Was kannst du tun, um den Tiger und viele andere Arten zu schützen?

Tiger sind die größten Katzen unserer Erde und strahlen genauso viel Kraft wie auch Anmut und Eleganz aus. Tiger machen Eindruck. Leider auch auf Touristen und das ist für die majestätischen Raubkatzen nicht immer gesund. Ähnlich ergeht es vielen weiteren Wildtieren.

Im Urlaub und zu Hause: Worauf kannst du achten?

1. Wildtiere als Attraktion besuchen?

Besuche keine Tigertempel oder “Vergnügungsparks” und Attraktionen, in denen man direkten Kontakt zu Wildtieren hat und beispielsweise Selfies mit ihnen machen kann. Die Tiere werden oft grausam behandelt, mit Narkose-Mitteln ruhig gestellt und Zusammenhänge mit Wilderei und Wildtierschmuggel sind nicht auszuschließen.

2. Streicheln und Selfies machen?

Streichle keine Wildtiere in freier Wildbahn. Nimm auch kein Angebot an, dich auf der Straße mit gefangenen Wildtieren, wie Loris, Tanzbären, Papageien, Affen oder Faultieren, fotografieren zu lassen. Mache und teile keine Selfies mit Wildtieren in deinen Social-Media-Kanälen. Was Freunde und Follower süß finden mögen, bedeutet für die Tiere im Ernstfall großen Stress. Dieser kann Nahrungsaufnahme, Jungenaufzucht oder Brut beeinflussen und tödliche Folgen haben. Das Teilen der Selfies birgt außerdem immer die Gefahr, Nachahmer zu finden. Sei Botschafter der Wildtiere und verzichte darauf.

3. Wilde Souvenirs mitbringen?

Vorsicht bei der Wahl deiner Souvenirs: Werde nicht unbeabsichtigt zum Schmuggler! Immer noch werden in vielen Ländern Andenken verkauft, die Wildtiere und bedrohte Arten gefährden, womöglich gar aus Wilderei stammen. Beispiele sind Elfenbeinschnitzereien, Kettenanhänger aus Tiger- oder Jaguarzähnen – aber auch unauffälligere Produkte wie Wollschals von seltenen Antilopen. Und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Eine gute Übersicht gibt der WWF-Souvenirratgeber, den es auch als App gibt.

4. Mach dich schlau!

Lerne zusammen mit Kindern in deinem Umfeld mehr über Artenschutz und Wilderei. Beim WWF gibt es dafür tolle Bildungsmaterialien zum illegalen Handel mit wilden Arten und zum Beispiel auch eine Tiger-Hörgeschichte.

5. Bewusst konsumieren für den Regenwald

Auch zu Hause und durch bewussten Konsum kannst du viel tun: Reduziere Palmöl, um wertvolle Regenwald-Lebensräume zu bewahren. Genieße viele frische Lebensmittel und verzichte auf zu viel Süßes, Fettiges und Fertiggerichte. Wähle ansonsten biologisch angebaute Öle und nachhaltige Produkte – am besten bio oder regional .

6. Wildtiere in der Manege anschauen?

Besuche keinen Zirkus, in welchem Tiger, Elefanten und andere Wildtiere Kunststücke vorführen. Kein Tiger, kein Elefant, kein Nilpferd macht diese Tricks freiwillig und die Tiere können im Zirkus und bei der fahrenden Lebensweise nicht artgerecht gehalten werden.

7. Gutes tun aber richtig

Vorsicht „Voluntourismus“: Engagiere dich in der Freiwilligenarbeit, aber informiere dich vorher genau! Ehrenamtlich süße Löwenbabys aufpäppeln, die später ausgewildert werden? Das ist meistens Betrug. Selten sind die Tiere wirklich Waisen, werden gewaltsam von ihren Müttern getrennt, gequält, nicht artgerecht gehalten – und niemals ausgewildert. Mit Volunteers, also freiwilligen Helfern, und Touristen soll hier viel Geld verdient werden. Das ist aber nicht das einzige Problem am Voluntourismus, der Verbindung aus Urlaub und Hilfsprojekten. Kurze Zeiträume werden den anspruchsvollen Aufgaben in den jeweiligen Ländern nicht gerecht und sind auch nicht im Sinne des Klimaschutzes.

Viele von uns denken, dass der Tiger weit weg ist und wir persönlich wenig tun können, um ihm und anderen Arten zu helfen. Doch mit diesen sieben Punkten kannst du viel dazu beitragen, dass Wildtiere besser geschützt werden.

Falls du noch mehr tun möchtest, unterstütze gerne unser Tigerprojekt in Sumatra.

Sumatra-Tiger gehören zu den besonders gefährdeten Arten. Wir müssen die einzigartigen Raubkatzen vor der grausamen Schlingfallen-Wilderei retten.

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