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Countdown im Elefanten-Paradies

Savannen-Idylle wie aus dem Bilderbuch: Eine ganze Elefantenfamilie drängt sich um ein Wasserloch, es wird geprustet und nassgespritzt. Im Hwange-Nationalpark noch ein ganz alltäglicher Anblick. Denn der größte Nationalpark Simbabwes ist berühmt für seinen außergewöhnlich reichen Tierbestand.

Auf einer Fläche von fast der Größe Schleswig-Holsteins leben nicht nur rund 45.000 Elefanten, sondern auch mehr als 100 weitere Säugetierarten, von Löwen und Geparden bis zu Büffeln und Giraffen. Sie alle profitieren davon, dass auch in der Trockenzeit ausreichend Wasserlöcher vorhanden sind, um zu überleben.

Der große Bestand an Elefanten in Hwange sichert auch, dass die Bestände in Ländern mit wenigen Dickhäutern wie in Angola oder Sambia wieder wachsen können. Der Nationalpark soll mit Schutzgebieten dort über Wanderkorridore verbunden werden. Denn Hwange ist auch ein wichtiger Teil des grenzüberschreitenden Schutzgebietsnetzes KAZA, das die fünf Länder im südlichen Afrika 2011 offiziell deklariert haben. Der WWF ist ein wichtiger Partner bei der Umsetzung des KAZA-Programmes.

Grausamer Tod am Wasserloch

Umso schmerzhafter ist die aktuelle Entwicklung im Hwange-Nationalpark. Bereits 2013 wurden mehr als 80 Elefanten auf grausame Weise getötet, indem ihre Wasserstellen mit tödlichem Zyanid vergiftet wurden. Das Gift ist in den Bergbaugebieten nicht weit von Hwange billig zu beschaffen, wo es eingesetzt wird, um Metalle aus dem Gestein zu lösen.

2015 wurden allein im Oktober und November mehr als 100 Elefanten vergiftet – und zahlreiche weitere Tiere anderer Arten, die vom Wasser getrunken hatten.

Der Kieferknochen eines Elefanten am Wasserloch © WWF

Der Kieferknochen eines Elefanten am Wasserloch © WWF

Mordsgeschäft mit Elfenbein

Der Grund ist immer der gleiche: Den Wilderern geht es ums Elfenbein, denn das ist ein lukratives Geschäft für die Mittelsmänner und Verkäufer in Asien. Weniger für diejenigen, welche die Elefanten direkt vergiften oder nach wie vor erschießen.

Befeuert wird das Elefantentöten von einem mafia-ähnlichen System und einer ständig steigenden Elfenbein-Nachfrage in Ostasien. Außerdem von laschen Kontrollen wie auf Simbabwes Airports. Im Juli 2013 beispielsweise wurden auf dem Flughafen in Dubai 447 Kilogramm Elfenbein aus Simbabwe vom Zoll entdeckt und beschlagnahmt. Bereits nach frischer Tat konnten Wildhüter im Hwange-Nationalpark im März 2014 drei Wilderer aus Sambia stoppen und überwältigen. Sie hatten 37 Stoßzähne (700 Kilogramm) und 375 Gewehre bei sich.

Fachleute schätzen, dass in Afrika rund 20.000 Elefanten im Jahr der Wilderei zum Opfer fallen. Das bedeutet: Der Verlust geht inzwischen an die Substanz der Elefantenbestände.

Umso wichtiger wird es, jetzt der eskalierenden Wilderei gerade dort einen Riegel vorzuschieben, wo es noch viele Elefanten gibt. Wie in Hwange.

Die Helden von Hwange

Ob dies gelingt, hängt vor allem von den Rangern ab. Die etwa 100 Wildhüter von Hwange tun ihr Bestes. Doch die schiere Größe des Gebietes bringt sie täglich an ihre persönlichen Grenzen. Verteilt man die Anzahl der Ranger über den ganzen Park, hätte jeder von ihnen im Durchschnitt ein Gelände von rund 5000 Hektar zu kontrollieren. Das bedeutet: Jeden Tag bis zu 20 Kilometer laufen, Fallen einsammeln und sich nicht selten mit Waffen gegen Wilderer verteidigen.

Es gibt mutige junge Männer, die in Hwange mit viel Herzblut ihrem Job nachgehen – denen aber oft genug Entscheidendes fehlt. Simon M., Senior Ranger in Hwange, sagt kurz und knapp: „Wir haben keine passende Ausrüstung, um unsere Pflichten im Kampf gegen die Wilderei tagtäglich erfüllen zu können.“ Was genau fehlt, sagt der Ranger und Wildtierspezialist Phillip Tapera K.: „Der Park braucht mehr robuste Fahrzeuge, mehr Treibstoffrationen und bessere Kommunikationsmittel für jeden einzelnen Ranger.“

Simon Muchatibaya, der Leiter einer Anti-Wilderei-Patrouille im Hwange Nationalpark © WWF

Simon M., der Leiter einer Anti-Wilderei-Patrouille im Hwange Nationalpark © WWF

Allein die Funkausrüstung fällt viel zu oft aus. Und oft gerade dann, wenn einer von ihnen in Not ist. Die Geräte sind zu alt und es mangelt an Funkmasten. Oft genug sind Ranger daher außer Reichweite für die Zentrale. Gefährlich, wenn sie auf Wilderer stoßen. Zudem gibt es nur einen Landrover für ein komplettes fünfköpfiges Ranger-Team. Deshalb sind die Wildhüter meist zu Fuß unterwegs.

Zugleich befürchten die Ranger eine Eskalation der Wilderei – eine Tragödie, der sie untätig zuschauen müssen. Für die Wildhüter ein schwer zu ertragender Gedanke. Deshalb setzen Simon und Phillip wie die anderen Ranger ihre große Hoffnung auf die WWF-Förderer in Deutschland. „Es ist entscheidend, dass wir die 45.000 Elefanten und das gesamte, enorm reiche Tierleben unseres Nationalparks jetzt vor den Plünderern schützen. Wir können die Tragödie mit eurer Unterstützung verhindern.“

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Die Ranger benötigen dringend deine Hilfe im Kampf gegen die Wilderei. Erfahre mehr über ihren wichtigen Einsatz für die Natur und ihren gefährlichen Arbeitsalltag.

Ranger und Wildtierspezialist Phillip Tapera Kuvawoga © WWF

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