpflichtungen zum gemeinsamen Kampf gegen die Wilderei und den illegalen Artenhandel bestärkt.

Auch Prinz William, der Herzog von Camebridge und britische Thronfolger, gehörte zu den Konferenzteilnehmern und hielt einen bewegende Rede

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Beschlagnahmtes Tigerfell © WWF Indonesien
Beschlagnahmtes Tigerfell © WWF Indonesien

In Indonesien wurden zwei Wildtierhändler aufgegriffen, die illegal Tigerfelle schmuggeln und verkaufen wollten. Ein wichtiger Erfolg und ein Signal für andere Händler und die Wilderer, dass man ihnen auf den Fersen ist. Die Täter wurden zu je vier Jahren Haft und mehreren Tausend Euro Strafe verurteilt. Ein vom WWF Indonesien ins Leben gerufenes Wildlife Crime Team hat mit Undercover-Einsätzen dazu seinen Beitrag geleistet.

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Konfisziertes Elfenbein in Vietnam © Jamie Cotten / WWF
Konfisziertes Elfenbein in Vietnam © Jamie Cotten / WWF

In der kleinen Stadt Nhi Khe in Vietnam wurde nach einjährigen Ermittlungen ein riesiger Markt für illegale Wildtierprodukte aufgedeckt: Teile von bis zu 900 Elefanten, 580 Nashörnern und 225 Tiger wurden dort gefunden. Doch trotz handfester Beweise hat die Regierung von Vietnam bislang zu wenig getan, um dem Handel ein Ende zu setzten. Der Druck auf die Regierung soll nun durch eine Anhörung in Den Haag erhöht werden.

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Elefanten in Selous © Martin Harvey / WWF
Elefanten in Selous © Martin Harvey / WWF

Unsere #SaveSelous Kampagne läuft nun seit einigen Monaten sehr erfolgreich: Über 125.000 Menschen haben schon für das bedrohte Weltnaturerbe Selous unterschrieben.

Jetzt erreichen uns sehr positive Nachrichten aus Tansania. Präsident John Magufuli persönlich hat angekündigt, die Wilderei zukünftig stärker zu bekämpfen. Erst im Oktober wurden 50 Stoßzähne beschlagnahmt und acht Verdächtige festgenommen.

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WWF-Souvenirratgeber
WWF-Souvenirratgeber © Robert Guenther / WWF

Wer verreist, bringt gerne etwas mit zurück: Erinnerungen, Fotos, Souvenirs. Doch Vorsicht: Wenn die Andenken von geschützten Tieren oder Pflanzen stammen, ist die Freude meist von kurzer Dauer! Denn wer illegale Souvenirs einführt, muss mit einer hohen Geld- oder sogar Haftstrafe rechnen. Abgesehen von den Konsequenzen für die Urlaubskasse drohen auch schwerwiegende ökologische Folgen.

Hilf mit, die Natur im Reiseland zu erhalten. Mit dem Kauf unbedenklicher Souvenirs kannst du den lokalen Markt unterstützen. Das dient der Natur und den Menschen.

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Tigerbaby, das von Schmugglern von Thailand nach Laos gebracht und entdeckt wurde © James Morgan / WWF
Tigerbaby, das von Schmugglern von Thailand nach Laos gebracht und entdeckt wurde © James Morgan / WWF

Der illegale Handel mit Tigern und Tigerprodukten ist eine existentielle Bedrohung für diese seltenen Tiere. Das Geschäft floriert sowohl mit Wild- als auch Zuchttieren. Die zuständigen Regierungen haben wiederholt versprochen, Tigerfarmen zu schließen. Doch passiert ist wenig. So heizen diese Qualzuchtanlagen den illegalen Handel weiter an und bedrohen auch verbliebenen wilden Populationen. Auf der derzeit in Südafrika stattfindenden CITES-Artenschutzkonferenz wollen Umweltschützer insbesondere China, Vietnam, Thailand und Laos zum Handeln drängen, einen klaren Zeitplan für die Schließung ihrer Tigerfarmen vorzulegen. Erfahre mehr

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Schuppentier © Meg Gawler / WWF
Schuppentier © Meg Gawler / WWF

Schuppentiere sind die meist-geschmuggelten Säugetiere der Welt. Auf der Artenschutzkonferenz (CITES) haben sich Experten dafür ausgesprochen, den kommerziellen, internationalen Handel mit allen acht Schuppentier-Arten zu verbieten. Die Tiere sollen in die höchste Schutzkategorie aufgenommen werden. Schuppentiere sind einzigen Säugetiere auf der Welt, deren Körper mit scharfkantigen Hornschuppen gepanzert ist. Fühlen sich Schuppentiere bedroht, rollen sie sich zu einer Kugel zusammen. Gegen ihren größten Feind, den Wilderer, hilft ihnen das allerdings wenig. Schuppentiere sind leichte Beute, weil sie nicht besonders schnell sind und bei Gefahr zusammengerollt liegenbleiben. Wilderer müssen sie nur einsammeln.

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Die grassierende Wildereikrise spielt sich nicht nur in Asien und Afrika ab, sondern auch direkt vor unserer Haustür. Es war einer der spektakulärsten Aufgriffe des deutschen Zolls in Sachen Artenschutz. Die Beamten beschlagnahmten mehr als 1,2 Tonnen Elfenbein. Ein Teil wurde bereits im Frühjahr 2016 am Berliner Flughafen Schönefeld sichergestellt. Die beschlagnahmten Container waren auf dem Weg nach Vietnam. Die andere Hälfte entdeckten die Einsatzkräfte im Spätsommer bei einer Razzia in einem kleinen Dorf im Hunsrück. Dort erwischten sie die vermeintlichen Schmuggler auf frischer Tat.

