Wilderei-News

05.12.2016

Wie Straßen und Schienen die Tiger gefährden

Tiger-Verdopplung durch Straßenbau gefährdet © Indraneel Dani
Tiger-Verdopplung durch Straßenbau gefährdet © Indraneel Dani

Im Jahr 2010 beschlossen alle 13 Tiger-Staaten, bis 2022 die wildlebenden Tiger zu verdoppeln. Jetzt ist Halbzeit und es sieht gut aus für das große Ziel. Nun zeigt eine aktuelle Studie, dass die erhoffte Tigerverdopplung stark gefährdet ist: Lineare Infrastrukturen – dazu gehören vor allem Straßen, aber auch Eisenbahnlinien, Pipelines, Leitungen, Zäune und Kanäle – bedrohen nicht nur das Ziel der Tigerverdopplung, sondern sie gefährden auch den grundsätzlichen Fortbestand der Tigerpopulationen.

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Monitoring mit Wärmebildkamera © James Morgan / WWF USA
Monitoring mit Wärmebildkamera © James Morgan / WWF USA

Mithilfe von Wärmebildkameras und einer speziellen Computersoftware konnte der WWF in Ostafrika in den letzten Monaten zahlreiche Wilderer aufspüren. Die Ranger bekommen mit den Kameras und der Software nun die Hilfe, die sie so dringend benötigen. Selbst bei absoluter Finsternis können sie Wilderer nun bis auf eine Meile Entfernung entdecken. Wir zeigen dir, wie die moderne Technologie den Rangern bei ihrer Arbeit hilft.

Mehr erfährst du in dieser Fotostrecke >>

Prinz William auf der Conference on the Illegal Wildlife Trade
Prinz William auf der Conference on the Illegal Wildlife Trade

Die Conference on the Illegal Wildlife Trade in Hanoi war die Dritte in Folge im Verlauf der letzten drei Jahre, die ausschließlich die Themen Wilderei und illegaler Artenhandel thematisierte. An der Konferenz nahmen über 40 Regierungsvertreter teil und es wurden Selbstverpflichtungen zum gemeinsamen Kampf gegen die Wilderei und den illegalen Artenhandel bestärkt.

Auch Prinz William, der Herzog von Camebridge und britische Thronfolger, gehörte zu den Konferenzteilnehmern und hielt einen bewegende Rede

Sieh dir das Video von Prinz Williams Rede an >>

Beschlagnahmtes Tigerfell © WWF Indonesien
Beschlagnahmtes Tigerfell © WWF Indonesien

In Indonesien wurden zwei Wildtierhändler aufgegriffen, die illegal Tigerfelle schmuggeln und verkaufen wollten. Ein wichtiger Erfolg und ein Signal für andere Händler und die Wilderer, dass man ihnen auf den Fersen ist. Die Täter wurden zu je vier Jahren Haft und mehreren Tausend Euro Strafe verurteilt. Ein vom WWF Indonesien ins Leben gerufenes Wildlife Crime Team hat mit Undercover-Einsätzen dazu seinen Beitrag geleistet.

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Konfisziertes Elfenbein in Vietnam © Jamie Cotten / WWF
Konfisziertes Elfenbein in Vietnam © Jamie Cotten / WWF

In der kleinen Stadt Nhi Khe in Vietnam wurde nach einjährigen Ermittlungen ein riesiger Markt für illegale Wildtierprodukte aufgedeckt: Teile von bis zu 900 Elefanten, 580 Nashörnern und 225 Tiger wurden dort gefunden. Doch trotz handfester Beweise hat die Regierung von Vietnam bislang zu wenig getan, um dem Handel ein Ende zu setzten. Der Druck auf die Regierung soll nun durch eine Anhörung in Den Haag erhöht werden.

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Elefanten in Selous © Martin Harvey / WWF
Elefanten in Selous © Martin Harvey / WWF

Unsere #SaveSelous Kampagne läuft nun seit einigen Monaten sehr erfolgreich: Über 125.000 Menschen haben schon für das bedrohte Weltnaturerbe Selous unterschrieben.

Jetzt erreichen uns sehr positive Nachrichten aus Tansania. Präsident John Magufuli persönlich hat angekündigt, die Wilderei zukünftig stärker zu bekämpfen. Erst im Oktober wurden 50 Stoßzähne beschlagnahmt und acht Verdächtige festgenommen.

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WWF-Souvenirratgeber
WWF-Souvenirratgeber © Robert Guenther / WWF

Wer verreist, bringt gerne etwas mit zurück: Erinnerungen, Fotos, Souvenirs. Doch Vorsicht: Wenn die Andenken von geschützten Tieren oder Pflanzen stammen, ist die Freude meist von kurzer Dauer! Denn wer illegale Souvenirs einführt, muss mit einer hohen Geld- oder sogar Haftstrafe rechnen. Abgesehen von den Konsequenzen für die Urlaubskasse drohen auch schwerwiegende ökologische Folgen.

