Wir müssen das Abschlachten der Rentiere stoppen!

In Russland ist die Wilderei von wilden Rentieren explodiert. Es geht oft um die Geweihe. Wir müssen das Blutbad stoppen.

Den letzten wilden Rentieren auf der Taimyr-Halbinsel Russlands droht ein grausames Ende. Die Wilderer gehen mit großer Brutalität vor: Die Rentiere werden entweder von Schneemobilen aus erschossen. Oft in Massen. Dann werden Zungen oder Beine abgeschnitten. Oder sie werden bei Durchqueren der Flüsse auf ihren Wanderrouten getötet. Beim Schwimmen kommen die Tiere nur langsam voran und können nicht fliehen, wenn die Wilderer sich mit ihren Booten nähern. In vielen Fällen werden ihnen lebendig die Geweihe abgeschnitten, was extreme Qualen für die Tiere bedeutet. Die Tiere verenden meist an den Folgen. „Wir finden immer wieder wahre Schlachtfelder an getöteten Rentieren“, berichtet Eva Klebelsberg, Referentin für arktische Regionen in Russland beim WWF Deutschland.

Von Sibirien nach China

Vor allem in China werden die jungen Geweihe als Pulver zermahlen verkauft und in der traditionellen Medizin verwendet. Auch in westlichen Ländern, wird es zur Verbesserung der physischen Kondition eingenommen. Eine hormonelle Wirkung ist nicht nachgewiesen. Die Zungen gelten als Delikatessen. Das übrige Fleisch wird von den Wilderern oft einfach liegengelassen.

Das Rentierabschlachten blieb bislang weitgehend von der Öffentlichkeit unbemerkt. Die Rentier-Gebiete in Nord-Sibirien sind extrem dünn besiedelt. Bis vor wenigen Jahren machte sich niemand „Sorgen“ um die Rentiere auf der Taimyr-Halbinsel. Denn zu Sowjetzeiten bis etwa zur Jahrtausendwende gab es viele Rentiere. Und legale und illegale Jagd gab es schon immer. Aber eben nicht in diesem Ausmaß.

Erst in den letzten vier Jahren zeichnete sich das Problem ab. Die Kollegen vom WWF Russland vermuten, dass die Wilderei sich langsam nach der Perestroika, aufgrund von steigender Armut in der Region Chukotka begann und sich im letzten Jahrzehnt nach Taimyr ausweitete. Dort gibt es die größte Population wilder Rentiere: Etwa 70 Prozent der wilden Rentiere leben hier. Sie sammeln sich auf ihren Wanderungen zwischen Sommer- und Winterweiden in Herden von bis zu 100.000 Tieren – selbst in diesen abgelegenen Gebieten leicht zu finden für die Wilderer.


Mikhail Stishov vom WWF Russland schildert die Situation der Rentiere im Video.

Bestände halbiert!

Die Bestände sind jetzt im freien Fall. Die Population in Taimyr hat sich in den letzten zwanzig Jahren halbiert. Von geschätzt mindestens 800.000 Tieren im Jahr 2000 auf höchstens 400.000 heute. Die Tiere werden zu Zehntausenden abgeschlachtet und die Reproduktionsrate leidet zusätzlich: Weibliche Tiere haben aufgrund des durch die Wilderer verursachten Stress häufig Fehlgeburten. Die Wildhüter vor Ort beobachten einen starken Rückgang der Anzahl von Jungtieren.

Um die Herden zu schützen, braucht es operative Ranger-Einheiten mit Schneemobilen, Geländefahrzeugen, Satellitentelefonen und Funkgeräten. Regelmäßige Patrouillen müssen durchgeführt werden. „Wir müssen mehr über ihre Wanderrouten wissen, wo die Flüsse überquert werden, wo die Rentiere ihre Kälber bekommen“, sagt WWF-Expertin Eva Klebelsberg. Dafür müssen Rentiere müssen mit Halsbandsendern versehen werden.

Es gibt viel zu tun. Sonst sieht es schlecht aus für die letzten wilden Rentiere Russlands. „Wenn wir die illegale Jagd nicht bald bremsen, könnte die Zeit der riesigen Rentierherden in Nord-Sibirien bald vorbei sein“, sagt Klebelsberg.

Noch können wir handeln. Mach mit!

Unterstütze die Arbeit der Ranger in Russland und rette mit uns zusammen die Rentiere vor den Wilderern.

Ausrüstung

Die Ranger-Teams benötigen dringend Kommunikations- und Transportmittel.

Monitoring

Nur wenn wir wissen, wo die Herden sind, können wir sie schützen.

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Elfenbeinhandel: Zeitenwende für Elefanten

Ein Meilenstein für den Elefantenschutz: Zum Jahresende 2017 schließt China endlich den weltgrößten legalen Elfenbeinmarkt. Dann wird die Wilderei-Mafia dort ihr illegales Elfenbein künftig nicht mehr „waschen“ können.

