Wenn Nashörner reisen müssen

Nashörner sind nach den Elefanten die größten Landsäugetiere. Die tonnenschweren Kolosse einzufangen und umzusiedeln ist eine Mammutaufgabe. Aber es ist oft ihre beste Chance zu überleben. Wie jetzt in Kenia.

Nashörner umzusiedeln ist kostspielig, aufwändig und nicht ungefährlich. Es bedarf jahrelanger Vorbereitung, Planung, Kooperation und nicht zuletzt Finanzierung. Es ist aber ein erprobter und sinnvoller Weg, um Nashörner wieder dort anzusiedeln, wo sie schon ausgerottet waren. Oder um isolierte kleine Populationen zu stärken. Oder um sie vor Wilderern zu retten. In Südafrika und Nepal werden seit einigen Jahren schon Tiere erfolgreich umgesiedelt. Jetzt sollen in Kenia Spitzmaulnashörner gefangen, betäubt und in die 100 Quadratkilometer große Nashorn-Schutzzone im Süden des Nationalparks Tsavo East gebracht werden. Um die Population zu stabilisieren und die Spitzmaulnashörner vor der grassierenden Wilderei zu schützen. Ende Juni soll die Aktion beendet sein. Bis dahin gibt es aber noch sehr, sehr viel zu tun.

Oberstes Ziel bleibt es, die Nashörner mit minimalem Stress zu fangen und zu transportieren. Dazu braucht man ein eingespieltes Team aus Experten. Das eigentliche Einfangen ist von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich: Wie groß ist das Areal, auf dem sich die Nashörner befinden? Wie ist die Vegetation, wie das Terrain? Das Team rund um die Tierärzte kann sich eventuell den Tieren im Geländewagen nähern und sich dann zu Fuß anschleichen. Oder man braucht Hubschrauber, um die Tierärzte so nah an das Nashorn zu kriegen, dass sie die Betäubungspfeile abschießen können. „Ob man mit dem Blasrohr durch den Busch kriecht oder aus der geöffneten Hubschraubertür hängt, ein Abenteuer bleibt es auf jeden Fall“, sagt WWF-Experte Johannes Kirchgatter, der selbst schon bei einigen Nashorn-Betäubungen dabei war.

Wenn Nashörner schweben

Betäubungsmittel und –pfeile wurden extra entwickelt, um die riesigen Tiere sicher und schonend zu narkotisieren. Wenn die Narkose wirkt, muss es schnell gehen: Die Nashörner werden vom Tierarzt ruhig gestellt, untersucht und Genproben werden entnommen. Jedes Horn bekommt einen Sender, um das Tier später orten zu können. Im nächsten Schritt muss das Team anrücken, um das Tier transportfähig zu machen: entweder per Hubschrauber oder mit der speziell entwickelten Transportkiste. Häufig braucht es einen Kran, um das Nashorn ein- oder auszuladen. Dann geht es in der Kiste auf sehr robuste Lastwagen, die es schaffen, tonnenschwere Last auch abseits der Straßen sicher ans Ziel zu bringen. Die holprige Fahrt kann allerdings Stunden dauern. Die Überführung mit dem Helikopter geht deutlich schneller. Das Tier wird dabei an den Beinen fixiert und kopfüber durch die Luft geflogen. „Das sieht unglaublich spektakulär aus, wenn so ein riesiges Nashorn davonschwebt, letztendlich ist es für die Tiere aber schonender“, sagt Kirchgatter.

Eingewöhnung in die Boma

Wenn die Tiere sicher in Tsavo East angekommen sind, müssen sie zunächst in die Boma. Das sind mehrere kleine Gehegen aus massiven Baumstämmen. Darin können sie die Menschen nicht sehen, denn sie sollen sich nicht an Menschen gewöhnen. Die Zeit in der Boma ist aus mehreren Gründen wichtig: Hier erholen sie sich vom Stress. Die Nashörner gewöhnen sich an das Futter mit anderen, lokalen Pflanzen. Sie werden intensiv tiermedizinisch überwacht, damit keine Krankheiten oder Parasiten eingeschleppt werden.

Nach der Eingewöhnung wird ganz einfach die Tür des Geheges aufgemacht, und die Tiere können sich frei und geschützt im Rhino Sancturary bewegen. Hier beginnt ein neues Leben für die Nashörner, das ihr unterstützen könnt. Nur mit eurer Hilfe können wir die Umsiedlung finanzieren.

