Was Ranger können müssen, um eine Chance zu haben

Die Wilderei-Mafia setzt jedes Jahr etwa 19 Milliarden Dollar um. Sich ihrem blutigen Geschäft entgegenzustellen, ist gefährlich. Tausend Ranger wurden in den letzten Jahren getötet, 80 Prozent ermordet von Wilderern oder anderen bewaffneten Gruppen. Diese traurigen Zahlen unterstreichen: Ranger müssen nicht nur mutig, sondern auch gut ausgerüstet und noch besser ausgebildet sein.

Jeden Tag sind tausende Ranger im Feld unterwegs, um Elefanten, Nashörner oder Tiger zu schützen, Fallen zu entfernen oder Umweltvergehen zu dokumentieren. Für eine erfolgreiche und sichere Bekämpfung der Wilderei ist eine gute Ausbildung dringend notwendig. Erfahrene Ranger und anerkannte Wilderei-Experten aus aller Welt haben deshalb die „Training Guidelines for Field Rangers“ erarbeitet. Sie werden von der International Ranger Federation, dem Global Tiger Forum, der Thin Green Line Foundation, PAMS Foundation und dem WWF angewendet.

Die Richtlinien decken die Grundlagen ab, die Ranger für erfolgreiche Einsätze benötigen. Die Ausbildungsthemen spiegeln die globalen Herausforderungen wieder: von Ausrüstung über Verhörtechniken, der Identifikation von Wildtierprodukten bis hin zum Entfernen von Fallen. Die hohen Standards werden helfen, es den Wilderern noch schwerer zu machen. Für die Ranger im Feld sind sie essenziell, um den Kampf gegen die Wilderei zu gewinnen.

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Ranger weltweit profitieren von den neuen Richtlinien

Hilf den Rangern in Vietnam, die grausamen Schlingfallen zu beseitigen.

Schildkröte in der Schlingfalle © WWF Vietnam

Ich unterstütze die Ranger

Vietnam: Wildtiere für den Kochtopf

Wie fast überall auf der Welt ist das Jagen in Schutzgebieten eigentlich strengstens verboten. Nur: Wenn Profit lockt, werden Verbote nur allzu oft ignoriert. In Vietnam gehen Wilderer ohne Skrupel in Schutzgebiete und üben dort ihr tödliches Geschäft aus. Und sie wissen: In den dichten und zerklüfteten Bergwäldern ist es extrem schwierig, die Einhaltung der Gesetze zu kontrollieren. Die vietnamesische Provinz Thua Thien Hue ist ein Hotspot sowohl der Artenvielfalt als auch der Wilderei. Hier leben zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tierarten. Ihr Fleisch ist für viele reiche Geschäftsleute eine Delikatesse und der Verzehr gilt als Statussymbol. Kein Wunder also, dass die Wilderei in den Schutzgebieten rasant zunimmt. Für Wilderer ist Buschfleisch ein gefundenes Fressen. Flächendeckend legen sie Schlingfallen aus, mit denen sie alles erlegen, was in den Wäldern zu kriegen ist. Über Zwischenhändler landen dann die getöteten Affen, Bären, Schlangen oder Vögel in Restaurants, wo sie illegal und unter der Hand für teures Geld angeboten werden.

Gefährdete Tiere gehören in den Wald, nicht in die Pfanne

Der Kampf gegen die Wilderei ist nicht einfach. Seit Beginn unseres Engagements in Vietnam stärken wir darum gezielt die Wildhüter. Denn sie sind unsere wichtigsten Verbündeten beim Schutz der großen Artenvielfalt in dieser Region. Und wir haben Erfolg. Seit 2011 sind durch unsere Hilfe 86.584 Fallen beseitigt worden. Dazu gab es Hunderte von Verwarnungen und unzählige Verhaftungen. Aber damit nicht genug.

Buschfleischfreie Stadt

Ganz gezielt geht der WWF in Vietnam auch die Behörden an. So hat sich durch intensive Lobbyarbeit die alte Kaiserstadt Hue dazu verpflichtet, die erste „buschfleischfreie Stadt“ Vietnams zu werden. Und das ist erst der Anfang. Denn was in Hue funktioniert, hat Modellcharakter für das ganze Land. Für die vielen gefährdeten Wildtierarten in Vietnam ist also Hoffnung in Sicht. Wenn wir gemeinsam dran bleiben, wird Buschfleisch in absehbarer Zeit von den Tellern verschwinden. Und damit auch die fiesen Fallen, die unzähligen Tieren das Leben rauben. Nur mit deiner Unterstützung können wir die Wilderer in Vietnam stoppen.

