Myanmar: Das Häuten der Elefanten verhindern

Anders als sonst haben es die Wilderer in den Rakhine- und Bago-Bergwäldern Myanmars nicht auf die Stoßzähne der Elefanten abgesehen. Vielmehr wird die Haut der Tiere zu Creme verarbeitet. Angeblich soll sie gegen Hautkrankheiten helfen.

Seit 2013 wurden bereits 110 Elefanten in Myanmar wegen ihrer Haut getötet. Die Wilderer gehen dabei äußerst brutal vor. Meistens werden die Tiere mit Giftpfeilen beschossen, durch die sie langsam und qualvoll sterben. Begünstigt wird die illegale Jagd durch schwache Kontrollen des Staates und geringe Bestrafung der Täter.

Um das grausame Häuten zu verhindern, rief der WWF seine Förderer im Mai 2017 zu einer Notfallspende auf. Über 80.000 Euro kamen zusammen, mit der nun neue Anti-Wilderei-Patrouillen in den Krisengebieten eingesetzt werden. Allen Unterstützern ein herzliches Dankeschön!

Schnelle Reaktion des WWF

Mittlerweile hat der WWF ein Patrouillen-Team mit 45 Rangern aufgestellt und ausgebildet. Sie kontrollieren seit Juli 2017 den südlichen Teil der Rakhine- und Bago-Bergwälder, um die dortige Elefanten-Wilderei zu bremsen. Auch hat die Umweltstiftung mit den Bewohnern der dortigen Dörfer gesprochen. Dank deren Hinweisen konnten zwölf Wilderer festgenommen werden, die Giftpfeile und Elefantenhaut bei sich trugen.

Es ist gut, dass der WWF mit der Hilfe seiner Förderer sehr schnell reagieren konnte, um dieser für Myanmar neuen Praxis der Elefantenwilderei gleich den Boden zu entziehen, indem wir Wilderer abschrecken und die Bevölkerung sensibilisieren,“ sagt WWF-Asiendirektorin Stefanie Lang.

Zudem koordiniert der WWF die Arbeit zwischen den verschiedenen Behörden in Myanmar (Polizei, Verteidigungsministerium, Zoll, Handelskammer, Gerichtsbarkeit), damit Wildereiverbrechen künftig ähnlich streng geahndet werden wie der Schmuggel von Drogen oder Waffen.

Stimmen für die Elefanten

Wichtig ist auch die öffentliche Meinung, damit die illegalen Wildtiermärkte geschlossen werden und so auch die Nachfrage nach Elefantenhaut drastisch verringert wird. Deshalb hat der WWF Myanmar mit mehreren anderen Organisationen gemeinsam im Oktober 2017 die Öffentlichkeitskampagne „Voices for Momos“ gestartet. „Momo“ ist in Myanmar ein liebevoller Kosename für einen Elefanten.

Mit der Kampagne wird jeder Einzelne im Land aufgerufen, seine Stimme zum Schutz der Tiere zu erheben und auf jegliche Elefantenprodukte zu verzichten. Mit einer Online-Petition in Myanmar soll außerdem die Regierung aufgefordert werden, den illegalen Handel mit Elfenbein und Elefantenhäuten zu beenden. Noch immer stirbt jede Woche ein Elefant in Myanmar durch Wilderei. Das wollen wir ändern.

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Der WWF kämpft jeden Tag um das Überleben der Elefanten. Mit GPS-Sendern gehen wir gegen die Wilderer vor.

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