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Tsavo East: Letzte Chance für das Spitzmaulnashorn

Kenia hat die drittmeisten Nashörner in Afrika – nach Südafrika und Namibia. Ende 2015 wurden 1122 Nashörner gezählt, davon 678 des vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashorns. Langfristig sollen es wieder 2000 Nashörner werden. Eine Schlüsselregion dafür ist der Nationalpark Tsavo East. Er wird zum streng bewachten Rückzugsgebiet der Dickhäuter.

Die Wilderei hat die Nashorn-Populationen Kenias stark dezimiert. Von einst 20.000 Nashörnern blieben bis 1987 nur 380 übrig. Im riesigen, mehr als 11.000 Quadratkilometer großen Nationalpark Tsavo East, etwa sechs Stunden westlich von Nairobi, gab es lange überhaupt keine Nashörner mehr. Anfang der 90er Jahre waren die Dickhäuter ausgestorben. Bis 1999 wurden dort wieder 48 Nashörner auf 5000 Quadratkilometern im Süden des Parks angesiedelt. Es sollten deutlich mehr werden. Doch alle Erfolge gingen in der aktuell grassierenden Wildereikrise unter. Den organisierten Wilderern hatten die wenigen Ranger des Kenya Wildlife Service auf der riesigen Fläche wenig entgegenzusetzen. Nur etwa zehn Nashörner haben bis heute überlebt. Es fehlte an Ausrüstung, Manpower und an einem Konzept, wie die Nashörner geschützt werden könnten.

Hochsicherheit für Nashörner

Das soll jetzt anders werden. Dafür werden die verbliebenen Dickhäuter der umgebenden Gebiete in ein 100 Quadratkilometer großes Hochsicherheitsschutzgebiet im Süden von Tsavo East umgesiedelt. Die tonnenschweren Tiere reisen per Hubschrauber oder Lastwagen in ihre neue Heimat. “Das ist natürlich eine extrem aufwendige Auktion, aber eine der letzten Chancen, das Spitzmaulnashorn in Kenia zu retten”, sagt Johannes Kirchgatter, der für den WWF Deutschland das Projekt leitet. “In Südafrika hat man mit ähnlichen Nashorn-Umsiedlungen gute Erfahrungen gemacht.” Sobald es die Wetterlage zulässt, soll es losgehen.

Hier können Nashörner überleben

Das Hochsicherheitsgehege für die Nashörner wurde über Jahre ausführlich untersucht: Für wie viele Nashörner gibt es genug Platz, Wasser und Futter? Welchen Einfluss auf die Umwelt hat die Ansiedlung? Und auch: Sind die Nashörner hier vor den Wilderern zu verteidigen? Weil die Antworten positiv ausfallen, engagiert sich jetzt auch der WWF. Die Biologen sind sich sicher: Hier und nur hier haben die Nashörner eine Chance, zu überleben – und sich dann auch wieder zu vermehren, wenn sie entsprechend bewacht werden.

Ranger, Wachtürme und Elektrozaun

Tsavo East hat jetzt schon einen 45 Kilometer langen Elektrozaun, der von Sonnenenergie gespeist wird, rundherum stehen Wachtürme. 50 Ranger sollen in drei Überwachungsteams jeweils 15 Kilometer bewachen. Die Zäune müssen nicht nur gegen Wilderer gesichert werden, auch Elefanten werden den Zaun immer mal wieder beschädigen.

Was die Ranger brauchen

An Ausrüstung mangelt es noch. Es müssen zusätzliche Wachtürme errichtet werden, es braucht ein Lager und ein Büro. Die Ranger benötigen Einsatzfahrzeuge, Motorräder, Funkgeräte und Nachtsichtgeräte. Eine kleine Buschpiste muss angelegt werden. Für die Nashörner müssen Medikamente und für die Eingewöhnungszeit Futter organisiert werden. Das braucht Zeit, Geld, sowie tapfere Männer und Frauen. Die Ranger des Kenyan Wildlife Service werden jede Unterstützung brauchen, wenn die zusätzlichen Nashörner hier eintreffen. Auch die Wilderer werden wissen, wo sie auf recht kleiner Fläche relative viele Nashörner finden können. Es wird kein leichter Job, die Spitzmaulnashörner zu retten. Aber einer, der getan werden muss.