Mit deiner Spende rüsten wir die Wildhüter aus, die unzählige Tiere retten und die tödlichen Drahtschlingen aus den Wäldern entfernen.

Fiese Fallen: Meist verfangen sich die Tiere mit den Läufen. Darauf zieht sich die Falle zu und es gibt kein Entkommen mehr. Bis die Wilderer endlich die Falle kontrollieren, müssen die Tiere oft noch elendiglich leiden, bis sie vom Tod erlöst werden.

Schildkröte in der Schlingfalle © WWF Vietnam

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Tigernachwuchs in Thailand

Nur noch etwa 200 wildlebende Indochinesische Tiger gibt es überhaupt auf unserer Erde. Die meisten leben in der Dawna-Tenasserim-Landschaft, einer faszinierenden Bergregion entlang der Grenze von Thailand und Myanmar. Viele Jahre sank die Zahl der Tiger durch Wilderei und Lebensraumverlust. Nun gibt es großartige Neuigkeiten aus den WWF-Tigerschutzgebieten Mae Wong und Khlong Wan. Eine Tigerdame hat mit ihren drei Jungen eine unserer Kamerafallen besucht. Der Tigerbestand hat sich damit auf zehn erwachsene und fünf junge Tiger erhöht. Das ist ein großer Erfolg, der zeigt, dass die WWF-Tigerschutzarbeit fruchtet.

Die Tigerin trägt den Namen MKF3, der für Weibchen Nummer 3 in Mae Wong-Khlong Lan steht. Sie wurde 2005 im Wildtierreservat Huai Kha Khaeng geboren und ist als Erwachsene nach Mae Wong abgewandert. Dort ist sie in regelmäßigen Abständen auf den Kamerafallenvideos zu sehen. 2012 wurde sie mit zwei Tigerjungen aufgenommen, 2014 war sie alleine unterwegs und im Januar 2016 hat sie sich mit gleich drei Jungtieren vor der Kamera gezeigt.

Seit 2012 sind die WWF-Kamerafallen installiert. Die Aufnahmen wurden im Herbst wieder ausgewertet. Erhebungen des WWF in den thailändischen Nationalparks Mae Wong und Khlong Lan zeigen schon länger, dass der Bestand der Tiger und ihrer Beutetiere steigt. Der WWF ist gerade dabei, sein erfolgreiches Tigerschutzprogramm in weiteren thailändischen Schutzgebieten zu etablieren und es auch über die Grenze nach Myanmar hinweg ausdehnen. Nur durch solch einen grenzübergreifenden Ansatz kann sich der Bestand an Indochinesischen Tigern in den kommenden Jahren nachhaltig erholen und weiter ausdehnen.

Rette mit uns die letzten Tiger!

Aufklärung

Wir müssen die enorme Nachfrage nach Tigerprodukten stoppen.

Tigerschutz

Wir setzen Ranger ein, die Tiger aus Fallen befreien und Wilderer überführen.

Ausstattung

Wir statten Ranger für den Kampf gegen die Wilderei in Schutzgebieten aus.

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Happy Birthday, Gorilla-Zwillinge!

Wann genau der Geburtstag ist, wissen wir nicht. Aber am Morgen des 25. Januars 2016 sahen unsere WWF-Mitarbeiter Gorilla-Mama Malui im dichten Regenwald mit einem Baby auf dem Arm. Kurz darauf die noch größere Überraschung: Malui säugte zwei Babys an ihrer Brust. Zwillinge bei unserer Gorilla-Gruppe im WWF-Projektgebiet Dzanga-Sangha! Eine Sensation, denn bei Gorillas sind Mehrlingsgeburten noch seltener als bei Menschen. Auf Vorschlag unserer indigenen BaAka-Mitarbeiter wurden die winzigen Gorilla-Babys Inganda und Inguka genannt.

Ein Jahr später haben sich die beiden gut entwickelt, berichtet WWF-Gorilla-Expertin Ilka Herbinger. Sie konnte die beiden vor Ort in Dzanga-Sangha beobachten. Seit der Geburt der Zwillinge bleibt die Gruppe immer dicht zusammen und die stolzen Eltern zeigen einen starken Beschützerinstinkt. Vor allem Mutter Malui ist sehr fürsorglich. Stets achtet sie darauf, dass keines ihrer Kinder sich zu weit von ihr entfernt. Die Zwillinge trauen sich inzwischen, zwei Meter hoch zu klettern und sie holen sich schon ganz alleine saftige Nauclea-Früchte. Sie hangeln sich sogar auf ihren imposanten Vater Makumba hoch, der sie geduldig gewähren lässt.