Waschanlage für geschmuggeltes Elfenbein

Ganze Stoßzähne, daraus geschnitzte Figuren oder Schmuck – in China gilt Elfenbein noch immer als Statussymbol und konnte bisher auch ganz legal innerhalb der Ländergrenzen gehandelt werden. Das Elfenbein dafür stammt aus alten Beständen oder offiziellen Ankäufen aus afrikanischen Ländern. Denn international ist der kommerzielle Handel mit neuem Elfenbein schon seit 1989 verboten. Doch die nationalen, legalen Märkte in China boten auch die Möglichkeit, illegales Elfenbein frisch gewilderter Elefanten zu „waschen“ – also als legal zu verkaufen – und befeuerten so die Wildereikrise in Afrika.

Schutz vor einem brutalen Tod

China ist der wichtigste Absatzmarkt für Elfenbeinprodukte auf der Welt. Gelingt es, durch das Handelsverbot hier die Nachfrage zu senken, kann das künftig tausende Elefanten vor der grausamen Jagd auf ihre Stoßzähne retten. Allein in Afrika werden derzeit jedes Jahr etwa 20.000 Elefanten gewildert. Angekündigt hatte China sein Handelsverbot schon Ende 2016 und inzwischen musste bereits rund ein Drittel der Elfenbeinschnitzereien und -Geschäfte schließen. Mit Jahresbeginn 2018 tritt der wichtige chinesische Elfenbein-Bann endgültig in Kraft.

Ein großer Erfolg für die Elefanten – und den WWF

China folgt damit der Aufforderung der letzten CITES- Artenschutzkonferenz in Südafrika. Diese hatte im Oktober 2016 in einem Beschluss alle betroffenen Länder dazu angehalten, ihre noch bestehenden legalen Elfenbeinmärkte zu schließen, sollten diese zur Wilderei in Afrika beitragen. Neben China hat sich auch die USA für eine Schließung entschieden und Hongkong plant ebenfalls ein Verbot. Damit wären die drei weltgrößten Elfenbeinmärkte endlich Geschichte. Auf diese wichtige Zeitenwende für die Elefanten hat der WWF lange hingearbeitet und veröffentlichte im Vorfeld der CITES-Konferenz mit den Artenhandels-Kontrolleuren von TRAFFIC konkrete Empfehlungen für ein Handelsverbot.

Was sagen die Chinesen dazu?

Eine große Mehrheit der chinesischen Bevölkerung ist für den Elfenbein-Bann, wie eine Umfrage von WWF und TRAFFIC ergab. 86 Prozent der Befragten finden das Verbot positiv. Allerdings musste etwa die Hälfte von ihnen erst darüber aufgeklärt werden. Das Wissen um das neue Gesetz ist noch viel zu gering. Die Umfrage zeigt auch, wie verbreitet der Elfenbeinhandel in China immer noch ist: 45 Prozent der Befragten haben bereits mindestens einmal in ihrem Leben Elfenbeinprodukte erworben. 18 Prozent wollen dies trotz Verbot auch in Zukunft tun. Umso wichtiger ist nun eine strikte Umsetzung des neuen Gesetzes und eine umfassende Information der Bevölkerung.

Mit nur 5 € im Monat hilfst du uns als WWF-Fördermitglied, die Wilderei zu bekämpfen, den Handel zu stoppen und die Nachfrage einzudämmen.

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Hwange: Hoffnung im Elefanten-Paradies

Die Gier nach Elfenbein hatte im Hwange-Nationalpark schlimme Folgen: Im größten Schutzgebiet Simbabwes wurden immer wieder Wasserstellen mit tödlichem Zyanid vergiftet, um möglichst viele Elefanten zu töten. Mittlerweile können die Wildhüter solche Attacken immer öfter verhindern – auch dank deiner Unterstützung.

Hwange, fast so groß wie Schleswig-Holstein, ist einer der letzten großen Zufluchtsorte für Elefanten. Rund 45.000 Dickhäuter sind dort zu Hause, außerdem mehr als 100 weitere Säugetierarten, von Löwen und Geparden bis zu Büffeln und Giraffen. Sie alle profitieren davon, dass auch in der Trockenzeit ausreichend Wasserlöcher vorhanden sind, um zu überleben.

Gifttod am Wasserloch

Doch Wilderer vergifteten Wasserstellen mit tödlichem Zyanid, um rasch an viel Elfenbein zu kommen. Viele Elefanten starben bereits einen grausamen Tod, mehr als dreihundert allein im Jahr 2013 – und zahlreiche weitere Tiere anderer Arten, die vom Wasser getrunken hatten. Solche Massentötungen gehen an die Substanz der Elefantenbestände. Umso wichtiger ist es, dass wir die Tiere und ihren Lebensraum jetzt verstärkt gegen Angriffe verteidigen.

In vorderster Front gegen Wilderer stehen die rund einhundert Ranger in Hwange. Die schiere Größe des Gebietes von fast 15.000 Quadratkilometern bringt sie täglich an ihre persönlichen Grenzen. Vor allem, weil es ihnen bis vor kurzem an ausreichender Ausrüstung mangelte.