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Nashorn in im Chitwan Nationalpark © Madhav Khadka / WWF Nepal
Nashorn in im Chitwan Nationalpark © Madhav Khadka / WWF Nepal

In Nepal, einem der ärmsten Länder der Welt, wurde seit 2014 kein einziges Tier mehr illegal getötet. Und schon seit 2011 kein einziges Nashorn mehr gewildert. Ein riesiger Erfolg der Zusammenarbeit von Regierung, Armee, Bevölkerung und Umweltschutzorganisationen wie dem WWF.

Doch der Kampf gegen die Wilderei muss jeden Tag, jede Nacht, jede Minute neu geführt werden. In der Nacht des 19. August hat Nepal diesen Kampf gegen die Wilderer seit langer Zeit wieder einmal verloren.

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Elefant © GaryRoberts Photography / Alamy-Stock-Photo
Elefant © GaryRoberts Photography / Alamy-Stock-Photo

Die Zahl der afrikanischen Savannenelefanten ist in den letzten Jahren um fast ein Drittel zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer großen Elefantenzählung, die in 18 afrikanischen Ländern durchgeführt wurde. Der Zensus zeigt wie dramatisch es um Afrikas Elefanten bestellt ist. Aus vielen Regionen könnten Elefanten in naher Zukunft verschwunden sein. Hauptbedrohung der Elefanten ist die Wilderei, die von international agierenden Banden organisiert wird.

Beispielhaft für die dramatische Entwicklung der afrikanischen Elefanten steht das Weltnaturerbe Selous in Tansania. In weniger als 40 Jahren ist die Population der Region um 90 Prozent gesunken.

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Vaquita © Chris Johnson
Vaquita © Chris Johnson

Vaquitas sind sehr selten. Es gibt nur eine einzige Population weltweit. Im Golf von Kalifornien in Mexiko leben nur noch knapp 60 Tiere, die akut bedroht sind. Die Fischerei hat sie an den Rand des Aussterbens gebracht. Eine Bedrohung ist die illegale Totoaba-Fischerei. Wilderer jagen den seltenen Fisch wegen seiner Schwimmblase, die als Delikatesse einen Marktpreis von 1000 Dollar erzielt. Viele Stellnetze der illegalen Totoaba-Fischerei gehen verloren und treiben unkontrolliert im Lebensraum der Vaquitas. Diese Geisternetze müssen sofort entfernt werden, sonst sterben die letzten Vaquitas in wenigen Jahren aus. Der WWF Deutschland und WWF Mexiko setzen alles daran, um dies zu verhindern.

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Bushmeat © Oliver Nelson / WWF-DR-Kongo
Bushmeat © Oliver Nelson / WWF-DR-Kongo

Es war ein grausamer Fund, den zwei Eco-Guards in der Nähe des Salonga-Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo machen mussten. Durch Zufall entdeckten die beiden Wildhüter zwei herrenlose Boote, an Bord insgesamt 700 große Stücke Buschfleisch. Darunter verschiedene kleine bis große Antilopenarten und auch Affen. Von den Besitzern der Boote fehlte jede Spur. Bei einem Fund dieser Größenordnung kann man davon ausgehen, dass das gewilderte Fleisch nicht für den eigenen Verzehr bestimmt war, sondern für den illegalen Handel. Um auszuschließen, dass das Buschfleisch oder Teile davon nach der Konfiszierung zum Beispiel durch Diebstahl wieder auf den Markt gelangen, wurde der Fund so schnell wie möglich unter Aufsicht des Nationalpark-Teams verbrannt.

Ranger © Greg Armfield / WWF UK
Ranger © Greg Armfield / WWF UK

Zum World Ranger Day hat der WWF die Situation von Rangern in 40 Ländern untersucht. Mindestens 107 Ranger sind in den vergangenen zwölf Monaten weltweit bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ums Leben gekommen. Die größte Gefahr geht von bestens ausgerüsteten Wilderern aus. Im Feld stehen die Wildhüter international organisierten kriminellen Organisationen gegenüber, die besonders in den letzten zwei Jahren eine weltweite Wildereikrise ausgelöst haben.

In gefährlichen Regionen in Afrika und Asien wurden über 90 Prozent aller Todesfälle des vergangenen Jahres registriert. Trotzdem müssen in Afrika 40 Prozent aller Ranger auf grundlegende Leistungen wie eine Krankenversicherung verzichten, nur die Hälfte verfügt über eine Lebensversicherung. Mit einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung ist nur eine Minderheit von 40 Prozent ausgestattet.

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Wildtiere leben immer gefährlicher.

In Afrika schrumpft der Elefantenbestand schneller denn je, in Asien ringen die letzten Tiger der Welt ums Überleben. Noch nie war der Schutz dieser Wildtiere so dringend wie jetzt.

Wilderei ist zu einem international organisierten Verbrechen geworden: Mit Helikoptern und Schnellfeuergewehren tötet die Wilderei-Mafia jährlich tausende Elefanten und Nashörner – und kassiert mit dem Handel Milliarden.

Hilf uns, der Wilderei-Mafia das Handwerk zu legen.

Das tut der WWF gegen Wilderei

Die Lage der Wildtiere ist ernst – aber es gibt auch große Erfolge zu verzeichnen. Der WWF bekämpft Wilderei auf mehreren Ebenen:

Icon Erste Hilfe vor OrtErste Hilfe vor Ort

Im Kampf gegen die Wilderer riskieren unsere Ranger täglich ihr Leben.

Icon Handel stoppenHandel stoppen

Naturschutz ist Politik: 46 Staaten haben Wilderei den Kampf angesagt.

Icon Nachfrage eindämmenNachfrage eindämmen

Nashornpulver gilt in Vietnam als Wundermittel. Der WWF klärt auf.

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