Was den Gorillas gefährlich wird

Das Gedeihen der Gorilla-Zwillinge ist alles andere als selbstverständlich. Die Kindersterblichkeit unter Gorillas ist hoch. Krankheiten und Auseinandersetzungen mit benachbarten Gruppen können ihnen ebenso gefährlich werden wie Leoparden. Wenn sie alt genug sind, in ein bis zwei Jahren, werden sie auch gegen den milzbrandähnlichen Erreger vorbeugend geimpft werden, an dem einer ihrer Brüder starb.

Die größte Bedrohung für die Zwillinge jedoch geht von Wilderern aus. Ranger des Schutzgebietes sind unermüdlich dabei, Schlingfallen aus dem Wald zu holen und Wilderer festzunehmen. Die BaAka-Mitarbeiter des WWF begleiten die Gorilla-Gruppe der Zwillinge täglich. Die Hilfe der indigenen BaAka, um die Gorillas an die Anwesenheit von Ökotouristen zu gewöhnen, ist ein wichtiges Signal in der Region. Lebende Tiere sind wertvoll, eine Hoffnung auf die Zukunft. Inganda und Inguka brauchen noch etwa zehn Jahre, bis sie ausgewachsen sind und ihre eigene Familie gründen. Gemeinsam mit den BaAka werden wir auch in Zukunft alles dafür tun, dass Inganda und Inguka soweit kommen.

Rette mit uns die Gorillas!

Ausbildung

Mit deiner Unterstützung können wir das Training für Wildhüter finanzieren, um sie mit den neuesten Techniken und Strategien der Anti-Wilderei-Arbeit vertraut zu machen.

Ausrüstung

Spende jetzt für ein Zelt oder ein Navigationsgerät. Um Wilderer in den Tiefen des Dschungels aufspüren zu können, benötigen die Wildhüter bessere Ausrüstung.

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Angeschossenes Tigerjunges gerettet

Wilderei ist nach wie vor einer der größten Bedrohungen für den Amur-Tiger. Dieser junge Tiger wurde schwer verwundet gefunden. Offenbar gelang es ihm nur knapp, Wilderern zu entkommen. Das etwa fünf bis sieben Monate alte Jungtier wurde in die Auffangstadion Alekseevka gebracht und dort versorgt. Sein Zustand ist ernst. Jetzt liegt er in der Quarantänebox und wird rund um die Uhr überwacht.


Am Fundort wurden weitere Spuren gefunden. Die Mutter hielt sich dort mit einem weiteren Jungen auf. Sie sind den Spuren zufolge noch am Leben.

Rette mit uns die letzten Tiger!

Aufklärung

Wir müssen die enorme Nachfrage nach Tigerprodukten stoppen.

Tigerschutz

Wir setzen Ranger ein, die Tiger aus Fallen befreien und Wilderer überführen.

Ausstattung

Wir statten Ranger für den Kampf gegen die Wilderei in Schutzgebieten aus.

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Sensation in der Mongolei: Schneeleoparden-Vierlinge

Diese Schneeleoparden-Babys sind nicht nur unglaublich niedlich: Sie sind eine Weltpremiere. Noch nie zuvor wurde eine Vierlingsgeburt bei Schneeleoparden in der freien Natur beobachtet oder gar dokumentiert. Die sensationellen Aufnahmen wurden von einer WWF-Kamerafalle im Altai-Gebirge der Westmongolei aufgenommen, südlich der Provinzhauptstadt Khovd – wenige Kilometer entfernt von den Jargalant-Bergen, wo der WWF Mongolei in den letzten Jahren Schneeleoparden besenderte.


„Diese Vierlingsgeburt ist natürlich wunderbar, sagt aber nichts darüber aus, ob es dem Schneeleoparden als Art nun besser geht“, sagt WWF-Experte Markus Radday. Noch immer ist der Schneeleopard massiv bedroht. Durch den Klimawandel, durch Wilderei und speziell in der Mongolei durch Konflikte mit den Hirten um Lebensraum. Von dem mystischen „Geist der Berge“ gibt es weltweit nur noch wenige tausend. Es ist auch alles andere als sicher, ob diese Schneeleoparden-Mama alle vier Junge durchbekommt. Der WWF kann sich dank eurer Spenden weiterhin für die Zukunft der Schneeleoparden einsetzen. Wir drücken alle Daumen, dass die Vierlinge überleben und bald wieder an einer der Kamerafallen vorbeischauen.