Unterstützung für Wildhüter

Das hat sich inzwischen geändert, auch mit deiner Hilfe. In den letzten Monaten wurden sechs neue digitale Funkverstärker, vier GPS-Basisstationen und zehn Funkradios angeschafft. Damit sind die Ranger untereinander besser erreichbar.

Mit Unterstützung des WWF konnte auch eine neue Anti-Wilderer-Einheit in den Gemeinden der östlichen Pufferzone gegründet werden. In diesem Gebiet wird zudem die Koordination aller Maßnahmen gegen Wilderer verbessert.

Mittlerweile kommt es immer öfter zu erfolgreichen Festnahmen. Zehn Wilderer wurden bereits wegen Elfenbeinbesitzes und nachweislicher Vergiftung von Wasserlöchern in den Gebieten Jambezi, Makona and Tsholotsho zu Haftstrafen zwischen neun und zwölf Jahren verurteilt.

Zudem schrecken mehr Patrouillen und hohe Strafen potenzielle Täter ab. Die Zahl vergifteter Elefanten im Nationalpark ging im Jahr 2016 deutlich zurück auf vermutlich noch 14 Tiere.

Wir bleiben dran

Ausbildung von Spürhunden für die Einsatzkräfte weiter. Um die Patrouillen zielgenauer einzusetzen, sollen alle Wasser- und Salzleckstellen in Hwange, die Tiere anlocken, ebenso kartiert werden wie Orte, an denen Tiere bereits mit Zyanid vergiftet wurden.

Dabei geht es nicht nur um Hwange. Der Nationalpark ist ein wichtiger Teil des grenzüberschreitenden Schutzgebietsnetzes KAZA. Elefanten aus Hwange sollen eines Tages über Wildtierkorridore auch in Regionen Angolas oder Sambias wandern können, wo es an Dickhäutern mangelt. Das ist ein wichtiges Ziel des KAZA-Programms, an dem der WWF mitarbeitet.

Elefantenleben sichern

Um die erreichten Fortschritte in Hwange zu sichern, brauchen die Ranger weitere Unterstützung. Es fehlen drei 60 Meter hohe Sendemasten, um die Funkverstärker im ganzen Nationalpark nutzen zu können. Weitere 30 transportable Funkgeräte werden benötigt, damit mehr Wildhüter unterwegs erreichbar sind. Ein zweites Allrad-Fahrzeug ist dringend erforderlich, um Wilderer auch in den entlegenen Gebieten verfolgen zu können.

Vor allem aber würden die Ranger von Hwange gerne ihre Patrouillen-Einsätze öfter und länger durchführen – zum Beispiel über eine ganze Woche –, um Wilderern hartnäckiger verfolgen zu können. Bislang stehen dafür einfach zu wenige Mittel wie zum Beispiel für Verpflegung zur Verfügung.

Du kannst das ändern. Gib den Rangern die Unterstützung, die sie zum Schutz der Elefanten brauchen.

Unterstütze die Arbeit der Ranger in Simbabwe und rette mit uns zusammen die Elefanten vor den Wilderern.

Ausbildung

Wir schulen Anti-Wilderer-Patrouillen im Hwange-Nationalpark.

Ausrüstung

Wir bauen ein neues Kommunikationsnetzwerk auf.

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Haie und Rochen: Erste Maßnahmen greifen

Haie und Rochen sind für unsere Ozeane so wichtig wie der Tiger für den Regenwald. Doch jedes Jahr werden weltweit schätzungsweise 100 Millionen Haie getötet, viele davon illegal und mit brutalen Methoden – wie in Ecuador und Pakistan. Dort setzt der WWF an.

Das Meer vor Ecuador ist ein entscheidender Hotspot für Haie und Rochen. Zahlreiche Unterwasserberge und der kalte Humboldtstrom aus der Antarktis bieten ihnen ein enormes Nahrungsangebot. Daher leben dort ungewöhnlich viele Hammerhaie und die meisten Mantarochen weltweit. Auch der Walhai, der größte Fisch der Welt, wird hier oft beobachtet.

Doch viele Haie und Rochen wurden bereits weggefischt, weil sich ihr Fleisch und ihre Flossen gut verkaufen lassen. Außerdem enden sie als ungewollter Beifang in den vielen Fischernetzen.

Deshalb unterstützt der WWF die Einrichtung neuer Meerschutzgebiete, damit Haie und Rochen dort, wo sie zahlreich vorkommen, besser vor den negativen Auswirkungen der Fischerei geschützt werden. „In den Gewässern vor Ecuador finden Haie Lebensräume, in denen sie sich paaren können und wo ihre Jungen aufwachsen. Es ist daher sehr wichtig, dass die Gebiete unter Schutz gestellt werden. Im letzten Jahr haben wir es endlich geschafft“, freut sich WWF-Fischereiexpertin Catherine Zucco.

Fischer überzeugen, Fänge zu vermeiden

Um den illegalen Fischern auf die Spur zu kommen und die Kontrollen der Schutzgebieten El Cope und Cantagallo-Machalilla zu stärken, hat der WWF die Meeres-Ranger mit Ferngläsern und Funkgeräten ausgestattet.