Sei Teil davon und hilf den Nashörnern, zu überleben!

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Globaler Schlag gegen die Wildtiermafia

Innerhalb nur weniger Tage haben Zollfahnder und Strafvollzugsbehörden in Asien und Afrika gleich mehrere große Mengen an Nashorn und Elfenbein aufgegriffen. Die aktuellen Fälle mit Verbindungen zwischen Thailand, Vietnam, Gambia, Malawi und Kamerun dokumentieren eindrucksvoll, wie vernetzt die Wildtiermafia arbeitet.

In Thailand fanden die Beamten bei einer zufälligen Routine-Untersuchung in zwei verschiedenen Hartschalenkoffern insgesamt 21 Nashörner mit einem Gesamtgewicht von insgesamt 50 Kilogramm. Die beiden Koffer gehörten zwei Thailänderinnen, die aus der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba geflogen kamen. „Der Größe der Hörner nach zu urteilen, ist es klar, dass die getöteten Nashörner sehr groß waren“, erklärte Somkiat Soontornpitakkool vom thailändischen Umweltministerium. „Dieser Aufgriff ist der größte der letzten fünf bis zehn Jahre.“ Der Wert des Fundes wird auf 5 Millionen Dollar geschätzt.

Erst wenige Tage zuvor wurden in Thailand 422 Stoßzahnteile konfisziert. Das Elfenbein mit einem Gewicht von 33 Kilogramm wurde in einem Container gefunden. Die Fracht, die mit der Aufschrift: „Schwere Steine“ versehen war, kam aus Malawi. Beamte durchsuchten die Container, weil Malawi seit einigen Jahren als wichtiger Teil der internationalen Elfenbeinschmuggelroute gilt. Nach der Konfiszierung der Fracht wurde ein Gambischer Staatsbürger festgenommen, auf dessen Namen die Lieferung ausgestellt war.

Auch in Hanoi ist den Zollbeamten ein Schlag gegen die Wildtiermafia gelungen. Am Noi Bai-Flughafen wurden gleich 118 Kilogramm Nashorn aufgegriffen. In zwei verschiedenen Koffern wurden einmal 61 und einmal 57 Kilogramm entdeckt. In diesem Fall kamen die beiden Passagiere aus der kenianischen Hauptstadt Nairobi.


Doch nicht nur Asien konnten Erfolge gegen die Wildtiermafia gefeiert werden. Auch in Afrika ist ein Schlag gegen den Elfenbeinhandel geglückt. In Kamerun wurden in einem LKW 159 Stoßzähne gefunden. Daraufhin wurden drei Männer verhaftet, die auf dem Weg nach Norden waren, wohl um das Elfenbein nach Nigeria zu schmuggeln.

Trotz dieser Erfolge bleibt die Lage der im Fokus stehenden Wildtierarten in Afrika dramatisch: innerhalb von nur 24 Stunden wurden in Südafrika Anfang März 2017 beispielsweise 13 Nashörner getötet. Dies zeigt, dass die erfolgreiche Strafverfolgung und Aufdeckung des illegalen Handels ein essenzieller Teil der Anti-Wildereiarbeit ist. Aber mindestens genauso wichtig ist es, den Tod der Tiere für medizinischen Irrglauben und Statussymbole zu verhindern. Stopp Wilderei weltweit!

Bildnachweis: © Imago

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Wilderei in Tansania: Der „Teufel“ muss hinter Gitter

Wilderei hat viele Gesichter, auch bei den Tätern. Es sind eben nicht nur die armen Teufel, die aus großer Not zum Gewehr greifen. Im Hintergrund stehen hartgesottene Kriminelle. Einer der schlimmsten wurde jetzt in Tansania zu einer hohen Haftstrafe verurteilt.

Man nennt ihn „Shetani“ – den Teufel. Laut lokaler Naturschutzorganisationen ließ er als Kopf mehrerer Wilderei-Syndikate tausende Elefanten wegen ihres Elfenbeins töten. Boniface Matthew Maliango, so sein richtiger Name,  war gerade dabei, 118 Stoßzähne zu schmuggeln, als er gefasst wurde – vor laufender Kamera. Bei den Dreharbeiten zu „The Ivory Game“ – der großen Dokumentation über Elfenbeinschmuggel, produziert von WWF-Unterstützer Leonardo Di Caprio.