Wenn wir nicht aktiv werden, werden die Schneeleoparden bald verschwunden sein. Für unser Schutzprogramm benötigen wir dringend Hilfe.

WWF-Ökoclubs

Wir bilden die Naturschützer von morgen aus, die wertvolles Wissen weitertragen.

Aufklärung vor Ort

Wir schützen den Lebensraum mit Anti-Wilderer-Patrouillen und Kamerafallen.

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Gorilla aus Schlingenfalle befreit

Wilderer jagen in den Wäldern um das WWF-Projekt Dzanga-Sangha auch mit Schlingenfallen. Verfangen sich Gorillas darin, ist es für sie oft das Todesurteil. Außer sie haben Schutzengel – wie Gorillaweibchen Wusa. Wusa konnte sich zwar aus der Schlinge befreien, doch die Drahtschlinge hatte sich tief in das Handgelenk des Menschenaffen geschnitten und schnürte ihren Arm ab. Die klaffende Wunde fing an sich zu entzünden. Eine Verletzung dieser Art führt häufig zum völligen Absterben der gesamten Hand, kann eine Blutvergiftung nach sich ziehen und letztlich das Todesurteil für den Gorilla bedeuten.

Herausforderung im Regenwald – auch für den Spezialisten

Gorilla-Dame Wusa blieb dieses Schicksal erspart. Die WWF-Fährtenleser entdeckten das verletzte Tier und organisierten Hilfe. Aus der Tufts Universität in Massachusetts wurde der Tierarzt Chris Whittier eingeflogen, ein Spezialist für die Behandlung von freilebenden Gorillas. Der Veterinär und das WWF-Team vor Ort standen vor einer großen Herausforderung: Zum einen mussten sie Wusa mit einem Betäubungspfeil ruhig stellen, was im dichten Regenwald alles andere als einfach ist. Zudem galt es, den Silberrücken und die anderen Affen aus der Gruppe von der sedierten Patientin fern zu halten.

Mutter eines Babies – wie hält man den Vater fern?

Erschwerend kam hinzu, dass Wusa die Mutter eines drei Monate alten Gorilla-Babys ist. Das Team wollte sicherstellen, dass dem Nachwuchs während der Behandlung nichts passierte. Mit viel Geduld und dem nötigen Glück gelang die Rettungsaktion. Nach dem die Wildhüter und Tierärzte zwei Tage auf der Lauer gelegen hatten, bot sich die Gelegenheit für einen Betäubungsschuss. Die WWF-Mitarbeiter schafften es zugleich, den Silberrücken auf Distanz zu halten. Der hatte sich sofort seinen Sprössling geschnappt, um ihn zu beschützen. Die gesamte Familie blieb aber in der Nähe der betäubten Gorilla-Mama.

Der rettende Eingriff

Der medizinische Eingriff und die Wundbehandlung dauerten dann nur wenige Minuten. Nachdem man ihr das Gegenmittel verabreicht hatte, war Wusa noch ein wenig benommen, kehrte aber bald zu ihrer Gruppe zurück. Beobachtungen des WWF über die kommenden Tage zeigten, das sich nach der anfänglichen Aufregung das Leben in der Gruppe sehr schnell normalisierte. Die Heilung des Handgelenks macht gute Fortschritte, so dass Wusa außer einer Narbe keine bleibenden Schäden davon tragen wird.

Habituierte Gorillas

Wusa, die von den indigenen BaAka-Fährtenlesern wegen ihres dicken Bauches nach einer großen runden Frucht benannt wurde, ist Teil des so genannten Habituierungsprojektes des WWF. Dabei werden frei lebende Gorillas vorsichtig an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt. Dieser Prozess dauert in der Regel vier bis fünf Jahre. Danach dulden die Menschenaffen kleine Touristengruppen in ihrer Nähe. „Für die Menschen vor Ort ist das wichtig, weil sich so für sie eine Einkommensmöglichkeit bietet. Natur bekommt einen Wert“, sagt die Primatologin Ilka Herbinger vom WWF, die das Gorilla-Projekt in Dzanga-Sangha leitet.