Zusätzlich hat der WWF die Fischer in mehreren Workshops geschult, wie der Fang von Haien zu vermeiden ist und wie sich aus Versehen mitgefangene Haie aus Netzen befreien lassen, damit sie überleben können. Dazu gehört Überzeugungsarbeit: In den Schulungen erklärt der WWF zudem, weshalb Haie und Rochen wichtig für gesunde Meeresökosysteme sind und was sie so bedroht. Schließlich geht es auch darum, dass die Fischer sich ihre eigene Lebensgrundlage erhalten.

Diese Aufklärung kann zahlreiche Haie und Rochen retten. Deshalb führt sie der WWF auch in anderen Ländern durch, zum Beispiel in Pakistan, wo es ebenfalls enorm viele Hai- und Rochenfänge gibt. Dort konnten im vergangenen Jahr aufgrund der Arbeit des WWF bereits 64 Walhaie und 45 Teufelsrochen aus Treibnetzen befreit und gerettet werden.

Nachfrage bremsen und Täter schneller aufspüren

In Pakistan half der WWF außerdem Zollbeamten und Fischereikontrolleuren, ein Wildlife Crime-Netzwerk aufzubauen, um dem illegalen Handel mit Haien und Rochen schneller auf die Spur zu kommen – inklusive einer 24-Stunden Hotline, wo Wilderei-Vorfälle gemeldet werden können. Durch mehr Personal und WWF-Workshops sind die Kontrollen mittlerweile effektiv – und die Konsequenzen abschreckend: Fischer etwa, die im Juni einen Walhai anlandeten, erhielten hohe Strafen.

Auch die Nachfrage nach Haiprodukten wollen wir bremsen. Dank der Überzeugungsarbeit des WWF und anderer Organisationen haben sich bereits viele große Hotelketten verpflichtet, keine Haifischflossensuppe mehr zu servieren. Sie geben nicht nur anderen Hotels und Restaurants ein gutes Beispiel, sondern unterstützen einen neuen Konsumenten-Trend: Weg vom Statussymbol, hin zum Tabu. Darüber hinaus konnte der WWF erreichen, dass inzwischen mehr als die Hälfte der internationalen Container-Reedereien den Transport von Haifischflossen ablehnen.

Dankeschön für deine Unterstützung! Nur mit dir können wir Haie schützen.

Jedes Jahr werden weltweit schätzungsweise 100 Millionen Haie getötet – viele davon illegal und mit brutalen Methoden.

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Weltnaturerbe Selous: Elefanten-Wilderei deutlich verringert

2017 ist es endlich gelungen, das Ruder im Kampf gegen die Wilderei in Selous herumzureißen. Die Wilderei auf Elefanten ging deutlich zurück. Doch die Herausforderungen bleiben gewaltig.

Ein Erfolg auch der WWF-Anstrengungen: Notorische Wilderer und ihre Drahtzieher wurden verhaftet und vor Gericht gestellt – darunter die berüchtigte chinesische „Ivory Queen“, die jahrelang Unmengen von Elfenbein nach Asien verschoben hat. Dies zeigt, dass Regierung und Justiz den Kampf gegen die Wilderei endlich ernst nehmen. Dass die Wilderei-Mafia aber keineswegs besiegt ist, zeigt der bisher ungeklärte brutale Mord an Wayne Lotter. Der weltbekannte Naturschützer, der viele Wilderer und Elfenbeinschmuggler vor Gericht brachte, wurde im August 2017 in der tansanischen Hauptstadt auf offener Straße erschossen.

Umso wichtiger ist der Wildtierschutz auf allen Ebenen. Auch hier gab es beachtliche Fortschritte. Derzeit werden vom WWF 74 zusätzliche Wildhüter ausgebildet, ausgerüstet und in den Gemeinde-Schutzgebieten in der Pufferzone des Selous eingesetzt.

Ranger werden besser ausgebildet

Wichtige Grundlage dafür ist das gemeinsam mit dem tansanischen Staat unterhaltene Ausbildungszentrum für Gemeinde-Ranger in Likuyu, dem einzigen des Landes. Dieses wird derzeit mit Hilfe des WWF renoviert und ausgebaut. Außerdem wurde gemeinsam die Ausbildung der Ranger deutlich verbessert. Verstärkt geschult werden die Wildhüter zum Beispiel in der Vermeidung von Mensch-Wildtierkonflikten, was die Wilderei auf Elefanten ebenfalls reduziert und die Menschen für den Naturschutz gewinnt. Auch alle bereits in den letzten Jahren ausgebildeten Ranger sollen Auffrischungskurse erhalten.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert nun die Arbeit einer Allianz der tansanischen Behörde zum Wildtierschutz, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und des WWF zum Schutz des Selous, seiner Pufferzonen und Wanderkorridore. Insgesamt 18 Millionen Euro stehen dadurch in den nächsten drei Jahren für den Anti-Wilderei-Kampf, effektives Management und Monitoring dieser einzigartigen Wildnis zur Verfügung. Nur mit starken Partnern und enger Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort kann das riesige Gebiet von der Größe der Schweiz besser geschützt werden.