Zwölf Jahre Haft

Jetzt wurde er von einem Gericht in Tansania zu zwölf Jahren Haft verurteilt. „Wir gratulieren zu dieser Verurteilung“, sagt Amani Ngusaru, WWF Country Director Tanzania. „Das ist ein starkes Signal, dass es Tansania ernst damit meint, die Wilderei zu eliminieren.“

Der Escobar unter den Schmugglern

Shetani gilt als der Pablo Escobar unter den Elfenbeinschmugglern. Bereits seit Jahren waren Polizisten dem skrupellosen Verbrecher auf der Spur. Er soll mit mehreren, im illegalen Elfenbeinhandel tätigen Kartellen in fünf Ländern in Verbindung stehen.

Shetani wurde zusammen mit seinen Brüdern Lucas Mathayo Maliango und Abdallah Ally Chaoga verurteilt. Sie sollen die berüchtigte „Ivory Queen“ Yang Fenglan beliefert haben. Sie muss sich für den Schmuggel von 700 Stoßzähnen vor einem tansanischen Gericht verantworten. Das Urteil steht noch aus.

Hotspot Tansania

Tansania ist einer der Hotspots der Wilderei. Alleine der Selous Game Reserve, Tansanias größtes Schutzgebiet, hat in den letzten 40 Jahren über 85 Prozent seiner Elefanten verloren. Von mehr als 100.000 sind nur 15.000 übrig.

Für den Film „The Ivory Game“ wurde 16 Monate lang undercover gedreht, um gemeinsam mit Agenten, Aktivisten, leidenschaftlichen Rangern und kämpferischen Umwelt- und Naturschützern das korrupte globale Netz des Elfenbeinhandels zu infiltrieren. Netflix zeigt den Film seit November 2016.

Unterstütze die Arbeit der Ranger und rette mit uns zusammen die Elefanten vor den Wilderern.

Ausbildung

Wir schulen Anti-Wilderer-Patrouillen.

Ausrüstung

Wir rüsten Ranger für den Kampf gegen die Wilderei aus.

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Saola-Waldrind und Rotschenkel-Kleideraffe brauchen Schutz

Die Region im Grenzgebiet Mittelvietnam und Südlaos ist für Biologen eine wahre Fundgrube. Seit 1997 wurden dort über 1500 neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt und wissenschaftlich erfasst. Bereits in den 1990er Jahren war der WWF im Bach-Ma-Nationalpark in Vietnam aktiv. Seitdem wurden in Mittelvietnam weitere Schutzgebiete ausgewiesen, unter anderem auch zwei Gebiete, in denen das erst 1992 entdeckte und vom Aussterben bedrohte Vietnamesische Waldrind Saola vermutet wird. Mittlerweile bilden die beiden Saola-Schutzgebiete wichtige Mosaiksteine eines über 200.000 Hektar großen Schutzgebietsnetzwerks, das sich bis nach Laos erstreckt. Davon profitiert nicht nur das Saola, denn in der Heimat des Saola, den bis 2000 Meter hohen Gipfeln der zentralannamitischen Kette im Herzen Vietnams und Laos, leben auch andere seltene Arten wie der Rotschenkel-Kleideraffe und Nördlicher Gelbwangen-Schopfgibbon.

Waldhüter gegen Wilderer

Trotz der Ausweisung der Schutzgebiete ist die größte Gefahr noch nicht gebannt. Wir müssen vor allem die Wilderei und den illegalen Handel mit Buschfleisch beenden, sonst nützt das beste Reservat nichts. Buschfleisch ist vor allem bei Städtern und vietnamesischen Touristen begehrt, die es als Delikatesse betrachten. Wie hoch der Wildereidruck auf die Schutzgebiete ist, wird beim Blick auf die Statistik deutlich. Über 80.000 Drahtschlingen haben die Mitarbeiter in den letzten Jahren aus den zwei Saola-Schutzgebieten geholt! Aber: Die intensiven Patrouillen zeigen Wirkung, denn die Zahl der unschädlich gemachten Fallen nimmt ab. Die Wilderer haben als Antwort auf die Präsenz der Waldhüter zwar ihre Strategie geändert und legen ihre Fallen in schwierig zu erreichenden Gebieten aus. Aber durch die Satelliten-gestützte Positionsmarkierung unserer Patrouillen wissen wir sehr genau, wo die neuen Wilderei-Hotspots sind und agieren entsprechend.

