Das Elfenbein der Flusspferde

Flusspferde geraten immer stärker ins Visier von Wilderern. Wurden die Tiere früher vor allem wegen ihres Fleisches gejagt, haben es die Hippo-Killer nun verstärkt auf ihre Zähne abgesehen. Die sind nämlich wie die Stoßzähne von Elefanten aus Elfenbein.


Weil Elefanten streng geschützt sind und zudem häufig unter Beobachtung von Wildhütern, Forschern oder Touristen stehen, ist der Abschuss für die Wilderer riskant. Sie weichen auf andere Arten aus. Flusspferde stehen weit weniger unter Beobachtung. Zudem sind die Tiere lediglich unter Anhang 2 des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) gelistet, wodurch ein begrenzter Handel mit Flusspferdprodukten legal ist. Genau dieses Schlupfloch nutzen die Elfenbeinschmuggler.

Ein Großteil des Handels mit den Zähnen wird über Hongkong abgewickelt. Hier landet eine weit größere Menge Hippo-Elfenbein, als in den afrikanischen Herkunftsländern deklariert wurde. Ein aktuelle Studie zeigt, dass es allein in den Daten des Handels zwischen Uganda und Hong Kong Differenzen von über 14.000 Kilogramm gibt. Das entspricht etwa dem Gebiss von rund 2700 Flusspferden – rund zwei Prozent des weltweiten Bestandes.

Flusspferde stehen seit langem auf der Roten Liste der bedrohten Arten und wurden von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „gefährdet“ eingestuft. Es muss verhindert werden, dass sich das Flusspferd als weiterer Verlierer des weltweiten Durst nach Wildtierprodukten in die traurige Riege der Elefanten und Nashörner einreiht. Ein weiterer Grund dafür, die Wilderei weltweit zu bekämpfen und die Nachfrage nach Elfenbein zu drosseln.

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