Wanderkorridore sind gesichert

Dazu hat der WWF die Zusammenarbeit mit den Gemeindeschutzgebieten in der wichtigen Pufferzone des Selous massiv verstärkt. Damit konnte verhindert werden, dass Wildnis in Agrarflächen umgewandelt wird. Wildtiere können so weiterhin in Dürrezeiten ungehindert in geschützte feuchtere Bergregionen oder an die größeren Flüsse wandern. Gemeinden profitieren außerdem von neuen Einkommensquellen wie etwa der Bienenzucht und sind an den Gewinnen der Tourismusunternehmen beteiligt.

Staudamm muss verhindert werden

Weitere Gefahren drohen dem Weltnaturerbe durch eine geplante Uranmine. Hier konnte der WWF zu einem wenigstens vorläufigen Erfolg beitragen: Die Betreiberfirma will für drei Jahre vorerst auf Uranförderung verzichten. Der WWF unterstützt lokale Gemeinden im Kampf um ihr Land und ihre Rechte und macht zugleich Druck, um eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzusetzen, die unter anderem die enormen Risiken eines geplanten Uranabbaus öffentlich macht.

Der WWF kämpft außerdem gegen einen geplanten Staudammbau mitten im Herzen Selous. Bei einer feierlichen Zeremonie konnten wir dem Umweltminister Tansanias fast 250.000 Unterschriften von WWF-Unterstützern im Rahmen unserer #SaveSelous-Petition gegen die Zerstörung des Wildschutzgebiets übergeben. Trotzdem: Noch ist Selous nicht gerettet. Im Sommer 2017 verkündete der Präsident zum Entsetzen aller, den gigantischen Staudamm im Herzen des Selous unbedingt bauen zu wollen. Der WWF wird nichts unversucht lassen, das zu verhindern.

Elefanten senden verschlüsselte Signale

Der WWF bleibt dran, um Selous vor Wilderei und seine Ressourcen vor Ausbeutung zu schützen. Aktuell sollen 60 Elefanten mit Sendern bestückt werden, um genauer herauszufinden, wo die wichtigsten Lebensräume und Wanderrouten liegen, um diese gezielt bewachen zu können. Die Signale der Sender sind verschlüsselt und nur für ausgebildete Spezialisten zugänglich. Mit den Daten können wir außerdem noch bessere Argumente gegen die Lebensraumzerstörung sammeln. Auch der Einsatz von Drohnen, Kamerafallen und Wärmebildkameras zur besseren Überwachung des riesigen Gebietes wird derzeit erfolgreich erprobt.

„Im Selous wurden innerhalb weniger Jahre 90 Prozent aller Elefanten von Wilderern brutal abgeschlachtet. Von 150.000 Tieren sind nur noch 15.000 übrig. Nun müssen wir alles dafür tun, um die letzten grauen Riesen zu retten – gerade jetzt, wo Hoffnung besteht, dass die Kehrtwende geschafft ist“, sagt Johannes Kirchgatter, WWF-Ostafrikareferent.

Dankeschön, dass du dich beim Kampf für Selous so aktiv beteiligst.

Unterstütze die Arbeit der Ranger und schütze mit uns zusammen die Elefanten.

Ausbildung

Wir schulen Anti-Wilderer-Patrouillen.

Ausrüstung

Wir rüsten Ranger für den Kampf gegen die Wilderei aus.

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Mehr Schutz für mehr Tiger

Die Zahl aller Tiger in der Wildnis ist nach neuen Schätzungen erstmals wieder angestiegen – von 3.200 auf 3.890 Tiere. Das ist auch ein Erfolg langfristig angelegter WWF-Projektarbeit – und deiner Unterstützung.

Der WWF unterstützt nicht nur die Regierungen der 13 Tigerverbreitungsländer, sondern bindet auch lokale Gemeinden in Schutzmaßnahmen ein, um die Wilderei zu bremsen und die Tigerbestände wieder zu erhöhen.

Dazu gehört die Sicherung ausreichender Beutetierbestände wie in der Amur-Region genauso wie die Entwicklung alternativer Einkommensquellen für lokale Gemeinden in Tigernähe wie in Zentral-Sumatra.

Korridore sichern, Staatsanwälte schulen

In Nepal und Indien (Chitwan-Parsa-Valmiki-Komplex) wurde ein umfassendes Überwachungssystem eingerichtet, um die Wanderrouten der Tiger ausfindig zu machen und mögliche Mensch-Tier-Konflikte zu entschärfen. Wir arbeiten an einer räumlichen Trennung zwischen den Korridoren und den Aufenthaltsorten von Menschen und Nutztieren. Zusätzlich richten wir einen Entschädigungsfonds ein und stellen Sofort-Hilfe-Teams zusammen für den Fall, wenn ein Tiger ein Nutztier reißt.

In Zentral-Sumatra (Indonesien) wurde vom WWF ein umfassendes Monitoring durchgeführt, weil es noch immer keine staatliche Tiger-Zählung gibt. Auch haben wir Staatsanwälte geschult und investigative Maßnahmen gegen den Wildtierhandel durchgeführt.