Alternative Einkommensquellen für die Bevölkerung

Doch nicht nur in den Schutzgebieten sind wir aktiv. Der WWF hat eine Reihe von Maßnahmen initiiert, um den Druck auf die Wälder in den Pufferzonen zu reduzieren. Ein Ansatzpunkt ist die Generierung von einkommensschaffenden Maßnahmen, damit die arme Bevölkerung vor Ort eine Alternative zu den illegalen Aktivitäten hat. Zum Beispiel unterstützen wir die Bevölkerung bei der Aufforstung von einheimischen Baumarten und der Anlage von Baumschulen. Des Weiteren ermöglichen wir Anreicherungspflanzungen von Rattan und Medizinpflanzen in so genannten Gemeindewäldern. Diese Forstprodukte können nach einiger Zeit von der Bevölkerung geerntet und verkauft werden. Das staatliche Schutzgebietspersonal wird durch 40 Gemeinde-Waldhüter unterstützt und im Rahmen von Waldschutzverträgen bekommen Haushalte einen kleinen finanziellen Beitrag für die Kontrolle von Waldgebieten außerhalb der Schutzgebiete.

Hilf mit, die seltenen Arten Vietnams zu schützen!

Fiese Fallen: Meist verfangen sich die Tiere mit den Läufen. Darauf zieht sich die Falle zu und es gibt kein Entkommen mehr. Bis die Wilderer endlich die Falle kontrollieren, müssen die Tiere oft noch elendiglich leiden, bis sie vom Tod erlöst werden.

Schildkröte in der Schlingfalle © WWF Vietnam

Ich spende gegen Fallen

Was Ranger können müssen, um eine Chance zu haben

Die Wilderei-Mafia setzt jedes Jahr etwa 19 Milliarden Dollar um. Sich ihrem blutigen Geschäft entgegenzustellen, ist gefährlich. Tausend Ranger wurden in den letzten Jahren getötet, 80 Prozent ermordet von Wilderern oder anderen bewaffneten Gruppen. Diese traurigen Zahlen unterstreichen: Ranger müssen nicht nur mutig, sondern auch gut ausgerüstet und noch besser ausgebildet sein.

Jeden Tag sind tausende Ranger im Feld unterwegs, um Elefanten, Nashörner oder Tiger zu schützen, Fallen zu entfernen oder Umweltvergehen zu dokumentieren. Für eine erfolgreiche und sichere Bekämpfung der Wilderei ist eine gute Ausbildung dringend notwendig. Erfahrene Ranger und anerkannte Wilderei-Experten aus aller Welt haben deshalb die „Training Guidelines for Field Rangers“ erarbeitet. Sie werden von der International Ranger Federation, dem Global Tiger Forum, der Thin Green Line Foundation, PAMS Foundation und dem WWF angewendet.

Die Richtlinien decken die Grundlagen ab, die Ranger für erfolgreiche Einsätze benötigen. Die Ausbildungsthemen spiegeln die globalen Herausforderungen wieder: von Ausrüstung über Verhörtechniken, der Identifikation von Wildtierprodukten bis hin zum Entfernen von Fallen. Die hohen Standards werden helfen, es den Wilderern noch schwerer zu machen. Für die Ranger im Feld sind sie essenziell, um den Kampf gegen die Wilderei zu gewinnen.

Erfahre mehr über die Training Guidlines for Field Rangers >>

Ranger weltweit profitieren von den neuen Richtlinien

Hilf den Rangern in Vietnam, die grausamen Schlingfallen zu beseitigen.

Schildkröte in der Schlingfalle © WWF Vietnam

Ich unterstütze die Ranger

Vietnam: Wildtiere für den Kochtopf

Wie fast überall auf der Welt ist das Jagen in Schutzgebieten eigentlich strengstens verboten. Nur: Wenn Profit lockt, werden Verbote nur allzu oft ignoriert. In Vietnam gehen Wilderer ohne Skrupel in Schutzgebiete und üben dort ihr tödliches Geschäft aus. Und sie wissen: In den dichten und zerklüfteten Bergwäldern ist es extrem schwierig, die Einhaltung der Gesetze zu kontrollieren. Die vietnamesische Provinz Thua Thien Hue ist ein Hotspot sowohl der Artenvielfalt als auch der Wilderei. Hier leben zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tierarten. Ihr Fleisch ist für viele reiche Geschäftsleute eine Delikatesse und der Verzehr gilt als Statussymbol. Kein Wunder also, dass die Wilderei in den Schutzgebieten rasant zunimmt. Für Wilderer ist Buschfleisch ein gefundenes Fressen. Flächendeckend legen sie Schlingfallen aus, mit denen sie alles erlegen, was in den Wäldern zu kriegen ist. Über Zwischenhändler landen dann die getöteten Affen, Bären, Schlangen oder Vögel in Restaurants, wo sie illegal und unter der Hand für teures Geld angeboten werden.

