Die blutige Top Ten der Wilderei

Weltberüchtigt wurde es durch Drogen: Das „Goldene Dreieck“. Jetzt ist das Grenzgebiet zwischen Thailand, Laos und Myanmar einer der weltweit übelsten Umschlagplätze für illegale Wildtierprodukte. Die Gegend beheimatet inzwischen Casinos, Einkaufszentren und Märkte. Viele Touristen zieht es nach Mong La and Tachilek in Myanmar, in die Grenzregion von Boten oder die „Golden Triangle Special Economic Zone“ in Laos. Es sind vor allem Chinesen und Vietnamesen. Sie finden dort Glücksspiel und Prostitution. Und zu kaufen gibt es dort alles.

Der WWF kann jetzt zeigen, welche geschützten Tiere dort vor allem gehandelt werden. Die “Top 10 Most Wanted”-Liste basiert auf Nachforschungen, die der WWF zusammen mit der auf illegalen Artenhandel spezialisierten Organisation TRAFFIC auf Märkten, in Shops und Restaurant im Goldenen Dreieck durchgeführt hat.

Die traurige Top Ten der gewilderten Arten


Der illegale, unregulierte und unnachhaltige Handel treibt die Bestände von vielen hundert Arten bis zur Ausrottung – nicht nur hier, sondern überall auf der Welt“, sagt Chrisgel Cruz, Technical Advisor Wildtierhandel beim WWF Greater Mekong. „In Grenzgebieten wie dem Goldenen Dreieck blüht dieser Handel. Hier müssen wir am härtesten arbeiten, um die Schutzlosen zu schützen.“

Der WWF setzt sich seit Jahren dafür ein, dass die Wildtiermärkte geschlossen werden. Was getan werden muss:

Strafverfolgung

Wenn die Polizei bisher aktiv wird, führt dies höchstens zu einer kleinen Strafe. Wir müssen dafür sorgen, dass die Strafen hart genug sind, um Wilderer, Händler und Käufer abzuschrecken. Der WWF arbeitet mit einer Reihe von Organisationen zusammen, um Daten auszutauschen, Aktionen abzustimmen und Druck auf die Regierungen auszuüben. Der WWF arbeitet daran, die nationalen Naturschutzgesetze zu stärken – und sicherzustellen, dass diese auch angewandt werden.

Ranger stärken

Ranger arbeiten Tag und Nacht, um gefährdete Tierarten wie Tiger, Nashorn und Elefanten zu beschützen. Sie riskieren ihr Leben, sie stehen an vorderster Front. Dafür brauchen sie Unterstützung. Nicht nur Ausrüstung wie Stiefel und Funkgeräte, sondern auch Geräte mit GPS, um mit den professionellen Wilderern mithalten zu können.

Märkte schließen

Die Märkte im Goldenen Dreieck zeigen, wie offen und profitabel gehandelt wird. So lange sie geöffnet sind, wird die Nachfrage weiter die Wilderei befeuern. Dafür braucht es gemeinsame Strategien von Regierungen, NGOs und internationalen Partnern, um diese tödlichen Märkte zu schließen – und den bedrohten Arten Hoffnung zu geben.

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