Darüber hinaus hat der WWF Hinweise auf Wilderer den Behörden übermittelt und diese zugleich im Umgang mit dem Thema Wildtier-Kriminalität rechtlich geschult. 2016 wurden daraufhin mehrere Personen wegen Wildtierhandel überführt und zu vier Jahren Haft verurteilt – die bislang höchsten Haftstrafen in der indonesischen Provinz Riau.

Mehr Rangerstationen, mehr Aufklärung

In der Dawna-Tenasserim-Landschaft an der Grenze von Thailand und Myanmar konnte durch den großflächigen Einsatz von Anti-Wilderer-Patrouillen, die Errichtung weiterer Rangerstationen, die großflächige Installation von Kamerafallen im Wald sowie intensive Aufklärungsarbeit der Schutz für Tiger und anderer bedrohter Arten vor Wilderei und illegalem Handel verbessert werden. Mittlerweile wurden im nordöstlichen Bereich der Landschaft wieder 16 Tiger inklusive sechs Jungtieren gezählt.

Vier Wege gegen Wilderei

Das Fazit von Tiger-Experte Michael Zika: „Vier Dinge sind wichtig, um einen dauerhaften Erfolg gegen die Wilderei zu erzielen. Wir müssen erstens den Menschen gute Lebensbedingungen ermöglichen und alternative Einkommensquellen entwickeln. Zweitens müssen die Tiger-Staaten konsequent ihre Gesetze einhalten und Wilderei auch bestrafen. Drittens müssen wir durch intelligente Landnutzungsplanungen den Tieren und Menschen ausreichend Zugang zu natürlichen Ressourcen gewähren, um Konflikte weitgehend zu vermeiden. Und viertens müssen wir es schaffen, die Nachfrage nach Wildtierprodukten in den Konsumentenländern zu verringern.“

Die Zahl der Tiger bis zum Jahr 2022 auf 6.400 Exemplare zu erhöhen, bleibt ein ehrgeiziges Ziel, das wir weiterhin gemeinsam mit den Regierungen, der Bevölkerung und anderen Organisationen mit aller Kraft erreichen wollen. Dazu müssen einige Tigerverbreitungsstaaten aber endlich ihre Hausaufgaben zum Tigerschutz machen und zugleich den Kampf gegen die Wilderei deutlich verstärken.

Hilf mit, die Tiger zu retten.

Rette mit uns die letzten Tiger!

Aufklärung

Wir müssen die enorme Nachfrage nach Tigerprodukten stoppen.

Tigerschutz

Wir setzen Ranger ein, die Tiger aus Fallen befreien und Wilderer überführen.

Ausstattung

Wir statten Ranger für den Kampf gegen die Wilderei in Schutzgebieten aus.

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Kongobecken: Das Recht wird besser durchgesetzt

„‚It takes a village to raise a child’ sagt ein afrikanisches Sprichwort. Entsprechend muss Wildereibekämpfung ein gemeinsames Unterfangen aller Akteure sein, damit uns diese schwierige Aufgabe gelingt“, sagte Ilka Herbinger, die für den WWF Deutschland die Naturschutzarbeit im Kongobecken koordiniert.

Entsprechend setzt der WWF auf den Konsens mit der lokalen Bevölkerung. Im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet in Zentralafrika hat die Umweltstiftung eine Wildlife Crime-Einheit aus Rangern und Dorfbewohnern gegründet, um geltendes Recht besser durchzusetzen. Durch ein gut funktionierendes Informanten-Netzwerk konnten im Jahr 2016 insgesamt 29 Wilderer gefasst und ihre Beute – unter anderem über 800 Kilogramm Buschfleisch – beschlagnahmt werden. Darüber hinaus wurden rund 325 Waffen, 1.365 Stück Munition und 45.000 Drahtschlingfallen konfisziert. Fast die Hälfte aller erfolgreichen Aufgriffe sind auf Informationen seitens der Bevölkerung zurückzuführen.

Allein im zweiten Halbjahr 2016 kam es in 16 vor Gericht verhandelten Fällen zu Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren sowie zu empfindlichen Geldstrafen. Wir beobachten außerdem, dass durch vermehrte Sensibilisierung und öffentliche Gerichtsverfahren der Parkverwaltung zunehmend freiwillig Waffen übergeben werden.

Ranger besser ausgestattet

Zusätzlich hat der WWF 2017 die Ausrüstung der Ranger in Dzanga-Sangha erheblich aufgestockt und 100 Zelte, Rucksäcke, Stiefel, Schlafsäcke, Regenponchos, 30 Walkie-Talkies, 12 Thurayas (Satellitentelefone), acht Computer, 15 GPS-Geräte sowie 300 Gelände-Outfits beschafft.

Ausschließlich für die Patrouillen wurden drei neue Autos gekauft, sodass endlich mehrere Teams gleichzeitig an verschiedene Einsatzorte fahren können. Dazu kommt eine mobile, ständig einsatzbereite Einheit mit eigenem Fahrzeug, die bei unvorhergesehenen Ereignissen sofort reagieren kann.