Gefährdete Tiere gehören in den Wald, nicht in die Pfanne

Der Kampf gegen die Wilderei ist nicht einfach. Seit Beginn unseres Engagements in Vietnam stärken wir darum gezielt die Wildhüter. Denn sie sind unsere wichtigsten Verbündeten beim Schutz der großen Artenvielfalt in dieser Region. Und wir haben Erfolg. Seit 2011 sind durch unsere Hilfe 86.584 Fallen beseitigt worden. Dazu gab es Hunderte von Verwarnungen und unzählige Verhaftungen. Aber damit nicht genug.

Buschfleischfreie Stadt

Ganz gezielt geht der WWF in Vietnam auch die Behörden an. So hat sich durch intensive Lobbyarbeit die alte Kaiserstadt Hue dazu verpflichtet, die erste „buschfleischfreie Stadt“ Vietnams zu werden. Und das ist erst der Anfang. Denn was in Hue funktioniert, hat Modellcharakter für das ganze Land. Für die vielen gefährdeten Wildtierarten in Vietnam ist also Hoffnung in Sicht. Wenn wir gemeinsam dran bleiben, wird Buschfleisch in absehbarer Zeit von den Tellern verschwinden. Und damit auch die fiesen Fallen, die unzähligen Tieren das Leben rauben. Nur mit deiner Unterstützung können wir die Wilderer in Vietnam stoppen.

Mit deiner Spende rüsten wir die Wildhüter aus, die unzählige Tiere retten und die tödlichen Drahtschlingen aus den Wäldern entfernen.

Fiese Fallen: Meist verfangen sich die Tiere mit den Läufen. Darauf zieht sich die Falle zu und es gibt kein Entkommen mehr. Bis die Wilderer endlich die Falle kontrollieren, müssen die Tiere oft noch elendiglich leiden, bis sie vom Tod erlöst werden.

Schildkröte in der Schlingfalle © WWF Vietnam

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Tigernachwuchs in Thailand

Nur noch etwa 200 wildlebende Indochinesische Tiger gibt es überhaupt auf unserer Erde. Die meisten leben in der Dawna-Tenasserim-Landschaft, einer faszinierenden Bergregion entlang der Grenze von Thailand und Myanmar. Viele Jahre sank die Zahl der Tiger durch Wilderei und Lebensraumverlust. Nun gibt es großartige Neuigkeiten aus den WWF-Tigerschutzgebieten Mae Wong und Khlong Wan. Eine Tigerdame hat mit ihren drei Jungen eine unserer Kamerafallen besucht. Der Tigerbestand hat sich damit auf zehn erwachsene und fünf junge Tiger erhöht. Das ist ein großer Erfolg, der zeigt, dass die WWF-Tigerschutzarbeit fruchtet.

Die Tigerin trägt den Namen MKF3, der für Weibchen Nummer 3 in Mae Wong-Khlong Lan steht. Sie wurde 2005 im Wildtierreservat Huai Kha Khaeng geboren und ist als Erwachsene nach Mae Wong abgewandert. Dort ist sie in regelmäßigen Abständen auf den Kamerafallenvideos zu sehen. 2012 wurde sie mit zwei Tigerjungen aufgenommen, 2014 war sie alleine unterwegs und im Januar 2016 hat sie sich mit gleich drei Jungtieren vor der Kamera gezeigt.

Seit 2012 sind die WWF-Kamerafallen installiert. Die Aufnahmen wurden im Herbst wieder ausgewertet. Erhebungen des WWF in den thailändischen Nationalparks Mae Wong und Khlong Lan zeigen schon länger, dass der Bestand der Tiger und ihrer Beutetiere steigt. Der WWF ist gerade dabei, sein erfolgreiches Tigerschutzprogramm in weiteren thailändischen Schutzgebieten zu etablieren und es auch über die Grenze nach Myanmar hinweg ausdehnen. Nur durch solch einen grenzübergreifenden Ansatz kann sich der Bestand an Indochinesischen Tigern in den kommenden Jahren nachhaltig erholen und weiter ausdehnen.