Hilf mit, die Natur im Reiseland zu erhalten. Mit dem Kauf unbedenklicher Souvenirs kannst du den lokalen Markt unterstützen. Das dient der Natur und den Menschen.

Bei deinen Kaufentscheidungen hilft dir unser Souvenirratgeber >>>

Tigerbaby, das von Schmugglern von Thailand nach Laos gebracht und entdeckt wurde © James Morgan / WWF
Tigerbaby, das von Schmugglern von Thailand nach Laos gebracht und entdeckt wurde © James Morgan / WWF

Der illegale Handel mit Tigern und Tigerprodukten ist eine existentielle Bedrohung für diese seltenen Tiere. Das Geschäft floriert sowohl mit Wild- als auch Zuchttieren. Die zuständigen Regierungen haben wiederholt versprochen, Tigerfarmen zu schließen. Doch passiert ist wenig. So heizen diese Qualzuchtanlagen den illegalen Handel weiter an und bedrohen auch verbliebenen wilden Populationen. Auf der derzeit in Südafrika stattfindenden CITES-Artenschutzkonferenz wollen Umweltschützer insbesondere China, Vietnam, Thailand und Laos zum Handeln drängen, einen klaren Zeitplan für die Schließung ihrer Tigerfarmen vorzulegen. Erfahre mehr

Hilf uns dabei, die Tiger zu schützen >>>

Schuppentier © Meg Gawler / WWF
Schuppentier © Meg Gawler / WWF

Schuppentiere sind die meist-geschmuggelten Säugetiere der Welt. Auf der Artenschutzkonferenz (CITES) haben sich Experten dafür ausgesprochen, den kommerziellen, internationalen Handel mit allen acht Schuppentier-Arten zu verbieten. Die Tiere sollen in die höchste Schutzkategorie aufgenommen werden. Schuppentiere sind einzigen Säugetiere auf der Welt, deren Körper mit scharfkantigen Hornschuppen gepanzert ist. Fühlen sich Schuppentiere bedroht, rollen sie sich zu einer Kugel zusammen. Gegen ihren größten Feind, den Wilderer, hilft ihnen das allerdings wenig. Schuppentiere sind leichte Beute, weil sie nicht besonders schnell sind und bei Gefahr zusammengerollt liegenbleiben. Wilderer müssen sie nur einsammeln.

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Die grassierende Wildereikrise spielt sich nicht nur in Asien und Afrika ab, sondern auch direkt vor unserer Haustür. Es war einer der spektakulärsten Aufgriffe des deutschen Zolls in Sachen Artenschutz. Die Beamten beschlagnahmten mehr als 1,2 Tonnen Elfenbein. Ein Teil wurde bereits im Frühjahr 2016 am Berliner Flughafen Schönefeld sichergestellt. Die beschlagnahmten Container waren auf dem Weg nach Vietnam. Die andere Hälfte entdeckten die Einsatzkräfte im Spätsommer bei einer Razzia in einem kleinen Dorf im Hunsrück. Dort erwischten sie die vermeintlichen Schmuggler auf frischer Tat.

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Nashorn in im Chitwan Nationalpark © Madhav Khadka / WWF Nepal
Nashorn in im Chitwan Nationalpark © Madhav Khadka / WWF Nepal

In Nepal, einem der ärmsten Länder der Welt, wurde seit 2014 kein einziges Tier mehr illegal getötet. Und schon seit 2011 kein einziges Nashorn mehr gewildert. Ein riesiger Erfolg der Zusammenarbeit von Regierung, Armee, Bevölkerung und Umweltschutzorganisationen wie dem WWF.

Doch der Kampf gegen die Wilderei muss jeden Tag, jede Nacht, jede Minute neu geführt werden. In der Nacht des 19. August hat Nepal diesen Kampf gegen die Wilderer seit langer Zeit wieder einmal verloren.

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Elefant © GaryRoberts Photography / Alamy-Stock-Photo
Elefant © GaryRoberts Photography / Alamy-Stock-Photo

Die Zahl der afrikanischen Savannenelefanten ist in den letzten Jahren um fast ein Drittel zurückgegangen. Das ist das Ergebnis einer großen Elefantenzählung, die in 18 afrikanischen Ländern durchgeführt wurde. Der Zensus zeigt wie dramatisch es um Afrikas Elefanten bestellt ist. Aus vielen Regionen könnten Elefanten in naher Zukunft verschwunden sein. Hauptbedrohung der Elefanten ist die Wilderei, die von international agierenden Banden organisiert wird.