Darüber hinaus wurde das Schulungszentrum im Park renoviert. Hier lernen die Wildhüter neue Einsatzstrategien, trainieren Fitness und Disziplin und gewinnen so auch mehr Selbstvertrauen gegenüber bewaffneten Wilderern.

Gorillas und Waldelefanten stabil

Dank aller Anstrengungen sind trotz des enormen Wildereidrucks sowohl die Waldelefanten- als auch die Menschenaffenpopulation in Dzanga-Sangha weitestgehend stabil.

Im Jahr 2017 kam es erfreulicherweise zu keinem Wilderei-Zwischenfall in den habituierten Gorillagruppen. Unsere Wildhüter haben dem Druck der Buschwildjäger standgehalten. Auch die im Januar 2016 geborenen Zwillinge Inganda und Inguka der Makumba-Gruppe haben bereits ihr zweites Lebensjahr wohlbehalten überstanden.

In den grenzübergreifenden Schutzgebietskomplexen Trinationale de la Sangha und Tridom, die für das Überleben der Waldelefanten und Menschenaffen im gesamten Kongobecken von immenser Bedeutung sind, wurden 2016 deutlich mehr Wilderer und Schmuggler (118) verhaftet und vor Gericht gestellt als im Jahr zuvor (78). Außerdem wurden mehr von ihnen (47) mit Gefängnis bis zu drei Jahren Haft bestraft als im Jahr zuvor (19).

Für das gesamte Kongobecken hat der WWF mit seinen Partnern damit begonnen, eine Datenbank aufzubauen, die alle Wildereifälle, Beschlagnahmungen und Gerichtsurteile erfasst. Damit sollen die Behörden in die Lage versetzt werden, die Region strategischer zu überwachen und vorausschauender zu handeln.

Dass wir all diese Maßnahmen für die Gorillas und ihren Lebensraum durchführen können, ist auch dein Verdienst als Unterstützer.

Die Gorillas brauchen weiterhin unsere Hilfe.

Buschfleischfieber: Die leeren Wälder Afrikas

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Schneeleopard: Bestand stabilisiert

Rund 500 bis 1000 Schneeleoparden leben noch in der Mongolei. Zu deren Schutz sammelten die staatlichen Ranger und Inspektoren der Provinz Khovd in einer zweimonatigen Kampagne „Sichere Berge für wilde Tiere“ insgesamt 438 Fallen ein.

Eine eingesammelte Falle rettet wahrscheinlich zehn Wildtiere vor dem sicheren Tod. Mehr als 400 Fallen haben unsere Ranger bereits konfisziert. Das gibt dem Schneeleoparden wieder eine reelle Überlebenschance“, sagt WWF-Projektleiter Markus Radday. Aus den eingesammelten Fallen baute der Künstler Bat-Erdene Olonbayar eine Skulptur, die in Khovd nun als Mahnmal an zentraler Stelle errichtet wurde.

Halsbänder mit Satellitenanschluss

Darüber hinaus haben WWF-Kollegen im Baatarkhairkhan-Gebirge Kamerafallen aufgestellt. So gelang erstmals eine Videoaufnahme einer Schneeleopardenmutter mit vier Jungen.

Im Jargalant-Gebirge tragen nun vier Schneeleoparden Halsbänder mit Satellitensendern. So können erstmals großflächig die Bewegungsmuster der Tiere studiert werden. Mit Hilfe dieser Daten kann der WWF den Schutz der Großkatzen jetzt besser planen und konzentrieren. Die Senderdaten zeigen, dass die Streifgebiete der Tiere relativ klein sind. Das bedeutet, dass die Leoparden genügend Beutetiere auf kurze Distanzen erlegen können.

Der WWF hat außerdem zwölf Hirten zu Rangern ausgebildet, fördert die Ausbildung von Zoll- und Polizeimitarbeitern und baut sein Informanten-Netzwerk aus, um illegale Aktivitäten auf Schwarzmärkten zu unterbinden. Die größte Schwierigkeit bei der Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Handels in der Mongolei ist deren zunehmend professionelle Organisation durch mafiöse Banden, die vor Gewalt nicht zurückschrecken.

Wilderei bleibt gefährlich

In Russland hat der WWF die Schneeleoparden gezählt. Nach der Auswertung von Kamerafallen, Ausscheidungen und Spuren schätzen die Kollegen vor Ort die Gesamtzahl an Schneeleoparden im Land auf 70 Tiere und damit als stabil ein. „Die Schneeleoparden haben sich in Russland behauptet“, freut sich Markus Radday. „Doch ihre Zahl ist noch sehr gering. Denn noch werden Schneeleoparden ebenso weiter illegal gejagt wie ihre wichtigsten Beutetiere, die Bergziegen. Deshalb müssen wir die Wilderei weiter bekämpfen.

Deine Unterstützung hilft uns, eine wichtige Etappe im Schneeleopardenschutz voranzukommen.