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Tigerschutz

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Happy Birthday, Gorilla-Zwillinge!

Wann genau der Geburtstag ist, wissen wir nicht. Aber am Morgen des 25. Januars 2016 sahen unsere WWF-Mitarbeiter Gorilla-Mama Malui im dichten Regenwald mit einem Baby auf dem Arm. Kurz darauf die noch größere Überraschung: Malui säugte zwei Babys an ihrer Brust. Zwillinge bei unserer Gorilla-Gruppe im WWF-Projektgebiet Dzanga-Sangha! Eine Sensation, denn bei Gorillas sind Mehrlingsgeburten noch seltener als bei Menschen. Auf Vorschlag unserer indigenen BaAka-Mitarbeiter wurden die winzigen Gorilla-Babys Inganda und Inguka genannt.

Ein Jahr später haben sich die beiden gut entwickelt, berichtet WWF-Gorilla-Expertin Ilka Herbinger. Sie konnte die beiden vor Ort in Dzanga-Sangha beobachten. Seit der Geburt der Zwillinge bleibt die Gruppe immer dicht zusammen und die stolzen Eltern zeigen einen starken Beschützerinstinkt. Vor allem Mutter Malui ist sehr fürsorglich. Stets achtet sie darauf, dass keines ihrer Kinder sich zu weit von ihr entfernt. Die Zwillinge trauen sich inzwischen, zwei Meter hoch zu klettern und sie holen sich schon ganz alleine saftige Nauclea-Früchte. Sie hangeln sich sogar auf ihren imposanten Vater Makumba hoch, der sie geduldig gewähren lässt.

Was den Gorillas gefährlich wird

Das Gedeihen der Gorilla-Zwillinge ist alles andere als selbstverständlich. Die Kindersterblichkeit unter Gorillas ist hoch. Krankheiten und Auseinandersetzungen mit benachbarten Gruppen können ihnen ebenso gefährlich werden wie Leoparden. Wenn sie alt genug sind, in ein bis zwei Jahren, werden sie auch gegen den milzbrandähnlichen Erreger vorbeugend geimpft werden, an dem einer ihrer Brüder starb.

Die größte Bedrohung für die Zwillinge jedoch geht von Wilderern aus. Ranger des Schutzgebietes sind unermüdlich dabei, Schlingfallen aus dem Wald zu holen und Wilderer festzunehmen. Die BaAka-Mitarbeiter des WWF begleiten die Gorilla-Gruppe der Zwillinge täglich. Die Hilfe der indigenen BaAka, um die Gorillas an die Anwesenheit von Ökotouristen zu gewöhnen, ist ein wichtiges Signal in der Region. Lebende Tiere sind wertvoll, eine Hoffnung auf die Zukunft. Inganda und Inguka brauchen noch etwa zehn Jahre, bis sie ausgewachsen sind und ihre eigene Familie gründen. Gemeinsam mit den BaAka werden wir auch in Zukunft alles dafür tun, dass Inganda und Inguka soweit kommen.

Rette mit uns die Gorillas!

Ausbildung

Mit deiner Unterstützung können wir das Training für Wildhüter finanzieren, um sie mit den neuesten Techniken und Strategien der Anti-Wilderei-Arbeit vertraut zu machen.

Ausrüstung

Spende jetzt für ein Zelt oder ein Navigationsgerät. Um Wilderer in den Tiefen des Dschungels aufspüren zu können, benötigen die Wildhüter bessere Ausrüstung.

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Angeschossenes Tigerjunges gerettet

Wilderei ist nach wie vor einer der größten Bedrohungen für den Amur-Tiger. Dieser junge Tiger wurde schwer verwundet gefunden. Offenbar gelang es ihm nur knapp, Wilderern zu entkommen. Das etwa fünf bis sieben Monate alte Jungtier wurde in die Auffangstadion Alekseevka gebracht und dort versorgt. Sein Zustand ist ernst. Jetzt liegt er in der Quarantänebox und wird rund um die Uhr überwacht.


Am Fundort wurden weitere Spuren gefunden. Die Mutter hielt sich dort mit einem weiteren Jungen auf. Sie sind den Spuren zufolge noch am Leben.

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