Beispielhaft für die dramatische Entwicklung der afrikanischen Elefanten steht das Weltnaturerbe Selous in Tansania. In weniger als 40 Jahren ist die Population der Region um 90 Prozent gesunken.

Erfahre mehr und unterschreibe die #SaveSelous Petition >>>

Vaquita © Chris Johnson
Vaquita © Chris Johnson

Vaquitas sind sehr selten. Es gibt nur eine einzige Population weltweit. Im Golf von Kalifornien in Mexiko leben nur noch knapp 60 Tiere, die akut bedroht sind. Die Fischerei hat sie an den Rand des Aussterbens gebracht. Eine Bedrohung ist die illegale Totoaba-Fischerei. Wilderer jagen den seltenen Fisch wegen seiner Schwimmblase, die als Delikatesse einen Marktpreis von 1000 Dollar erzielt. Viele Stellnetze der illegalen Totoaba-Fischerei gehen verloren und treiben unkontrolliert im Lebensraum der Vaquitas. Diese Geisternetze müssen sofort entfernt werden, sonst sterben die letzten Vaquitas in wenigen Jahren aus. Der WWF Deutschland und WWF Mexiko setzen alles daran, um dies zu verhindern.

Rette die letzten Vaquitas >>>

Bushmeat © Oliver Nelson / WWF-DR-Kongo
Bushmeat © Oliver Nelson / WWF-DR-Kongo

Es war ein grausamer Fund, den zwei Eco-Guards in der Nähe des Salonga-Nationalparks in der Demokratischen Republik Kongo machen mussten. Durch Zufall entdeckten die beiden Wildhüter zwei herrenlose Boote, an Bord insgesamt 700 große Stücke Buschfleisch. Darunter verschiedene kleine bis große Antilopenarten und auch Affen. Von den Besitzern der Boote fehlte jede Spur. Bei einem Fund dieser Größenordnung kann man davon ausgehen, dass das gewilderte Fleisch nicht für den eigenen Verzehr bestimmt war, sondern für den illegalen Handel. Um auszuschließen, dass das Buschfleisch oder Teile davon nach der Konfiszierung zum Beispiel durch Diebstahl wieder auf den Markt gelangen, wurde der Fund so schnell wie möglich unter Aufsicht des Nationalpark-Teams verbrannt.

Ranger © Greg Armfield / WWF UK
Ranger © Greg Armfield / WWF UK

Zum World Ranger Day hat der WWF die Situation von Rangern in 40 Ländern untersucht. Mindestens 107 Ranger sind in den vergangenen zwölf Monaten weltweit bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ums Leben gekommen. Die größte Gefahr geht von bestens ausgerüsteten Wilderern aus. Im Feld stehen die Wildhüter international organisierten kriminellen Organisationen gegenüber, die besonders in den letzten zwei Jahren eine weltweite Wildereikrise ausgelöst haben.

In gefährlichen Regionen in Afrika und Asien wurden über 90 Prozent aller Todesfälle des vergangenen Jahres registriert. Trotzdem müssen in Afrika 40 Prozent aller Ranger auf grundlegende Leistungen wie eine Krankenversicherung verzichten, nur die Hälfte verfügt über eine Lebensversicherung. Mit einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung ist nur eine Minderheit von 40 Prozent ausgestattet.

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Wildtiere leben immer gefährlicher.

In Afrika schrumpft der Elefantenbestand schneller denn je, in Asien ringen die letzten Tiger der Welt ums Überleben. Noch nie war der Schutz dieser Wildtiere so dringend wie jetzt.

Wilderei ist zu einem international organisierten Verbrechen geworden: Mit Helikoptern und Schnellfeuergewehren tötet die Wilderei-Mafia jährlich tausende Elefanten und Nashörner – und kassiert mit dem Handel Milliarden.

Hilf uns, der Wilderei-Mafia das Handwerk zu legen.

Das tut der WWF gegen Wilderei

Die Lage der Wildtiere ist ernst – aber es gibt auch große Erfolge zu verzeichnen. Der WWF bekämpft Wilderei auf mehreren Ebenen:

Icon Erste Hilfe vor OrtErste Hilfe vor Ort

Im Kampf gegen die Wilderer riskieren unsere Ranger täglich ihr Leben.

Icon Handel stoppenHandel stoppen

Naturschutz ist Politik: 46 Staaten haben Wilderei den Kampf angesagt.

Icon Nachfrage eindämmenNachfrage eindämmen

Nashornpulver gilt in Vietnam als Wundermittel. Der WWF klärt auf.

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