Der Schneeleopard – gefährdeter Höhenjäger

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Die Waldelefanten bluten aus

Innerhalb weniger Wochen wurden in Kamerun hunderte von Elefantenstoßzähne beschlagnahmt: Gerade Mitte Dezember waren es 256 und 89 Elefantenschwänze, die von Parkrangern des Dja Wildlife Reserve gefunden wurden. Es ist der dritte große Fund in diesem Jahr. Zuvor wurden schon 159 beziehungsweise 158 Stoßzähne sichergestellt. Schon alleine diese Zahlen zeigen die Größenordnung an Wilderei, mit der wir es in Zentralafrika zu tun haben.

Die Festnahme zeigt aber auch die Effektivität unserer Informantennetzwerke im Süden Kameruns. Die Stoßzähne wurden im Fahrzeug eines hohen Militärs gefunden. Er wurde schon seit Monaten observiert. Der Fahrer wurde festgenommen – der Offizier befand sich nicht im Fahrzeug.


Dieser Erfolg ist kein Zufall: Kameruns Forstministerium (MINFOF) hat zusammen mit Partnern wie dem WWF 2017 den Kampf gegen die Wilderei Netzwerke deutlich intensiviert. Rangern, Polizei und Zoll gelang es jetzt schon mehrere Dutzend Wilderer und Schmuggler festzusetzen. “Wir stellen fest, dass 2017 generell deutlich mehr Elfenbein beschlagnahmt wird“, sagt Alain Bernard Ononino, der für den WWF in Zentral Afrika für härtere Strafverfolgung kämpft. „Wir können der Regierung und speziell der Polizei dazu nur gratulieren“.

Mehr Verfahren, härtere Strafen

Im Laufe des letzten Jahres wurden in Kamerun schon über 100 Täter wegen Wildtierdelikten verurteilt. Die Gerichte verhängen dazu inzwischen deutlich härtere Strafen. Im März erwischten Beamte zwei Schmuggler in Bertoua mit 159 St0ßzähnen. Das Gericht verpasste ihnen eine viermonatige Gefängnisstrafe – und eine Geldbuße von 454.435 US-Dollar.

Die gemeinsam vom Forstministerium und dem WWF bestellten Anwälte sind jetzt am Fall des hohen Armeeoffiziers dran. Sie versuchen die schnelle Aburteilung des Fahrers zu verhindern, um den Colonel vor Gericht zu bekommen. Es wäre ein großer Schritt im Kampf gegen die Hydra aus Machteliten, Korruption und Wilderei.

Die Zeit drängt. „Die hunderte von konfiszierten Stoßzähnen stellen ja nur ein Bruchteil der tatsächlich gewilderten Tiere dar“, stellt Dr. Ilka Herbinger vom WWF Deutschland klar. Keiner weiß, wie viele Waldelefanten wir tatsächlich jedes Jahr verlieren. Es sind aber sicher tausende.“ In ganz Zentralafrika gibt es vermutlich nicht mal mehr 100 .000 Waldelefanten. „Bei diesem Tempo kann man sich ja ausrechnen, wann wir keine dieser Tiere mehr im Kongobecken bewundern können.“

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Mit nur 5 € im Monat hilfst du uns als WWF-Fördermitglied, die Wilderei zu bekämpfen, den Handel zu stoppen und die Nachfrage einzudämmen.

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Rette die wilden Rentiere in Russland

Eine der letzten großen Populationen wilder Rentiere ist zur Zielscheibe von Wilderern geworden. In der Region Taimyr im Norden Russlands werden jährlich ca. 80.000 bis 100.000 Tiere getötet. Ranger finden immer wieder wahre Schlachtfelder vor. Die Rentierherden sind stark bedroht und der WWF Russland benötigt unsere Hilfe. Die Tiere werden vor allem aus zwei Gründen gewildert. Die jungen, gut durchbluteten Geweihe sind in der Traditionellen Chinesischen Medizin begehrt. Den Rentieren werden oft bei lebendigem Leib die Geweihe abgeschnitten. Sie verenden qualvoll. Außerdem gelten die Zungen in asiatischen Ländern als Delikatesse.


Die wilden Herden spielen eine wichtige Rolle für das Ökosystem der Tundra. Jeden Winter wandern sie enorme Strecken zu den Winterweiden. Während dieser Zeit sammeln sich viele tausend Rentiere, um gemeinsam die Wanderung anzutreten. Die riesigen Herden sind das Ziel der Wilderer. Deshalb benötigen der WWF Russland und die staatlichen Ranger dringend unsere Unterstützung, um die Rentiere jetzt und in Zukunft zu schützen.

Im Moment gehören mangelnde Mobilität und fehlende Kommunikationsmittel zu den größten Problemen. Wir müssen unseren Kollegen schnellstmöglich zur Seite stehen. 46.000 Euro werden benötigt, um die Anschaffung von Schneemobilen mit Anhängern, Satellitentelefonen sowie GPS-Halsbändern zur Besenderung der Rentiere zu unterstützen.

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Mikhail Stishov vom WWF Russland schildert die Situation der Rentiere im Video.