Kriminelle Buschfleisch-Jäger stoppen

Die brutale Jagd mit Schlingen ist eine der großen Gefahren für die Menschenaffen in Zentralafrika. Die Wilderer haben es dabei nicht in erster Linie auf Gorillas abgesehen, sondern sie sind auf so genanntes Buschfleisch aus. Die Schlingfallen töten wahllos alle Tiere, die in sie hineintreten, ob kleinere Waldantilopen oder größere Menschenaffen. Das Fleisch wird auf den lokalen Märkten verkauft. Es wird zunehmend in großem Stil und durch kriminell organisierte Netzwerke in größeren Städten angeboten und inzwischen sogar international gehandelt.

Kein Gorilla sollte leiden wie Wusa – mit deiner Spende kannst du helfen, die Gorillas vor den Wilderern zu schützen.

Die Gorillas von Dzanga-Sangha

Im UNESCO-Weltnaturerbe Dzanga-Sangha sind die Gorillas große Hoffnungsträger für die Menschen, die Forschung und den Artenschutz.

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Tod am Wasserloch

Es ist eine besonders grausame und rücksichtslose Art der Wilderei, mit der wir in Hwange, dem größten Nationalpark in Simbabwe, immer wieder konfrontiert werden. Die Elefanten werden getötet, indem ihre Wasserstellen mit Zyanid vergiftet werden. 2015 wurden allein im Oktober und November mehr als 100 Elefanten vergiftet – und zahlreiche weitere Tiere, die vom Wasser getrunken hatten.

Vergiftete Mangos

Auch im Oktober 2016 haben wir die Kadaver von sechs vergiftetet Elefanten entdeckt. Polizei und Parkranger fanden rund um zwei vergiftete Wasserlöcher sechs Kanister mit Zyanid und 59 vergiftete Mangos. Auch zwei Hyänen, drei Geier und ein Marabu fielen diesem Giftanschlag auf die Elefanten zum Opfer, sozusagen als Kollateralschaden.

Die gute Nachricht zu den grausamen Bildern: Das ist ziemlich wenig. Die vergifteten Wasserlöcher und Früchte wurden früh entdeckt, sonst wären noch deutlich mehr Tiere verendet.

Den Rangern helfen

Die Täter konnten leider nicht gefasst werden. Den mutigen Rangern von Hwange fehlen dazu oft einfach die Mittel. Die schiere Größe des Gebietes bringt die Ranger täglich an ihre persönlichen Grenzen. Jeder Ranger hätte im Durchschnitt ein Gelände von rund 5000 Hektar zu kontrollieren. Das bedeutet: Jeden Tag bis zu 20 Kilometer laufen, Fallen einsammeln und sich nicht selten mit Waffen gegen Wilderer verteidigen.

Es gibt mutige junge Männer, die in Hwange mit viel Herzblut ihrem Job nachgehen – denen aber die entscheidende Ausrüstung wie zum Beispiel Funkgeräte fehlt.

Hilf ihnen im Kampf gegen die Wilderei – damit die Giftmorde ein Ende haben.

Unterstütze die Arbeit der Ranger in Simbabwe und rette mit uns zusammen die Elefanten vor den Wilderern.

Ausbildung

Wir schulen Anti-Wilderer-Patrouillen im Hwange-Nationalpark.

Ausrüstung

Wir bauen ein neues Kommunikationsnetzwerk auf.

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Ein Leben für die Gorillas

„Mütter sind Mütter, ob das jetzt ein Gorilla ist oder ein Mensch – ich glaube eine Mutter hat den Instinkt, ihr Kind zu beschützen und alles dafür zu tun, dass es gut aufwächst.“
– Dr. Ilka Herbinger, Expertin für Menschenaffen beim WWF. 

Ilka Herbinger setzt sich seit vielen Jahren mit Leidenschaft für die Menschenaffen ein – auch für die Gorilla-Zwillinge und ihre Familie in Dzanga-Sangha.

Unterstütze Ilka und die Wildhüter in Dzanga-Sangha beim Schutz der Gorillas.

Die Gorillas von Dzanga-Sangha

Im UNESCO-Weltnaturerbe Dzanga-Sangha sind die Gorillas große Hoffnungsträger für die Menschen, die Forschung und den Artenschutz.

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Buschfleischfieber: Die leeren Wälder Afrikas

Mit Netz, Pfeil und Bogen jagen, so hat sich das indigene Volk der BaAka Jahrtausende lang versorgt. Sie haben gejagt, um zu überleben. Doch heute finden die BaAka in Dzanga-Sangha nur noch mühevoll etwas. Ihre Heimat ist eigentlich einer der artenreichsten Wälder überhaupt. Doch selbst hier schwinden die Tierbestände. Der Wald leert sich und die Wilderer machen selbst vor Menschenaffen nicht halt.

Fleisch für die Städte

Afrika hat sich verändert. Gejagt wird nicht mehr zur Selbstversorgung, sondern zum Handeln. Seit den 1990er Jahren hat sich die Jagd kommerzialisiert. Auch in den stetig wachsenden Städten Afrikas steht Wildtierfleisch nun auf dem Speiseplan, der Konsum von Buschfleisch nimmt rapide zu. Organisierte Wilderer holen das Fleisch aus den Wäldern, tausende Tonnen jedes Jahr. Das Gleichgewicht zwischen Mensch und Wald kippt.

Organisierte Wilderer erbeuten das Zehnfache

Studien aus Kamerun zeigen, dass die organisierten Wilderer zehnmal mehr erlegen als die Einheimischen zur Selbstversorgung. In vielen Ländern südlich der Sahara ist der Hunger nach Buschfleisch mittlerweile die größte Bedrohung für die Tierwelt. Selbst weltberühmte Schutzgebiete wie Dzanga-Sangha oder Virunga sind betroffen.

Delikatesse Affe

Die Wilderer sind nicht wählerisch. Nahezu die gesamte Fauna wird aus dem Wald geholt. Mit Schusswaffen und grausamen Schlingfallen. Säugetiere, Vögel, Krokodile. Besonders beliebt sind Waldantilopen, aber auch Affen und Elefanten werden geschossen. Menschenaffen gelten in vielen Gegenden als Delikatesse. Mehrere tausend Gorillas werden jedes Jahr getötet, um gegessen zu werden. Der gewilderte Sosa aus unserer Gruppe der habituierten Gorillas war einer von ihnen.

Vor allem die Erschließung der Regenwälder durch Holzfirmen befeuert die Wilderei. Die Straßen der Holzkonzessionäre fressen sich immer weiter in den Wald und ermöglichen das Vordringen von immer mehr Menschen in bisher unzugängliche Gebiete.

Gefahr für Mensch und Tier

Der kommerzielle Buschfleischhandel gefährdet nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Lebensgrundlage der lokalen und indigenen Bevölkerung, deren Lebensweise und Kultur vollständig von intakten Wäldern und Tierbeständen abhängig ist. Die Dorfgemeinschaften – wie die BaAka in Dzanga-Sangha – zählen zu den Ärmsten der Welt. Darüber hinaus stellt der Handel mit Affenfleisch eine erhebliche Gesundheitsgefährdung für die Menschen dar: Die Ebola-Epidemie hängt mit dem Buschfleischhandel zusammen.

Gemeinsam gegen die Wilderei

Gegen die grassierende Buschfleischwilderei gibt es kein einfaches Rezept. Um die Gorillas zu schützen, reicht es nicht Schutzgebiete auszurufen. Es reicht auch nicht, schwer bewaffnete Wildhüter auf Patrouille zu schicken. Wir müssen die Menschen mitnehmen. Wie so oft in Afrika hat das ökologische Desaster soziale Ursachen. Wenn das Geld nicht für Schulbesuch oder einen Arztbesuch reicht, ist der Weg zur Wilderei nicht weit. Artenschutz ist in Afrika nicht ohne Armutsbekämpfung möglich. Daher arbeitet der WWF in seinen Projekten eng mit der lokalen Bevölkerung zusammen. Viele der BaAka in Dzanga-Sangha leisten wertvolle Arbeit für unser Gorillaprojekt, als Wildhüter, Spurensucher oder Touristenführer. Der WWF gibt ihnen dafür eine ökonomische Perspektive und entwickelt mit ihnen Konzepte für eine nachhaltige Nutzung der Wälder und Einkommensalternativen wie eine naturverträgliche Landwirtschaft.

Hilf uns dabei, den Menschen und Gorillas in Dzanga-Sangha eine Zukunft zu geben.

Rette mit uns die Gorillas!

Ausbildung

Mit deiner Unterstützung können wir das Training für Wildhüter finanzieren, um sie mit den neuesten Techniken und Strategien der Anti-Wilderei-Arbeit vertraut zu machen.

Ausrüstung

Spende jetzt für ein Zelt oder ein Navigationsgerät. Um Wilderer in den Tiefen des Dschungels aufspüren zu können, benötigen die Wildhüter bessere Ausrüstung.

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